Test - Resident Evil: Outbreak File #2 : Resident Evil: Outbreak File #2

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Vor gut einem Jahr präsentierte Capcom mit 'Resident Evil: Outbreak' einen interessanten Ableger der bekannten Survival-Horror-Serie. In unabhängigen Kapiteln durchstreifte man von Zombies verseuchte Schauplätze und interagierte mit anderen Figuren. Jetzt liegt bereits der zweite Teil dieses Spin-offs vor, der jedoch mit einigen groben Macken zu kämpfen hat. Wir verraten euch, warum das Spiel beinahe im Mittelmaß versumpft.

Wir erinnern uns: Raccoon City ist mittlerweile ein heißes und vor allem sehr unattraktives Pflaster. Ein extrem gefährlicher Virus breitet sich in der einst so beschaulichen Stadt aus und infiziert so gut wie jedes Lebewesen, das mit ihm in Kontakt kommt: Menschen, Tiere -einfach alles. Lediglich eine kleine Gruppe von Überlebenden trotzt der Gefahr und streift durch düstere Gassen. Doch auch das direkte Umland ist von der Katastrophe betroffen, sodass es eigentlich keinen wirklich sicheren Platz mehr gibt. Die Lage scheint aussichtslos zu sein.

Wohin geht die Reise?

Wie ihr seht, hat sich rein storytechnisch gegenüber dem Vorgänger nicht allzu viel getan. Nach wie vor habt ihr es mit dem mysteriösen Virus in Raccoon City zu tun, der eine Armee von angriffslustigen Zombies und merkwürdigen Mutationen erschafft. Ihr schlüpft in die Rolle von einem der Überlebenden und zieht in insgesamt fünf Kapiteln in den Kampf gegen das drohende Unheil. Wie bereits im ersten Teil sind diese Kapitel allerdings in keinster Weise miteinander verbunden und bilden autarke Spielabschnitte, die ihr je nach Lust und Laune erforschen könnt. Um für genügend Abwechslung zu sorgen, wurden diese komplett ausgetauscht und stellen euch somit vor neue Herausforderungen. So durchstöbert ihr beispielsweise eine halb zerstörte U-Bahn-Station, schlagt euch durch einen nebligen Wald oder bekommt es im hiesigen Zoo mit allerlei unangenehmen Zeitgenossen zu tun. Jedes Kapitel besteht aus zahlreichen Schauplätzen, die bei Betreten durch ziemlich nervige Ladepausen eingeleitet werden. Diese Ur-Krankheit der 'Resident Evil'-Serie macht sich wieder mal negativ bemerkbar und stört den allgemeinen Spielfluss ungemein. Das hätte man durchaus eleganter lösen können.

Gemeinsam sind wir stark

Ihr zieht allerdings nicht alleine los, sondern habt stets zwei Partner an eurer Seite, die ihr vor dem Start ebenfalls auswählen dürft. Insgesamt stehen acht Charaktere zur Auswahl, die allesamt über individuelle Stärken und Schwächen verfügen. So besitzt der Polizist Kevin von Anfang an eine Handfeuerwaffe, während der bullige Mark im Nahkampf ordentlich austeilt. Die geschickte Alyssa dagegen ist eine Meisterin im Schlösserknacken und die Kellnerin Cindy verfügt über besondere Heilfähigkeiten. Während ihr die Hauptfigur steuert, übernimmt die CPU die Kontrolle der beiden Kollegen. Per kurzen Befehlen ruft ihr diese zu Hilfe oder fordert sie auf, euch bestimmte Gegenstände auszuhändigen. Hört sich in der Theorie ganz interessant an, doch in der Praxis macht euch die armselige KI einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Nicht nur, dass die Figuren teilweise orientierungslos durch die Gegend rennen und an allen möglichen Hindernissen hängen bleiben; teilweise ignorieren sie auch einfach eure Kommandos und lassen euch beispielsweise direkt vor ihren Augen krepieren. So nicht!

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