Test - Steins;Gate Elite : Besser wird’s nicht

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Greift zu, wenn...

… ihr eine exzellente Sci-Fi-Geschichte erleben wollt und weniger ein Spiel als eine semi-interaktive Anime-Serie erwartet.

Spart es euch, wenn...

… ihr in einem Spiel auch interagieren und nicht bloß Dialoge lesen wollt.

Fazit

Matthias Grimm - Portraitvon Matthias Grimm
Wenn ihr in eurem Leben nur eine einzige Visual Novel spielt, dann diese!

Dem in Japan sehr populären, hierzulande jedoch eher skeptisch beäugten Genre der Visual Novel kann man zwiespältig gegenüber stehen. Mit einem richtigen Spiel im engeren Sinne hat es nämlich nur wenig gemein. Entscheidungen, die den Handlungsverlauf beeinflussen, trifft man nur etwa alle halbe Stunde mal und selbst wenn, dann ist nicht ersichtlich, welche Auswirkung die vollkommen willkürlich wirkende Wahl haben könnte. Die meiste Zeit über lest ihr Dialoge und drückt nach jedem Satz einen Knopf, damit der nächste abgespielt wird.

SteinsGate sollte man daher weniger mit der Erwartung angehen, ein Spiel zu spielen. Eher ist es mit dem Erlebnis vergleichbar, eine Anime-TV-Serie zu „bingen“. Mit seiner Dauer von etwa 30 bis 50 Stunden ist es auch von der Länge mit einer Serienstaffel vergleichbar.

Wenn man sich darauf und auf die anfangs sehr zäh scheinende Erzählweise einlässt, wird man aber irgendwann unweigerlich in einen Sog gezogen, aus dem es vor Spannung kein Entrinnen mehr gibt. Die Geschichte um eine Gruppe spleeniger Studenten, die eine Zeitmaschine erfinden und damit die Realität auf eine Weise verändern, die bald völlig außer Kontrolle gerät, ist Science-Fiction allererster Güte – nicht zuletzt wegen seiner unnachahmlich japanischen Art, unablässig zwischen großem Pathos und infantiler Albernheit, zarten Gefühlen und liebevoll banalen Alltagsdetails zu pendeln.

Wenn ihr in eurem Leben nur eine einzige Visual Novel spielt, dann diese! Viel besser wird’s nicht. El Psy Kongroo.

Interesse an Visual Novels geweckt?

Überblick

Pro

  • hervorragende Zeitreise-Story
  • 30-50 Stunden Länge
  • für eine Visual Novel verhältnismäßig aufwändig animiert

Contra

  • sehr wenige Interaktionsmöglichkeiten (nur 1-2 pro Stunde!)
  • Auswirkungen der Entscheidungen völlig undurchsichtig
  • Untertitel nur Englisch (Sprache Japanisch)
  • mitunter sehr zähes Erzähltempo

Awards

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