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Test - Singles 2: Wilde Zeiten : Singles 2: Wilde Zeiten

  • PC
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Charakterlose Figuren

Im Gegenzug kommen leider Arbeit und Umfeld der Singles viel zu kurz und auch das Ausstatten der Wohnung ist mit rund 400 Gegenständen vergleichsweise knapp geraten. Zudem wiederholen sich die täglichen Abläufe noch schneller als bei der Konkurrenz: Aufstehen, duschen und essen, zur Arbeit gehen, abends ein bisschen flirten, dann ab ins Bett und am nächsten Tag wieder das Gleiche. Im Grunde braucht ihr nur die Geduld, immer wieder mit Mann oder Frau eurer Träume zu flirten, um mit ihm oder ihr letztlich in die Kiste steigen zu können – bei normaler Spielgeschwindigkeit dauert das geschätzte 30 Minuten.

Das größte Problem von 'Singles 2: Wilde Zeiten' sind aber nicht einmal der monotone Ablauf oder die fehlenden Features. Es sind vor allem die unpersönliche Präsentation und der Mangel an Interaktionsmöglichkeiten, welche dem Spiel schaden. Beziehungen basieren vor allem auf Gesprächen und eben die bekommt ihr auch in der zweiten Ausgabe von 'Singles' nie zu hören. Stattdessen sprechen die Protagonisten ein unverständliches Kauderwelsch; ihre Einstellung zueinander lässt sich nur anhand von Statistiken ablesen. Eine echte Verbindung zu den Charakteren aufzubauen, ist daher beinahe unmöglich. Warum die Entwickler nicht zumindest für wichtige Situationen ein 'Multiple Choice'-System mit echten Gesprächen integriert haben, ist nicht nachvollziehbar.

Stärken und Schwächen

Ähnlich durchwachsen wie das Gameplay ist auch die Technik von 'Singles 2: Wilde Zeiten': Die Steuerung der Figuren sowie die Bedienung der Kamera geht nicht immer ganz leicht von der Hand; hin und wieder benötigt man schon eine Weile, bis der richtige Winkel gefunden ist. Auch die Ladezeiten strapazieren die Nerven: Der Wechsel von der Wohnung in die Bar dauerte auf unserem Test-Rechner über eine Minute. Der Rückweg ist ebenso langwierig, was in keinem Verhältnis zu den dargestellten Umgebungen steht: Außer der Wohnung selbst und ein paar Häusern in der Ferne gibt es nämlich nichts zu sehen.

Im Gegenzug weiß aber die Grafik des Spiels durchaus zu gefallen, detaillierte Charaktermodelle und weitgehend überzeugende Animationen zeichnen 'Singles 2: Wilde Zeiten' aus. Entwickler Rotobee hat die Performance der Engine gegenüber dem Vorgänger spürbar optimiert, sodass jetzt auch Besitzer älterer Rechner in den Genuss eines flüssigen Spielablaufs kommen. Zudem erlebten wir in der gesamten Testphase keinerlei Bugs oder Abstürze.

Fazit

von Fabian Walden
Wenn euch 'Die Sims 2' und 'Playboy: The Mansion' nicht sexy genug sind, seid ihr bei den 'Singles' an der richtigen Adresse und auch die im Großen und Ganzen recht hübsche Grafik weiß zu gefallen. In allen anderen Belangen hinkt 'Singles 2: Wilde Zeiten' Hugh Hefner und vor allem den Sims allerdings einen Schritt hinterher. Der Spielablauf ist zu monoton, zu schnell habt ihr alles gesehen und zu wenig Neues gibt es im Vergleich zum Vorgänger. Als Add-on für 'Flirt up your Life!' wäre eine Kaufempfehlung drin gewesen, so reicht es jedoch nur für den dritten Platz hinter den beiden Konkurrenten.

Überblick

Pro

  • gute Grafik
  • nett gemachter Story-Modus
  • erotischer als 'Sims' oder 'Playboy'
  • keine Bugs

Contra

  • schwache Steuerung
  • immer gleicher Ablauf
  • keine echte Sprachausgabe
  • lange Ladezeiten
  • wenig Neues

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