Test - Ridge Racer 7 : Driften, bis die Reifen glühen.

  • PS3
Von Kommentieren

Mit 'Ridge Racer 7' feiert ein weiteres Urgestein seinen Einstieg in die Welt der PlayStation 3. Minimalistisch wie eh und je geht es auch diesmal wieder nur um eins: Driften, bis der Arzt kommt, und das am besten bei Vollgas. Da stellt sich natürlich die Frage, was der Arcade-Racer rund um die quietschenden Pneus noch zu bieten hat und ob sich das Tempo-Paket für die Anschaffung lohnt.

Schliddern, bis der Arzt kommt

Während die Konkurrenz nach immer neuen Wegen sucht, Arcade-Racern ein neues Konzept zu verpassen, bewegt sich 'Ridge Racer 7' auch weiterhin auf gewohnten Pfaden. Das Gameplay dreht sich vor allem um ein Thema: Driften, was das Zeug hält, sprich: rutschenderweise bei maximal möglichem Tempo um die Kurven zirkeln – ohne Rücksicht auf Abwechslung oder Vielfalt. Oder anders ausgedrückt: Wer die drei verschiedenen fahrzeugabhängigen Drift-Modelle (quasi leicht, mittel und schwer) nicht irgendwann blind beherrscht, hat keine Chance, Siege einzufahren. Immerhin sorgen eure Driftmanöver zudem dafür, dass eure Nitro-Booster aufgeladen werden, was wiederum auf den geraden Teilen der insgesamt 22 Strecken ein Muss ist. Damit die Angelegenheit noch ein bisschen mehr Pep bekommt, könnt ihr euch neuerdings auch im Windschatten eurer Gegner austoben und dadurch einen kräftigen Schub bei der Beschleunigung erhalten.

Das Fahren in 'Ridge Racer 7' verlangt trotz der Reduzierung auf Drifts einiges an Übung. Die KI fährt zwar vorhersehbar, wenig realistisch und weitgehend fehlerfrei auf ihren Bahnen und neigt zur Rudelbildung, verlangt euch dank übereffektiver Nutzung von Drifts und Nitros aber alles ab, um das Ziel als Erster zu erreichen, was gerade Neulingen im Drift-Bereich die Sache schnell vermiesen könnte. Hohes Tempo, perfekt ausgeführte Drifts, im passenden Moment aktivierte Nitros und das Vermeiden jedweder Kollision sind der Schlüssel zum Erfolg. Damit ist 'Ridge Racer 7' nicht gerade das perfekte Spiel für Rennspiel-Einsteiger, während es für 'RR'-Profis durch Tuning und Windschatten zuweilen sogar zu einfach sein dürfte.

Auf jeden Fall bleibt das Ganze ein Arcade-Spiel. Ein Schadensmodell gibt es nicht, weder physikalisch noch optisch, und die Fahrphysik ist, abgesehen von der Drift-Mechanik, jenseits jedweder Realität. Während ihr im echten Leben bei einem misslungenen Drift normalerweise in einem Blechhaufen an der nächsten Wand zum Halten kommt, schlingern hier die Fahrzeuge nur munter hin und her oder prallen wie ein Gummiball gleich mehrfach von der Leitplanke ab. Das reicht aber prinzipiell auch, denn ein misslungener Drift kann schon mal dafür sorgen, dass ihr das aktuelle Rennen gleich noch mal von vorn absolvieren dürft. Übrigens hat Namco dem Spiel optional auch die Steuerung mittels der Controller-Bewegungserkennung verpasst. Funktioniert brauchbar, aber es hapert dabei massiv an der Genauigkeit, von daher mehr als überflüssig.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel