Preview - Need For Speed Heat : Gamescom-Vorschau: Cops, Chaos und Chromfelgen

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Seit 2013 kümmert sich Entwickler Ghost Games um die traditionsreiche Need-For-Speed-Reihe. Die vergangenen Ableger des Arcade Racer waren aber alles andere als Durchstarter. Electronic Arts gibt aber nicht auf: Mit Need For Speed Heat sollen vor allen Dingen Tuning-Freunde auf ihre Kosten kommen und Leute, die noch romantische Gefühle gegenüber den feuchten Straßen von Need For Speed: Underground hegen.

Nennt mich einen Korinthenkacker, aber gerade bei Rennspielen brauch ich eine flüssige Bildrate. Idealerweise jenseits der 60 Bilder pro Sekunde. Die spielbare PlayStation-4-Pro-Version diente weder mit dem einen, noch dem anderen. Das ist schade, denn die actiongeladenen Rasereien durch Palm City werden spektakulär in Szene gesetzt. Besonders wenn euch neun Polizeifahrzeuge und ein Hubschrauber im Nacken sitzen und ihr eigentlich nur den nächsten Checkpoint erreichen wollt, aber plötzlich um euer Leben kämpft.

Tagsüber zahm, Abends wild

Da kann die Übersicht schon mal flöten gehen. Besonders, wenn das Spielgeschehen ins Stocken gerät. Da es sich aber um eine unfertige Vorabversion handelt, drücke ich ein Auge zu. Ohnehin bot die gamescom-Demo nur einen ganz kleinen Teil des Rennspiels. Das (legale) Wettrennen am helligen Tag lief in einigermaßen geregelten Bahnen ab: ein abgesteckter Parcours (dessen Absperrungen ihr aber großzügig zerstören könnt) und Runden absolvieren müsst. Um Gegenverkehr müsst ihr euch keine Sorgen machen und die Cops haben ebenfalls Mittagspause.

Wenn die Sonne untergeht, werden alle Regeln über Bord geworfen. Ihr seid in der offenen Stadt unterwegs, folgt nur bedingt den Straßenzügen und weicht dem Gegenverkehr aus, während ihr versucht, möglichst schnell die Wegpunkte abzugrasen. Haben die normalen Rennen schon wenig mit einer Simulation am Hut, dreht Entwickler Ghost Games für die nächtlichen Veranstaltungen den Actionregler auf zwölf. Die Platzierung gerät da fast schon zur Nebensache, denn nachdem ihr die Ziellinie erreicht habt, müsst ihr anschließend vor den Gesetzhütern fliehen.

Egal ob Gran Turismo oder Forza Horizon: ich spiele seit vielen Jahren gerne Rennspiele und würde behaupten, dass auch ganz brauchbar den Weg zum Ziel meistern kann. Das illegale Straßenrennen in der Demo von Need For Speed Heat grenzte an der totalen Reizüberflutung. Die grellen Neonlichter, das schlechte Wetter, der dichte Verkehr, die aggressiven Polizeifahrzeuge: ich hatte ziemliche Probleme mich zurechtzufinden und die Gesetzeshüter abzuschütteln. Vielleicht ist es der Tatsache geschuldet, dass ich quasi ins kalte Wasser gestoßen wurde, aber in dem Moment war etwas zu viel für mich. Dann lieber die Zeit damit verbringen, in der Garage am eigenen Traumschlitten zu tüfteln.

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Detailverliebte Autobastelei

Need For Speed Heat hat schließlich auch einiges zu bieten. Besonders die üppigen Tuning-Optionen sind bemerkenswert. Klar, neue Felgen, Stoßstangen und andere Elemente von namhaften Herstellern, die den Look eures Autos verändern, sind vorhanden. Aber Ghost Games geht noch einen Schritt weiter. Ihr dürft auf Wunsch sogar die Bremsklötze austauschen sowie den Motorensound mit diversen Optionen anpassen.

Ebenfalls in puncto Lackierungen und Aufkleber beziehungsweise Abziehbilder gibt es in Need For Speed Heat kaum Grenzen. Sogar den eigenen Avatar dürft ihr in neue Klamotten stecken. Neue Objekte für Mensch und Maschine schaltet ihr allerdings nicht wie im Vorgänger via Speed Cards frei. Die unbeliebte Lootbox-Mechanik wurde eingestampft. Wie in anderen Rennspielen verdient ihr durch die erfolgreiche Teilnahme an Events Geld, dass ihr dann in eure Kisten oder dem Kleiderschrank investieren dürft. Einige Gegenstände bekommt ihr als Preis bei Veranstaltungen oben drauf.

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