Preview - Red Dead Redemption 2 : Erstmals angespielt: Ein Meisterwerk, wie nur Rockstar es kann

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Wie zu erwarten war, läuft der Überfall auf den Zug nicht wie geplant. Zwar gelingt es uns, ihn auszurauben, statt dem erhofften Schatz finden wir im Tresor aber lediglich ein paar Wertpapiere. Leicht enttäuscht reiten wir von dannen. Vorher stellt uns das Spiel aber noch vor die Entscheidung, was wir mit dem überlebenden Zugpersonal anstellen wollen: erschießen? Einschüchtern? Laufen lassen? Je nachdem wie wir uns in dieser und in vielen ähnlichen Situationen verhalten, verändert sich unser „Ruf“. Dieser beeinflusst, wie sich die Spielwelt uns gegenüber verhält. Sind wir als gefühlskalter Killer berühmt-berüchtigt, begegnet man uns mit Furcht, aber auch Respekt. Werden wir als Ehrenmann angesehen, werden wir freundlich gegrüßt, aber eventuell auch als Weichei belächelt.

An diesem Punkt tritt am deutlichsten hervor, welche Vision Rockstar Games mit ihrer jahrelangen Erfahrung und dem eisernen Willen zur Perfektion bei Red Dead Redemption 2 verfolgen: Die Spielwelt ist nicht lediglich „Hub“ für die Missionen, sondern soll sich so lebendig anfühlen, als sei man tatsächlich vor Ort. Als wir durch eine Kleinstadt flanieren, spielen sich überall um uns herum kleine Szenen ab, die Einwohner reagieren auf uns, grüßen, pöbeln uns an oder geben uns kleine Aufgaben.

Ein Bettler bittet uns um Geld. Als wir ihm welches geben, läuft er uns eine ganze Weile hinterher und lässt nicht locker, bevor wir uns bereit erklären, dass er uns zum Dank umarmen darf. Mehr geschieht nicht, aber solcherlei Details sind es, die uns ein ums andere Mal zum Staunen bringen und Red Dead von anderen Open-World-Spielen abheben werden, die aufgrund ihrer jährlichen Erscheinungsweise auf derartige Detailverliebtheit verzichten müssen.

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Die Detailverliebtheit geht sogar so weit, dass eurem Charakter in Echtzeit Bart und Haare wachsen, die beim Coiffeur wieder zurechtgestutzt werden dürfen. Sogar wenn ihr euch zu viel Dosenfleisch für den Gesundheitsbalken einverleibt wird sich dies sichtbar (aber nicht übertrieben) in einem kleinen Bäuchlein oder mehr Muckis optisch bemerkbar machen.

Wie die glorreichen Sieben

Auch wenn ihr im Gegensatz zu GTA 5 nicht zwischen verschiedenen Charakteren wechselt, sondern stets in der Rolle von Arthur bleibt, nimmt euer Verhältnis zu den anderen Mitgliedern der Van-der-Linde-Gang einen zentralen Stellenwert im Spiel ein. Je nachdem wie ihr euch zu ihnen stellt, sind sie euch mehr oder weniger freundschaftlich gesonnen, begleiten euch eventuell auf Missionen oder bieten euch sogar welche an.

Das Banditenlager, das euch zwischen den Missionen als Rückzugsort dient, fungiert dazu als Anlaufstelle und kann sogar nach und nach weiter ausgebaut werden. So könnt ihr euch etwa nach jedem erfolgreichen Raubzug entscheiden, ob das erbeutete Geld in die eigenen Taschen fließen soll oder der gesamten Bande zur Verfügung gestellt wird. Dadurch werden zum Beispiel bei den Händlern im Lager mehr Waren, Waffen und Munition freigeschaltet, oder ihr baut neue „Gebäude“ wie einen Hühnerstall, der eure Kameraden mit Nahrung versorgt.

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