Preview - Rayman Raving Rabbids TV Party : Hasen-Party für den Popo?

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Die verrückten Hasen aus 'Rayman Raving Rabbids' gehören wohl zu den witzigsten Charakteren, die in der letzten Zeit für Videospiele kreiert wurden – dem stimmen meist selbst Leute zu, die den beiden bisherigen Spielen selbst rein gar nichts abgewinnen konnten. So arbeitet Ubisoft inzwischen an 'Rayman Raving Rabbids TV Party' und hat eingeladen, einige Minispiele bereits jetzt anzutesten.

Als Ubisoft im Mai den inzwischen dritten Teil der Party-Game-Reihe ankündigte, hieß es werbeträchtig, dass 'Rayman Raving Rabbids TV Party' das erste Spiel sei, das man mit dem Hintern steuere. Kein Wunder also, dass dieses Mini-Game nicht fehlen durfte, als man bei Ubisoft in Düsseldorf einigen Pressevertretern einen ersten Einblick in den neuen 'Rabbids'-Teil gewährte. Insgesamt durfte ich drei unterschiedliche Mini-Games ausprobieren, was angesichts der angekündigten Gesamtzahl von über 65 Spielchen allerdings nicht gerade viel ist. Immerhin unterstützten zwei der drei Mini-Games das Balance Board - doch beginnen wir von vorn.

Arschige Steuerung

Ganz zu Beginn der Hands-on-Session interessierte mich das Schlittenfahrtspiel natürlich am meisten: Bereits im ersten veröffentlichten Trailer zum Spiel sah man eine verzückte Familie jubeln, während Papa, auf einem Balance Board sitzend, versucht, seinen Hasen durch Slalomtore zu steuern. Die Erkenntnis: Der Trailer verspricht nicht zu viel, denn genau so funktioniert das Mini-Game. Beugt man sich nach links oder rechts, lenkt man den Rabbid in die entsprechende Richtung, durch Gewichtsverlagerung nach vorn oder hinten wird beschleunigt oder gebremst. Der Schlitten ist dabei übrigens kein Schlitten, sondern ein auf dem Rücken liegendes Gnu.

Aufgelockert wird die Slalomfahrt durch einige Stunts: Erwischt man eine Rampe, kommen Wiimote und Nunchuk ins Spiel. Zwei Pfeile zeigen jeweils die Bewegungsrichtung an - führt man die Bewegung richtig aus, winken Extrapunkte. Inwieweit sich diese Punkte auf das Endergebnis auswirken, ließ sich allerdings nicht feststellen: Die gezeigte Preview-Version war noch so unfertig, dass Details wie die exakte Punktevergabe noch gar nicht implementiert waren. Ebenfalls noch nicht verfügbar war die Sabotage-Funktion, durch die man per Wiimote-Schwung seine Gegner mit Schneebällen bewerfen kann.

Auch über die Grafik kann an dieser Stelle noch kein endgültiges Urteil gefällt werden. Sollte 'Rayman Raving Rabbids TV Party' in der fertigen Version das gleiche Bild bieten wie in der Preview, so bewegt sich die Grafik auf dem gleichen Niveau wie die bisherigen Spiele der Serie. Interessant ist allerdings, dass man den Look der Menüs und Tutorial-Screens verändert hat: Statt wie bisher die gleichen Hasenfiguren einzusetzen wie in den Mini-Games, hat Ubisoft sich hier für animierte Comic-Rabbids entschieden. Diese sehen eher so aus, als bestünden sie aus Pinselstrichen statt aus Pixeln, was dem Spiel sicherlich gut tut. So gibt es jetzt eine deutliche visuelle Abgrenzung zu den Mini-Games, die in gewohnter Optik erscheinen, und auch der sowieso schon gebotene Cartoon-Charakter der Rabbids wird verstärkt.

Hasen im Weltall

Das zweite angetestete Minispiel trug den schlichten Arbeitstitel „Fly". Hier geht es nun darum, mit einem Hasen durchs Weltall zu fliegen und dabei möglichst viele Ringe zu erwischen. Das Prinzip ist nicht neu: Auch im ersten 'Rayman Raving Rabbids' gab es eine Episode, in der man Rayman im Sturzflug durch solche Ringe lenken musste. Gesteuert wird in diesem Mini-Game ebenfalls mit dem Balance Board, das nun seitwärts auf dem Boden liegt - so ähnlich wird sich dann wohl auch Ubisofts 'Shaun White Snowboarding' anfühlen.

Während das Lenken mit dem Hintern noch ziemlich leicht fällt, muss man sich hier schon mehr anstrengen, denn im luftleeren Raum ist nicht nur die Richtung wichtig, sondern auch die Höhe. Einschätzen zu können, ob man nun genau auf die Ringe zurast oder knapp darunter hinwegfliegt, bedarf schon ein bisschen Übung. Gut zu wissen also, dass auch geübte Spieler ein wenig gefordert werden. Apropos Spieler: 'Rayman Raving Rabbids TV Party' wird einen Mehrspielermodus für bis zu acht Spieler bieten - allerdings nur lokal, Online-Partys sind nach wie vor kein Thema für die Reihe.

Kein 'Rabbids'-Spiel ohne Musik

Zu guter Letzt stand ein Mini-Game zum Test bereit, das in direkter Analogie zu den bekannten Musikminispielchen aus den bisherigen 'Rabbids'-Titeln steht. Auch hier wird es wieder diverse unterschiedliche Songs geben, und auch hier muss man im richtigen Moment, nämlich im Takt, Wiimote und Nunchuk bewegen. Die Aufmachung ist jedoch eine etwas andere: Jeder Spieler hat einen Hasen als Zuschauer, der durch gekonnte Tanzbewegungen zum Mittanzen animiert werden muss, während am oberen Bildschirmrand die Moves vorgegeben werden. Rechten Arm ausstrecken, beide Arme über dem Kopf schwingen, die John-Travolta-Pose und so weiter ... doch während ich mir die größte Mühe gebe, schnarcht mein Rabbid auf seinem Jurystuhl friedlich vor sich hin. Offensichtlich geht es hier nicht nur um die korrekte Ausführung der Bewegungen, sondern auch um die Intensität: Schwingt man die Arme schneller und kraftvoller, bewegt auch endlich der Hase seine pummeligen Hüften. Na also, geht doch!

Fazit

Viola Tensil - Portraitvon Viola Tensil
Bis 'Rayman Raving Rabbids TV Party' pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in den Läden steht, werde ich sicherlich noch die eine oder andere Gelegenheit haben, mir weitere Mini-Games zu Gemüte zu führen. Der erste Eindruck ist definitiv kein schlechter, doch bis auf das wirklich ganz witzige Schlittenfahrtspiel mit seiner Popo-Steuerung war noch keine bahnbrechende Neuerung dabei. Eine positive Veränderung hingegen ist die neue Comic-Optik der Menü- und Anleitungsscreens – wann kommt wohl endlich die kaum vermeidbare 'Rabbids'-Animationsserie in der Glotze? Bwaaaa!

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