Test - Nvidia GeForce RTX 2060 Founders Edition : Wie gut ist die neue Grafikkarte?

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Gerüchte um die Veröffentlichung einer RTX 2060 gab es bereits vor Weihnachten. Auf der CES 2019 in Las Vegas bewahrheiteten sich die Meldungen und Nvidia kündigte die GeForce RTX 2060 als neue Mittelklasse-Grafikkarte an. Nicht ohne ordentlich auf die Kacke zu hauen, angeblich soll der Frischling sogar der GTX 1070 Ti das Wasser abgraben können. Bei einem Preis von 369 Euro für die Founders Edition eine vollmundige Aussage. Anhand eines Testmusters konnten wir sie auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen und wurden positiv überrascht.

Hübsch sieht sie aus, die neue Nvidia GeForce RTX 2060 Founders Edition. Viel Metall, viel Silber und eine schicke Backplate sorgen zusammen mit den beiden edlen Lüftern dafür, dass die Grafikkarte im Gehäuse auch ohne Beleuchtung eine gute Figur macht. Mit 228,6 mm Länge und Zwei-Slot-Design ist sie auch nicht ganz so ein Platzfresser wie ihre großen Brüder, sodass sie auch zum Upgraden eines PCs mit älterem Gehäuse interessant wird. Der Preis ist ebenso ansehnlich. Mit 369 Euro liegt die RTX 2060 knapp unter dem Preis der Restbestände der GTX 1070 Ti aus der vorherigen Pascal-Generation. Deren Leistung soll sie ja angeblich knacken, aber dazu gleich mehr.

Bei den Anschlüssen gibt es keine Überraschungen. Wie ihre nahe Verwandtschaft ist die Karte mit 1x HDMI 2.0b, 2x DisplayPort 1.4a, DVI-DL und einem USB-Type-C-Port versehen. Für den Stromanschluss wird lediglich ein 8-Pin-Stecker benötigt. Der Stromverbrauch ist mit 160 Watt TDP sehr moderat, sodass ihr mit einem Netzteil mit rund 500 Watt locker auskommen solltet, sofern ihr nicht größere Stromfresser in eurem Rechner verbaut habt.

Im Inneren der Karte schlummert eine TU106-GPU der neuen Turing-Generation, im Grunde eine abgespeckte Version des gleichen Chips, der auch in der RTX 2070 werkelt. 1.920 CUDA-Cores, 48 ROPs und 120 TMUs verrichten ihren Dienst, unterstützt von den neuen Tensor-Cores und 30 Raytracing-Units. Die Taktung liegt bei 1.365 MHz beziehungsweise 1.680 MHz im Boost. Diese Referenztaktung wird von den in Kürze kommenden Karten der Board-Partner sicherlich dank Werksübertaktung noch überboten werden. 6 GB GDDR6 von Samsung unterstützen die GPU über ein 192-bit-Speicherinterface mit einer Bandbreite von 336 GB/s.

Die beiden Lüfter, die das Innenleben auf Temperatur halten, verrichten ihre Arbeit leise und klaglos. Die maximale GPU-Temperatur, die wir bei unseren Tests messen konnten, liegt bei sehr moderaten 72 Grad. Auch dieser Wert dürfte bei den kommenden Third-Party-Karten mit Custom-Kühlung noch um einiges unterschritten werden. Auf jeden Fall müsst ihr keine Sorgen haben, dass eure Karte schon beim ersten Zocken den Hitzetod stirbt. Da ist noch reichlich Luft nach oben.

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