Test - SOCOM: U.S. Navy SEALs Tactical Strike : Die SEALs geben sich noch taktischer

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Die ’SOCOM’-Reihe hat bereits auf PS2 unzählige Fans und auch auf der PSP konnte der Taktik-Shooter bereits überzeugen. Nun wird die Spezialeinheit der Navy SEALs noch taktischer, denn die neue PSP-Mission ist ein reinrassiges Echtzeitstrategiespiel. Ob Sony mit dem Genre-Wechsel ein glückliches Händchen oder total daneben gegriffen hat, erfahrt ihr hier.

Kluge Köpfe zum Dienst


„Kommandant, Sir?“ „Ja, was ist denn, Rekrut?“ „Äh, wir haben da ein kleines Problem …“ „Was gibt es, Sie sind doch sonst nicht auf den Kopf gefallen!“ „Nun, ich und meine Kameraden trainieren ja immer mit den ’SOCOM’-Videospielen auf PlayStation 2 und haben dort schon alle Hände voll zu tun. Wenn wir aber mitten im Felde sind und auf der PlayStation Portable in ’SOCOM’ den Feind ausschalten sollen, sind wir wegen der komplexen Handheld-Steuerung mit den diversen Tasten-Doppelbelegungen und dem schmerzlich vermissten zweiten Analog-Stick völlig überfordert.“ „Nun, wenn Sie nicht das Zeug dazu haben, mitten in der Action ihren Mann zu stehen, dann sind Sie wohl eher etwas für die Taktikabteilung. Marsch, ab in die Kommandozentrale und dort ’Tactical Strike’ fassen!“

So oder ähnlich könnte der Grundgedanke zu ’SOCOM: U.S. Navy SEALs Tactical Strike’ entstanden sein. Anstatt wie bisher mit den beiden ’Bravo Team’-Episoden einfach das Gameplay der Heimversionen zu übernehmen, wurde die Spielmechanik im neuesten ’SOCOM’ auf PSP komplett umgekrempelt. Diesmal steuert ihr eure Spielcharaktere nicht direkt und ballert nicht selbst auf die Gegner, sondern lotst euer Team mittels Befehlen durch die Levels, wobei die Elitesoldaten selbstständig die Feinde aufs Korn nehmen. Es handelt sich also um ein Echtzeitstrategiespiel, das nur auf den ersten Blick wie ein typischer ’SOCOM’-Titel aussieht.

Variantenreiches Vorgehen

Trotz der Shooter-Wurzeln spielt sich ’Tactical Strike’ nicht etwa wie ’Brothers in Arms’, sondern vielmehr wie ’Full Spectrum Warrior’. Ihr kommandiert zwei Teams mit jeweils zwei Soldaten und seht das Geschehen stets aus einer nahen Third-Person-Ansicht. Wollt ihr eure Recken an eine bestimmte Stelle manövrieren, bewegt ihr einen Cursor durch die 3D-Levels. Allerdings kann dieser nicht etwa durch Wände oder sonstige Hindernisse hindurchdringen und auch eure Perspektive folgt nicht dem Cursor. Das bedeutet, dass ihr immer quasi gleich viel seht wie eure Soldaten. Das Problem: Ab und an fehlt euch etwas die Übersicht, außerdem könnt ihr oftmals nicht erkennen, ob ihr beispielsweise beim Stürmen einer Straße direkt in die Arme eines Feindes läuft. Andererseits sorgt die begrenzte Perspektive für Spannung und bedachtes Vorgehen. Denn die Spielmechanik ist alles andere als simpel und sogar noch komplexer als bei ’Full Spectrum Warrior’. Haltet ihr eine der Action-Tasten gedrückt, habt ihr zu jedem der Bereiche "Bewegen" und "Angriff" eine Auswahl an Möglichkeiten. So könnt ihr als Angriffsmuster unter anderem Sperrfeuer geben, Feinde gezielt attackieren und ein größeres Schussfeld bestimmen. Auch dürft ihr einen Scharfschützen einsetzen, einen Stealth-Kill platzieren oder Granaten werfen. Ähnlich vielfältig sind die Bewegungsmöglichkeiten, das Öffnen von Türen und das Stürmen von Gebäuden. Geschickte Strategen setzen beide Teams so ein, dass sie koordiniert mittels gespeicherten Kommandos gleichzeitig die Feinde in die Zange nehmen und sich gegenseitig unterstützen.

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