Preview - New World : Ein neuer Big Player: Amazon macht jetzt auch AAA-Spiele

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Denis  Brown - Portraitvon Denis Brown
Neue Welt mit einigen weißen Flecken auf der Landkarte

Grundsätzlich gefällt mir der Ansatz von New World schon jetzt recht gut. Alles, was in diesem Stadium spielbar ist, macht Spaß und lädt sowohl zum Erforschen der Umgebung ein als auch zum Bilden von Gruppen und zum Verteidigen eroberter Territorien. Mir erschließt sich zwar noch nicht ganz, warum nicht alle Gesellschaften dank Handelsabkommen Friede, Freude, Eierkuchen zelebrieren, aber ich vermute mal, dass das schlicht zu langweilig wäre. New World ist komplex (um nicht zu sagen ein ganz schöner Zeitfresser), aber verständlich aufgebaut.

Die Basis des Spiels ist also vielversprechend. Was mir aber noch Sorgen macht, ist die B-Note, die alle potenziellen Spieler anspricht, die nicht permanent dem Spielkern folgen wollen. Gerade weil es um ein Sandbox-Spiel geht, ist der Zwang zur Gruppierung in meinen Augen kontrproduktiv.

Sandbox heißt in New World vornehmlich, dass alle Gruppen das Gesicht dieses Kontinents dauerhaft verändern können. Für individuelle Einzelgänger bleibt da aber bislang wenig Platz, wenn selbst der Zeitpunkt von Schlachten gegen verfeindete Gesellschaften innerhalb der Gruppe abgestimmt werden muss. Auch fehlt im Sandbox-System noch viel eines universellen Spielplatzes mit sinnlosen, aber amüsanten Nebenbeschäftigungen.

Das muss zum jetzigen Zeitpunkt nichts heißen. Das Spiel befindet sich noch in der Alphaphase. Viele Spielregeln werden noch ausgelotet und Features hinzugefügt. Amazons erstes Spielprojekt hat definitiv Potenzial und sieht noch dazu verdammt schick aus. Mal sehen, welche Flaschenpost aus der neuen Welt an unsere Ufer gespült wird.

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