Test - Praetorians : Praetorians

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Vergesst Kleinbonum, Laudanum, Babaorum - und auch die unbesiegbaren Gallier der Asterix-Hefte. In Wirklichkeit war das römische Heer alles andere als williges Kanonenfutter. Die spanischen Pyro Studios, die schon mit 'Commandos’ ihren Hang zu guten Strategiegames bewiesen haben, entführen uns in die glorreiche Zeit des Julius Cäsar, als ganz Europa und Teile Asiens vor den römischen Legionen zitterte. Stellt euch an die Spitze eines gewaltigen Heeres und bringt den Barbaren das große Latinum bei.

Praetorians
Ordnung muss sein – zumindest vor der Schlacht.

Der Weg zur Weltmacht
Der Schwerpunkt des Games liegt auf der Kampagne, die in 24 Missionen die Eroberungsfeldzüge der einstigen Weltmacht wieder auf den Bildschirm zaubert. Ihr kämpft gegen aufständische Belgier, weist die Germanen im verschneiten Norden in ihre Schranken, jagt ägyptische Kamelreiter durch die Wüste und setzt mal eben über den Kanal, um dem britischen Dauerregen einen Besuch abzustatten. Dabei versuchten die Entwickler, zwar Abwechslung ins Spiel zu bringen: mal müsst ihr einige Städte erobern, dann wieder ein hohes Tier schützen oder eine Festung über einen bestimmten Zeitraum gegen angreifende Horden verteidigen. Letzten Endes läuft es aber dann doch immer auf Kampf heraus, nur das der immer anders motiviert ist.

Praetorians
Im Wald sind alle Legionäre nicht grau, sondern rot.

In welcher Reihenfolge ihr die Einzelziele der Missionen abarbeitet, bleibt euch überlassen, die Reihenfolge der Missionen selber lässt sich aber nicht ändern. Gut zwei bis drei Stunden könnt ihr im einfachsten der drei anwählbaren Schwierigkeitsgrade für einen Auftrag veranschlagen, auf der höchsten Stufe kann es auch deutlich länger werden. Da Speichern aber jederzeit möglich ist, ist das kein Problem. Wem es trotzdem zu lange dauert, darf sich auch ganz ohne Hintergrundstory und Auftrag ein kurzes Gefecht mit dem Computer liefern oder per Netzwerk oder Internet in den Multiplayer-Modus einsteigen. Hier könnt ihr dann auch die Ägypter und Barbaren übernehmen, in der Kampagne stehen nur die Römer am Start.

Praetorians
Ein Fall für die Schlechtwetter-Zulage.

Nicht kleckern – klotzen!
Mit Ausnahme weniger Spezialisten gilt der einzelne Soldat nichts, ihr befehligt immer gleich eine ganze Einheit von etwa 20 Mann. Das führt dann mitunter zu eindrucksvollen Massengefechten, denn auch die Gegenseite lässt sich natürlich nicht lumpen. Trotzdem arten die Gefechte nie in blinde Materialschlachten aus. Jede Einheit hat ihre Stärken und Schwächen, die es klug zu nutzen gilt. Die Reiterei ist gut für eine Blitzattacke, im Wald und schweren Gelände aber unbeweglich und gegen einen gut positionierten Trupp Lanzenträger fast chancenlos. Der wiederum hat den schwer gepanzerten Legionären nichts entgegenzusetzen, die sowohl im Nahkampf punkten, aber auch ihre Speere schleudern können und so auf mittlere Distanz gefährlich sind. Dazu kommen dann die Spezialfähigkeiten eurer Trupps: kniende Bogenschützen schießen zwar weiter, brauchen dafür aber auch eine ganze Weile, um wieder auf die Beine zu kommen. Legionäre in der Schildkrötenformation sind zwar sicher vor dem Pfeilhagel des Gegners, dafür aber extrem langsam. An der Spitze der Formation steht der Zenturio, der durch seine Anwesenheit die Kampfkraft seiner Leute stärkt. Je mehr Schlachten er gewinnt, desto größer sein Einfluss.

 

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