Preview - Need for Speed: Shift : Nicht nur für Simulanten?

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Electronic Arts zeigt sich trotzig. Obwohl viele den Tod der Rennspielserie Need for Speed heraufbeschworen haben, wurden gleich vier neue in Entwicklung befindliche Spiele angekündigt. Einen Titel haben wir kürzlich zum ersten Mal gesehen und gespielt. Need for Speed: Shift soll dabei vor allem Fans von Rennsimulationen ansprechen. Zu diesem Zweck hat EA echte Profis angeheuert, die nur Gutes versprechen und das hoffentlich auch halten!

Wer diese Profis sind, die EA da vor den Karren gespannt hat, möchtet ihr gerne wissen? Das Studio hört auf den etwas ungewöhnlichen Namen Slightly Mad und wird von Ian Bell geführt. Vielleicht sind euch die Frauen und Männer besser unter dem Namen Blimey bekannt, als sie noch für Pleite-Publisher 10tacle gearbeitet haben. Ganz früher war ein großer Stamm der Mitarbeiter bei SimBin angestellt und spätestens jetzt sollten die Alarmglocken schrillen. Das sind doch die, die GTR und seine Nachfolger entwickelt haben. Genau richtig, und deshalb sollte der Fokus von Need for Speed: Shift klar sein: möglichst realistisch!

Illegal wird wieder tabu

Shift entfernt sich wieder von illegalen Straßenrennen, Gangs und offenen Spielwelten und führt die Spieler zurück in echte Rennwagen auf echte und fiktive Rennpisten. Eine finale Liste aller Fahrzeuge und Strecken gibt es noch nicht, uns gezeigt wurden die englische Piste in Brands Hatch und ein fiktiver Kurs, der quer durch die britische Hauptstadt London führt. Auffällig ist die hochklassige Optik. Neben der Strecke ist viel los. Fahnen werden geschwenkt und Fans jubeln ihren Idolen zu. Gräser und Bäume wirken sehr detailliert. In Brands Hatch fühlten wir fast jede Unebenheit im Asphalt.

Viel wichtiger ist jedoch, was am und im Auto passiert. Zunächst dürft ihr frohlocken, Freunde des gepflegten Rennsports. Slightly Mad spendiert euch exzellent umgesetzte Cockpits mit voll animierten Fahrern, die schon an die Qualitäten eines Gran Turismo heranreichen. So nahmen wir im Pagani Zonda, Audi RS4 und Porsche GT2 Platz und schauten uns erst einmal genau im Inneren um. Tolle Sicht auf alle Instrumente, die natürlich funktionieren. Wer lieber etwas mehr Übersicht favorisiert, der kann diverse Kameras vor oder hinter dem Auto wählen. Aber das wäre nur halb so cool, nicht wahr?

Während der ersten Probefahrten fielen gleich erste Merkwürdigkeiten auf. Verschwimmen da etwa Texturen? Was ist denn auf einmal mit der Sicht los? Wie man uns erklärte, ist dieser Effekt gewollt. Mit zunehmender Geschwindigkeit ist bei Rennfahrern ein Tunnelblick zu bemerken, da sie sich stärker auf die Strecke konzentrieren und das Drumherum nicht mehr so gut wahrnehmen. Natürlich ist es dann auch schwerer, die Drehzahl oder Geschwindigkeit im Auge zu behalten.

Zudem bewegt sich die Kamera im Cockpit analog zum Kopf. Bei ordentlicher Bearbeitung des Gaspedals werden wir in den Sitz gepresst, um kurz darauf die negative Beschleunigung der Karbonbremsen zu spüren. Richtig heftig wird's dann beim Crash: Die Sicht verschwimmt, der Atem wird hörbar schwerer und das Herz wummert in tiefen Basstönen. Es dauert einige Sekunden, bis der verunglückte Fahrer wieder den Normalzustand erreicht.

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