News - Star Citizen : Sind die Crowdfunding-Millionen schon verbrannt?

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Star Citizen gilt als die größte Erfolgsgeschichte im Crowdfunding, schließlich hat der spirituelle Wing-Commander-Nachfolger unzählige Millionen von Spielern generiert. Allerdings brachten die immer größer werdenden Ambitionen insoweit aber auch Probleme mit sich.

Chris Roberts, Co-Gründer von Cloud Imperium Games und Designer von Star Citizen, wird in einem neuen Bericht des renommierten Wirtschaftsmagazins Forbes dafür verantwortlich gemacht, dass sich der Titel unzählige Male verzögert hat. Mittlerweile dauern die Arbeiten am ambitionierten Weltraum-MMO schon sieben Jahre lang an - und ein Ende ist nicht wirklich in Sicht.

Durch den immensen Crowdfunding-Erfolg war der Titel immer größer geworden, was nicht nur die immer länger werdende Entwicklungszeit mit sich brachte, sondern auch Zweifel und finanzielle Probleme. Laut dem Forbes-Bericht sind von den 288 Millionen Dollar, die Cloud Imperium Games vorwiegend wie Crowdfunding - nämlich 242 Millionen Dollar - sammelte, gar nicht mehr viel übrig. Das bis Ende 2017 akquirierte Geld sei schon weitestgehend durchgebracht gewesen, so dass zu diesem Zeitpunkt nur noch 14 Millionen Dollar übrig gewesen sein sollen.

Dass das Projekt seither mit all seinen Ambitionen weiter leben konnte, sei vor allen Dingen der Tatsache zu verdanken, dass es Roberts geschafft habe, noch mehr Geld via Raumschiffmodellen einzusammeln. Das kann aber kaum über den Eindruck hinweg täuschen, dass die Entwicklung mehr oder weniger stagniert, denn einen Release-Termin für Star Citizen gibt es weiter nicht.

  • Star Citizen - Screenshots - Bild 1
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  • Star Citizen - Screenshots - Bild 3
  • Star Citizen - Screenshots - Bild 4
  • Star Citizen - Screenshots - Bild 5
  • Star Citizen - Screenshots - Bild 6

Vielmehr würden die Entwickler die Spieler mit immer neuen Demos und Alpha-Versionen bei der Stange halten, es sei aber noch nicht einmal eines der 100 versprochenen Sternensysteme fertiggestellt. Dementsprechend gebe es mittlerweile auch schon 129 Beschwerden von Endkunden bei der Federal Trade Comission (FTC), die eine Rückerstattung von insgesamt 24.000 Dollar zum Ziel haben.

"Das Spiel, das sie uns versprochen haben, ist nichtmal ansatzweise lauffähig. Die Performance ist furchtbar und es ist immer noch im Alpha-Stadium. Ich will da raus. Sie haben uns belogen", sagt ein Spieler, der 1.000 Dollar beigesteuert hatte. Frühere Mitarbeiter führen die ständige Einmischung von Roberts und das katastrophale Mikromanagement als Grund an, warum es mit Star Citizen nicht so recht vorwärts geht. Unter anderem vergeude man viel Zeit damit, Schiffe bis zum bitteren Ende zu perfektionieren. In einigen Fällen soll es Monate gedauert haben, bis Roberts mit den visuellen Effekten eines Raumschiffts zufrieden gewesen sein soll - und dann war nur ein einziges Schiff fertig.

In eine ähnliche Kerbe schlägt auch der frühere Lead Character Artist David Jennison, der satte 17 Monate mit der Arbeit an nur fünf (!) Charakteren zugebracht hat - nur um dem Perfektionismus von Roberts gerecht zu werden.

Bleibt abzuwarten, ob zumindest der Singleplayer-Part Squadron 42 den kommunizierten Termin wird halten können. Eine Beta soll im kommenden Jahr 2020 starten, wohingegen die fertige Spielversion - ihr ratet es - noch keinen finalen Veröffentlichungstermin hat.

Star Citizen - Drake Interplanetary Buccaneer Trailer
Mit der Buccaneer von Drake Interplanetary wird euch hier das nächste Schiff aus Star Citizen präsentiert.

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