Test - Nvidia Geforce GTX 780 : Ganz großes Kino!

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Schluss mit lustig! Bisher kämpfte AMD "nur" gegen Nvidias kleine Kepler-Chips, nun bringt die grüne Schmiede ihren erbarmungslosen Endboss auf das Schlachtfeld. Im ersten Vertreter des Geforce-7-Clans steckt der fast voll ausgebaute Kepler-Chip GK110, mit dem Nvidia der Radeon-Konkurrenz das Fürchten lehren will. Wie schlägt sich die potenzielle Massenvernichtungswaffe GTX 780 für stolze 650 Euro? Kann sie sich AMDs Radeon-Karten als Jagdtrophäe über den eigenen Kamin hängen? Und braucht man diesen Bilderbomber überhaupt zum gepflegten Zocken? Diese Fragen klärt unser Test.

Ein neuer Familienname, mehr Leistung, aber die gleiche Generation: So könnte man die Geforce-7-Familie zusammenfassen. Nvidia bleibt seiner Kepler-Architektur nämlich treu und schickt im Fall der Oberklasse lediglich die großen Grafik-Chip-Brummer ins Rennen. Für die Mittelklassemodelle wird dagegen ein Refresh der Geforce-6-Chips erwartet. Dabei soll sich die GTX 780 als Ein-Chip-Alphatier vom Geforce-7-Stamm genau zwischen dem weiterhin unangefochtenen Kepler-König GTX Titan und dem vorherigen Geforce-6-Flaggschiff GTX 680 positionieren. Und das - großer Trommelwirbel - schafft sie natürlich auch.

GTX 780: Mit angezogener Handbremse

Wie erwähnt, pocht ein GK110-Chip in ihrem Torso, der auch in der 900 Euro teuren GTX Titan Pixel produziert. Ganz so stark ist er auf der GTX 780 aber nicht, denn von den 15 theoretisch vorhandenen SMX-Blöcken wurden nur 12 aktiviert, also 2 weniger als bei der Titan. Daraus ergeben sich 2.304 Shader-Einheiten sowie 192 Textureinheiten - bei der GTX 680 sind es lediglich 1.536 Shader und 128 TMUs. Außerdem wurde einer der fünf vorhandenen Graphics-Processor-Cluster deaktiviert. Da der Titan alle fünf Einheiten zur Verfügung stehen, behält sie sicher, wenn auch gelegentlich knapp die Krone.

Allerdings erbt die GTX 780 viele Eigenschaften der Titan, wie den GPU Boost 2.0: Die neue Version übertaktet den GK110-Chip nicht nur auf Basis der Leistungsaufnahme, sondern auch unter Berücksichtigung einer festgelegten Zieltemperatur. Dadurch erhöht sich der Basistakt von 863 auf bis zu 900 MHz. Beim Videospeicher legt die GTX 780 gegenüber der GTX 680 weiter zu. Nicht mehr 2.048 MB, sondern 3.072 MB GDDR5-Speicher hocken auf der Platine mit einem Speichertakt von unveränderten 3.004 MHz. Als Speicherinterface stehen ihr die vollen 384 Bit zur Seite. Ihre maximale Leistungsaufnahme nimmt gegenüber der GTX 680 um 30 Prozent auf 250 Watt zu. Wir wollen jedoch vorab schon Entwarnung geben: Beim Zocken nascht die GTX 780 fast genauso viel wie ihre Vorgängerin.

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Das soll wirklich nicht die Titan sein?

Optisch ist auf den ersten Blick kein Unterschied zur Titan sichtbar. Lediglich auf der Platinenrückseite sind keine Videospeichermodule mehr angebracht, da schlicht und einfach nur halb so viele Bausteine benötigt werden. Die Kühleinheit sowie das robust wirkende Gehäuse wurden dagegen für die GTX 780 vollständig übernommen. Der 75 mm große Radiallüfter wird von einer überarbeiteten Steuerung angekurbelt. Der elektronische Propeller soll ab sofort bei gleichem Lastniveau auch die gleiche Drehzahl beibehalten, um störende Rotationswechsel zu vermeiden. Dabei soll das Kühlsystem im Dual-Slot-Design den Grafik-Chip auf unter 80 °C halten.

Eure Bildschirme lassen sich über zwei DVI-Anschlüsse und jeweils einen HDMI- und einen DisplayPort-Anschluss zum Leben erwecken.

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