Test - Monster Hunter: Generations Ultimate : So viel mehr Monster Hunter!

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Nach über einem Jahr Funkstille und einem außerordentlich erfolgreichen Start von Monster Hunter World hatte eigentlich niemand mehr mit einer Veröffentlichung der erweiterten Version von Monster Hunter: Generations im Westen gerechnet. Nichtsdestotrotz hat sich Capcom schlussendlich doch dazu entschlossen, mit Monster Hunter: Generations Ultimate die nochmals aufgemöbelte Nintendo-Switch-Fassung des 3DS-Hits auch Spielern außerhalb Japans zugänglich zu machen.

Wir wollen das gesamte Gameplay von Monster Hunter: Generations Ultimate nicht nochmals durchkauen. Meine damalige Review zu Monster Hunter: Generations trifft nämlich auch auf den Ableger für Nintendo Switch größtenteils zu. Stattdessen möchte ich besonders auf die Verbesserungen und Neuerungen der Ultimate-Version eingehen.

Diese hat ihren Namen redlich verdient. Die 14 Waffenklassen (plus Pirschermodus) sind natürlich wieder mit dabei, doch gesellen sich zu den vier bekannten Jagdstilen nun auch die neuen Wagemut- und Alchemiestile, nebst neuen Fähigkeiten, die eure aus Generations bekannten Movesets noch mal ordentlich durchrütteln.

Des Weiteren bietet Generations Ultimate mit 93 Exemplaren die bisher größte Anzahl an großen Monstern in einem Hauptspiel der Monster-Hunter-Serie. Abgerundet wird das Paket mit neuen Gebieten, einem neuen Flaggschiffmonster, neuen Waffen und Rüstungssets und dem von Spielern heiß erwarteten G-Rank.

Haufenweise neue Optionen

Die beiden neuen Jagdstile haben es in sich. Der Wagemutstil (mein persönlicher Favorit) belohnt euch für einen extrem aggressiven Spielstil. Durch konstante Angriffe und spezielle Angriffstechniken ladet ihr eine Spezialleiste auf. Ist diese gefüllt, verbessert sich nicht nur eure Angriffskraft und -geschwindigkeit, sondern ihr habt, je nach Waffe, auch neue und stärkere Angriffe, mit denen ihr den Monstern auf die Mütze geben könnt.

Der Alchemiestil konzentriert sich dagegen in erster Linie auf die Unterstützung anderer Jäger im Mehrspielermodus – auch wenn man den Stil durchaus als Einzelspieler genießen kann. Während der Jagd ladet ihr ein Alchemiefass auf, das im Kampf ein- oder mehrmals geschüttelt werden kann. Je nach Aufladestufe und getragener Waffe könnt ihr so verschiedene Fähigkeiten aktivieren, die entweder euch und eure Gruppe stärken oder euch temporär Gegenstände zur Verfügung stellen, die im Kampf helfen.

Auch wenn ihr euch weiterhin mit den alten Jagdstilen am wohlsten fühlt, dürft ihr euch auf einige Änderungen einstellen. Einige Waffen und Movesets wurden für Generations Ultimate ein wenig neu ausbalanciert und die neuen zusätzlichen Jagdtechniken laden auch Generations-Veteranen zum Experimentieren ein.

Wer sich lieber weiterhin auf den Pirschermodus konzentrieren möchte, kann nun auf die neuen Untier-Felynen zugreifen. Diese eignen sich hervorragend für einen sehr aggressiven, direkten Spielstil im Nahkampf und bieten eine nette Abwechslung zu der üblichen auf Fernkampf ausgerichteten Spielweise.

Der G-Rank, oder: „Oh mein Gott, wir werden alle sterben!“

Vor allem Kenner der Serie dürfen sich auf bekannte Gebiete früherer Monster-Hunter-Spiele freuen, die man jetzt dank der Switch auch endlich in HD bewundern kann. Die Portierung macht dabei übrigens eine recht gute Figur. Man merkt zwar vor allem an der Modellqualität, dass es sich um eine hochskalierte 3DS-Version handelt, dennoch wurden die Grafikeffekte und Texturen noch ein wenig poliert. Monster Hunter: Generations Ultimate gewinnt zwar keinen Schönheitspreis, ist aber dennoch recht ansehnlich.

Viel Zeit, die Umgebung zu bewundern, habt ihr so oder so nicht, denn es warten haufenweise neue Quests sowie alte und neue Monster auf euch. Im Einzelspielermodus habt ihr nun nicht nur Zugriff auf ein neues „Dorf“ – das Luftschiff der Wykademie –, sondern auch auf hochrangige Quests, die Jägern, die primär alleine spielen, einiges abverlangen.

Erfahrenere Jäger stürzen sich dagegen auf den neuen G-Rank im Multiplayer. Bei diesen Quests und Monstern ist bei allen Jägern der Gruppe höchste Konzentration gefragt, denn die G-Rank-Monster halten nicht nur wesentlich mehr aus als ihre hochrangigen Pendants, sondern können auch so stark austeilen, dass besonders bei späteren Quests jeder Treffer sofort das Aus bedeuten kann. Stellt euch darauf ein, dass ihr und eure Gruppe in diesen Quests oft und regelmäßig eins auf den Deckel bekommt.

Monster jagen auf der Switch - Das kann Monster Hunter Generations Ultimate
Auf der Switch wird es zwar kein Monster Hunter World geben, dafür bekommt die Konsole ihren eigenen Ableger der Monsterhatz.

Dafür bietet euch der G-Rank (nebst neuen Devianzmonstern) viele neue und vor allem stärkere Rüstungssets und Waffen, mit denen ihr eure Jäger ausstatten könnt. Aber ob G-Rank oder nicht: Wer vom außerordentlich umfangreichen Inhalt eines Monster Hunter: Generations noch nicht genug hat, kommt mit Monster Hunter: Generations Ultimate voll und ganz auf seine Kosten. Besitzer der alten 3DS-Variante können sogar ganz einfach ihren Spielstand auf die Switch übertragen und direkt mit den neuen Inhalten loslegen. Schöne Sache!

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