Special - PlayStation 4K : Gedanken zu "NEO"

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Aus 4K wird NEO. Neue Gerüchte um ein PS4-Modell mit spieleverbesserndem Modus machen die Runde. Informationen, die handfest wie nie wirken, scheinen das Hardware-Upgrade der Konsole endgültig zu bestätigen. Was steckt hinter dem Gerät mit dem Codenamen „NEO“, welche Spezifikationen sind bekannt und welche Befürchtungen und Hoffnungen gehen damit einher?

Seit die ersten Gerüchte um ein Hardware-Upgrade der PlayStation 4 aufgetaucht sind, tröpfeln beinahe täglich neue, nicht bestätigte Informationen zu den Fans, die nach einem leistungsstärkeren Modell lechzen. Die aktuellen Informationen scheinen nun so handfest zu sein, dass inzwischen beinahe mit Sicherheit davon auszugehen ist, dass Sony seine überaus erfolgreiche Konsole etwas aufbohrt. Erstmals sind konkretere Details bekannt, die immer mehr Branchen-Insider bestätigen.

So soll die PlayStation 4 NEO ungefähr die doppelte Grafikleistung der ursprünglichen Konsole bieten. Die 8-Kern-CPU taktet demnach um 500 MHz schneller, nämlich mit 2,1 GHz. Dem Grafik-Chip von AMD werden doppelt so viele Recheneinheiten nachgesagt. Auch der Arbeitsspeicher soll verbessert werden und 218 statt 176 GB pro Sekunde verarbeiten können. NEO-optimierten Spielen stehen darüber hinaus 512 MB zusätzlicher Arbeitsspeicher zur Verfügung. Auf dem Papier klingt das alles sehr verlockend. Wenn sich die Gerüchte bewahrheiten, bekäme die PlayStation 4 endlich den Leistungssprung, den man von ihr im Vergleich zur PlayStation 3 erwartet hatte.

Der notwendige Zwang

Wofür wird die zusätzliche Muskelkraft genutzt? Neben höheren Auflösungen oder Bildwiederholraten bei gleich bleibender Grafik könnte auch PlayStation VR von dem Zuwachs profitieren. Die konkrete Antwort darauf liefert das Gerücht ebenfalls schon. So soll die neue PlayStation zu einem sogenannten „NEO“-Modus fähig sein. Ab Oktober soll ein solcher für kommende Veröffentlichungen verpflichtend sein. Das bedeutet höhere Auflösung, bessere Bildwiederholrate oder zusätzliche Effekte auf Wunsch. Auf der gewöhnlichen PS4 wären die Titel damit noch spielbar, wodurch Sony eine der größten Risiken, die Spielerschaft in zwei Lager zu spalten, geschickt umgehen würde.

Für bereits erschienene Titel besteht offenbar die Möglichkeit, die Änderungen für den Modus per Patch nachzureichen. Der zusätzliche Aufwand birgt aber das Potenzial einer Welle von verschobenen Releases. Wer möchte schon noch länger auf ein Horizon: Zero Dawn warten, damit der 4K-Teil der Spieler ein paar mehr Details oder ein flüssigeres Spielerlebnis bekommt als die "alte" PS4-Generation? Es ist nur verständlich, dass Sony die Etablierung der neuen Plattform mit dem verpflichtenden NEO-Modus durchsetzen möchte. Dessen Optionalität birgt lediglich die Gefahr, dass Entwicklerstudios den einfacheren Weg gehen, wodurch der Mehrwert des Hardware-Upgrades annulliert wäre. Das hätte Auswirkungen auf den Absatz.

Eines sollten Studios allerdings im Hinterkopf behalten, und zwar dass es sich bei einer etwaigen PlayStation 4 NEO um ein Upgrade handeln soll und nicht um die Ausgangsplattform. Für die originale PS4 entwickelte Spiele sollen von zusätzlicher Leistung profitieren. Der verkehrte Weg wäre es, das Pferd von hinten aufzuzäumen und NEO-optimierte Spiele zu veröffentlichen, die nur zusätzlich für die schwächere Hardware, beziehungsweise den schwächeren Modus verfügbar gemacht wurden. Gerade für Verweigerer der aktuelleren Hardware wären Spiele, die aus diesem Grund schlechter laufen, als sie es könnten, ein Schlag ins Gesicht.

Ein flüssiges Versprechen

Dass eine aufgebohrte PS4 Spiele tatsächlich in 4K-Auflösung darstellen könnte, die nicht einfach hochskaliert wurden, darf man natürlich anzweifeln. Vielmehr könnte der NEO-Modus seine Stärken im Hinblick auf die Bildwiederholrate ausspielen. Eine Garantie, konstant bei 60 fps zocken zu können, wäre für den einen oder anderen sicher sehr verlockend. Auch mit ein paar detaillierteren Texturen und zusätzlichen grafischen Effekten könnte Sony Kaufargumente schaffen. Das dürfte den Markt mit Nintendos NX und einer möglichen Reaktion von Microsoft 2016 und 2017 gehörig durchrütteln. Wir sind gespannt, was Sony genau plant. Mit der beschriebenen Herangehensweise hätte das Unternehmen jedenfalls schon eine große Hürde überwunden.

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