Test - Silent Hill 2: Inner Fears : Silent Hill 2: Inner Fears

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Gruselfans aufgepasst! Nach langem Warten dürfen nun endlich auch europäische Xbox-Besitzer einen Ausflug in den unheimlichen Ferienort Silent Hill wagen, der schon auf Sonys Konsolen für schlaflose Nächte sorgte. Ob die recht späte Umsetzung von James Sunderlands Trip durch die Hölle gelungen ist und ob 'Silent Hill 2: Inner Fears' ein Pflichtkauf für Xbox-Fans ist, erfahrt ihr in diesem Review.

Silent Hill 2: Inner Fears
An diesem wenig einladenden Ort beginnt James' Abenteuer.

Ein verhängnisvoller Brief
'Ich warte auf dich…'. Mit diesen Worten endet ein geheimnisvoller Brief, den James Sunderland eines Tages in seinem Briefkasten findet. Der Absender des Briefes ist allem Anschein nach James' Ehefrau Mary. Das Problem dabei ist nur, dass Mary bereits seit drei Jahren tot ist. Auch wenn es wohl besser wäre, den eindeutig mit Marys Handschrift geschriebenen Brief als schlechten Scherz abzutun, entscheidet sich James, der Sache nachzugehen, zumal sich in dem Brief auch schon ein Hinweis darauf findet, wo Mary sein könnte: Silent Hill, dieser abgelegene Ferienort, in dem die beiden kurz vor Marys Tod zusammen eine wunderbare Zeit in einem Hotel am See verbracht hatten, wird nämlich in jenem mysteriösen Brief erwähnt und soll als Treffpunkt dienen. Ob James dort wirklich seine totgeglaubte Ehefrau finden wird?

Silent Hill 2: Inner Fears
Unglücklicher Zufall oder verhängnisvolle Ankündigung?

Ein Ferienort voller Gefahren
Was James auf seinem etwas anderen Ausflug nach Silent Hill so alles widerfährt, sei hier nicht verraten, doch dass es alles andere als angenehmer Natur ist, wird schnell klar: Von seltsamen Monstern, die zwar ungefähr den Umrissen eines Menschen entsprechen, bei genauerer Betrachtung aber schlicht nicht zu identifizieren sind und alleine durch ihre plötzlichen Bewegungen schon für Schauer sorgen, bis hin zu Menschen, die in Silent Hill langsam aber sicher ihren Verstand zu verlieren scheinen, findet sich an diesem Ort alles.

Beim tatsächlichen Gameplay bedient sich 'Silent Hill 2: Inner Fears' allerdings eher klassischen Survival-Horror-Elementen. Seien es nun die Streifzüge quer durch die ganze Stadt, um einen bestimmten Schlüssel zu finden, das etwas gewöhnungsbedürftige Kampfsystem, in dem ihr den grauenerregenden Kreaturen per Holzlatte, Kettensäge oder auch Schusswaffen einheizen könnt, oder den Erkundungstouren durch unheimliche Lokalitäten, bei denen hinter jeder Ecke der Tod lauern könnte - wirklich neu scheint hier nichts zu sein. Einzig die per separatem Schwierigkeitsgrad einstellbaren Rätsel sind wahlweise sehr anspruchsvoll, so dass auch Spieler auf ihre Kosten kommen, die lieber denken statt schießen.

Silent Hill 2: Inner Fears
Maria erkundet ein anscheinend unbewohntes Haus.

Dauerhaftes Gruseln statt plötzliche Schockeffekte
Wer sich nun auf einen weiteren Titel in der Art von 'Resident Evil' freut und bereits in freudiger Erwartung schwelgt, zahlreiche Zombies zu jagen, sollte die Schrotflinte wieder in den Schrank legen. Anders als die erwähnte Konkurrenz setzt 'Silent Hill 2: Inner Fears' nämlich nicht auf knallharte Action oder Gore-Effekte, sondern bietet eine schaurig geniale Atmosphäre und dazu noch eine Story, bei der man sich ständig fragt, wie es wohl weiter geht. Konkret zeigt sich dieser Unterschied dann so, dass hier nicht plötzlich ein Monster aus einem Schrank fällt, um euch einen Schrecken einzujagen, sondern das ganze Spiel über eine bedrohliche Atmosphäre aufgebaut wird, die den Puls schon mal dauerhaft in höhere Regionen versetzen kann. Egal ob nun in einem dunklen Flur plötzlich seltsame Geräusche die bisherige Stille durchbrechen oder in der Ferne eine unheimliche Silhouette zu sehen ist, die dann aber plötzlich wieder verschwindet - ständige Anspannung ist in einer solchen Umgebung vorprogrammiert.

 

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