Test - Need for Speed: Pro Street : Spaß mit legalen Rennen.

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Zu den Spieleserien, die jedes Jahr aufs neue für einen klingelnden Geldbeutel von Electronic Arts sorgen, gehört unumstritten 'Need for Speed'. Mit dem letztjährigen Ableger 'Carbon' hatte man sich jedoch keinen großen Gefallen getan. Vor allem der Umfang ließ sehr zu wünschen übrig und auch das Setting hatte sich deutlich abgenutzt. Das haben auch die Entwickler erkannt und mit 'Pro Street' einen Neuanfang der Serie eingeläutet. Weg von illegalen Straßenrennen und Edeltuning hin zu legalen Rennveranstaltungen mit vor Leistung strotzenden Rennmaschinen. Geht die Rechnung auf oder muss die Community doch wieder ein paar Kröten schlucken?

Großen Respekt müssen wir gleich zu Beginn der Mannschaft von EA Kanada aussprechen. Der neue Look von 'Need for Speed: Pro Street' weiß auf Anhieb zu gefallen. Schluss mit Neonleuchten am Unterboden und nur auf Optik bedachtes Tuning. Die Serie hat endlich den Schatten der Racing-Illegalität verlassen und präsentiert sich nun auf den staubigen Pisten anerkannter Rennveranstalter, die spezielle Rennkurse absperren, um darauf Wettbewerbe abzuhalten. Die Polizei hat dort nur noch als Zuschauer etwas zu suchen und muss nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Dafür schlagen wir uns mit den anderen Fahrern auf der Strecke um die besten Zeiten und höchsten Geschwindigkeiten.

Fahren macht richtig Spaß

Vor allem der Anspruch der Fahrphysik hat enorm von der Runderneuerung profitiert. Zwar kann man von zwischen drei Steuerungmodi wählen, doch wer nicht „King“ auswählt, der wird mit Sicherheit nur halb so viel Spaß am Spiel haben. Davon sind wir überzeugt. Zusätzlich lassen sich noch Fahrhilfen wie das ABS (Anti-Blockier-System), TC (Traktionskontrolle) und ESP (elektronische Stabilitätshilfe) deaktivieren, womit Hecktriebler zu richtigen Heckschleudern werden und auch die Kurven wesentlich realistischer zu meistern sind. Vor allem mit einem Lenkrad macht das Fahren dann deutlich mehr Spaß. Wir haben zu dem Zweck das X360-Lenkrad an die Konsole angeschlossen und konnten so nebenbei auch noch die guten Force-Feedback-Effekte erleben. Wenn das Heck an Haftung verliert, wird auch der Widerstand des Steuerrads leichter oder sobald das Nitro gezündet wird, fängt der PS2- oder X360-Controller bzw. das Lenkrad an zu rumbeln. Allgemein gilt, dass die Fahrzeuge jetzt wesentlich sensibler auf Lenkeinschläge und das Spiel mit Gas und Bremse reagieren. Dennoch ist 'Pro Street' noch weit davon entfernt, eine wirkliche Simulation zu sein.

Viel Abwechslung

Vier grundsätzlich verschiedene Rennmodi werden geboten. Wovon jeder auch ein eigenes Fahrzeug voraussetzt. Es ist nicht möglich, ein Fahrzeug in mehreren Kategorien gleichzeitig einzusetzen. Ausgenommen natürlich, man besitzt den Fahrzeugtypen mehrere Male in der Garage und hat diese unterschiedlichen Kategorien zugeordnet. Unter Grip versteht man normale Rundstreckenrennen, in denen es darum geht, als erster durchs Ziel zu fahren, die schnellste Runde hinzulegen oder mehrere Sektoren zu dominieren. Hier kommt es nicht nur auf Motorleistung, sondern auch auf eine hohe Bodenhaftung und ein gutmütiges Fahrverhalten an, um die Fahrzeuge sicher durch die mal schnelleren oder sehr langsamen Kurven zu manövrieren. Dank Autosculp können diverse Anbauteile der Karosserie in der Garage so angepasst werden, dass eine ausgewogene Mischung aus Anpressdruck und Geschwindigkeit entsteht. Dazu aber später noch ein bisschen mehr.

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