Test - Salt and Sanctuary : Dauersterben in 2-D

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Dark-Souls-Fans kennen das: Dauersterben im Minutentakt. Ohne das Studium der Gegner- und Bossbewegungen hat man in From Softwares Spielreihe kaum eine Chance. Was in 3-D-Optik funktioniert, klappt auch in zwei Dimensionen, wird dann aber ungleich schwerer und löst selbst bei hartgesottenen Zockern so manchen Wutausbruch aus. Salt and Sanctuary fordert aber nicht nur spielerisches Geschick, sondern stellt euch auch mit einer katastrophalen deutschen Übersetzung vor so manche Herausforderung.

Bereits die Charaktererstellung in Salt and Sanctuary erinnert an das große Gegenstück Dark Souls. Ritter, Paladin, Dieb und Magier sind nur einige der Klassen, die zur Auswahl stehen. Auch das Menü-Design zeigt ganz klar, dass sich der Entwickler so manche Anregung von der Souls-Reihe geholt hat. Mit wenigen Klicks erstellt ihr euren 2-D-Charakter, der männlich oder weiblich sein darf. Ihr nehmt ein paar Anpassungen vor, wie Haarfarbe und Frisur, legt euren Startbonus fest und springt dann gleich ins Spiel.

Untote erwarten euch

Auf einem scheinbar menschenleeren Schiff bekommt ihr es schon nach wenigen Schritten mit den ersten Gegnern zu tun. Skelette und andere Untote wandeln hier herum, die ihr schnell mit einigen Hieben eurer Waffe hinwegfegt. Doch bei solch einfachen Gegnern bleibt es nicht. Keine fünf Minuten nach dem Spielstart steht der erste Boss vor euch und wird euch – ob ihr wollt oder nicht – ganz gehörig vermöbeln. Ihr überlebt und strandet auf einem unbekannten Fleckchen Land.

Erst jetzt findet ihr nach und nach Hinweise, die euch die Steuerelemente des Spiels erklären, wenn auch sehr kryptisch. Immerhin könnt ihr durch diese kleinen Tipps erahnen, welche Tasten des Controllers für welche Aktion zu drücken sind, wie ihr ausweicht und Items verwendet. Doch ihr seid nicht allein auf dem Eiland, denn auch hier trefft ihr sehr bald auf Kreaturen, die es nicht gut mit euch meinen. Zum Glück hinterlassen sie hin und wieder Gegenstände, Rüstungsteile und Salz.

Salz stellt die Währung in Salt and Sanctuary dar und ist mit den Seelen aus der Dark-Souls-Reihe gleichzusetzen. Ihr kauft mit Salz bei den wenigen Händlern ein und könnt es zum Aufsteigen im Level verwenden. Hierzu platziert ihr einen Kronleuchter in dunklen Räumen, wenn dort eine Art Altar steht. Ähnlichkeit zum Leuchtfeuer? Sicher reiner Zufall, denn das musstet ihr ja nicht selbst platzieren!

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Kämpfe laufen ebenfalls sehr ähnlich ab wie im großen Vorbild, nur dass ihr euch nicht in der dritten Dimension bewegt. Ihr müsst permanent eure Ausdauer im Blick haben, denn die sinkt mit jeder Aktion und steigt nur langsam wieder an. Eure Rüstung bietet nicht nur Verteidigung, sondern kann auch eure Beweglichkeit einschränken. Jeder Gegenstand hat ein bestimmtes Gewicht. Je mehr ihr bei euch tragt und je schwerer eure Ausrüstung ist, desto langsamer bewegt ihr euch. Dadurch werden flinke Angriffe unmöglich.

Verlorenes Salz

Eure Gegner könnt ihr zum einen mit euren Waffen angreifen, zum anderen aber auch mit Zaubersprüchen und Gegenständen, die ihr hier und da findet. Brandbomben oder Steine sind nur einige der vielen Objekte, die ihr im Spielverlauf einsammelt. Während die normalen Gegner noch recht einfach zu besiegen sind, werdet ihr euch an den Bossen in Salt and Sanctuary die Zähne ausbeißen. Bereits der erste dicke Gegner, dem ihr etwa nach 30 Minuten gegenübersteht, schickt euch bei unvorsichtiger Spielweise ein ums andere Mal ins Land der Träume und damit zurück zum letzten Leuchtfe..., äh, zum letzten Kerzenständer.

Das Salz, das ihr bisher gesammelt habt, geht dabei natürlich verloren, sonst wäre es ein Leichtes, schnell ein wenig aufzuleveln. Da das gesamte Spiel in 2-D abläuft, könnt ihr nicht etwa wie bei Dark Souls um den Gegner herumkreisen. Dieser Faktor sorgt dafür, dass die Kämpfe um einiges schwerer sind als im 3-D-Vorbild und ihr ständig ins virtuelle Gras beißt. Immerhin könnt ihr über euren Gegner hinwegspringen und durch eine schnelle Rückwärtsrolle seinen Angriffen ausweichen – wenn eure Ausdauer es zulässt.

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