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Preview - Metro 2033 : 60 Meter unter Moskau

  • PC
  • X360
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Im Laufe der Karriere - oder wie man das nennen soll - eines Spieleredakteurs lernt man bei den Pressetouren schon mal die eine oder andere ungewöhnliche Örtlichkeit kennen. Aber mitten in Moskau 60 Meter unter der Erde in einem stillgelegten Atomschutzbunker zocken - das ist mal was ganz anderes. THQ und 4A Gamers luden in dieses ungewöhnliche Ambiente, um den neuen First-Person-Shooter Metro 2033 vorzustellen. Ist das Spiel so ungewöhnlich wie der Präsentationsschauplatz?

Wie bei russischen Spielen gar nicht so selten, basiert Metro 2033 auf einer Romanvorlage, und zwar auf dem gleichnamigen Buch von Dmitry Glukhovski. Der Autor, der bei dem Event selbst zugegen war, wurde dazu vom umfassenden Moskauer Bunker- und U-Bahnsystem inspiriert. Das Buch ist übrigens in Deutschland seit einem Jahr erhältlich und den Nachfolger Metro 2034 gibt es ebenfalls bereits. In Russland jedenfalls mutierte der Titel schnell zum Bestseller. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass Glukhovski durchaus auch sozialkritische Elemente in sein Werk integriert.

20 Jahre nach der Apokalypse

Doch worum geht es? Wir schreiben das Jahr 2033 - wie überraschend. Die Erdoberfläche wurde vor rund 20 Jahren von einem nuklearen Holocaust verwüstet. Nur wenige Menschen in Moskau haben überlebt und sind in das immense Metrosystem der Stadt geflüchtet. Geschützt vor dem radioaktiven Niederschlag wuchs dort über die Jahre in den Stationen der U-Bahn und den Bunkern des Militärs eine unterirdische Gesellschaft heran. Metrostationen wurden zu Siedlungen mit ganz eigenen Ausrichtungen und Ideologien, lediglich verbunden durch die Tunnel.

Das Leben dort hat allerdings seine gefahrvollen Seiten. Banditen haben sich ebenfalls in den Tunneln eingenistet und Mutationen durchstreifen sowohl Oberfläche als auch Tunnel. Eine gefährliche Fauna, die aber bisher selten echte Probleme bereitete. Das ändert sich allerdings, als eine neue Art von Mutanten, genannt Dark Ones, auftaucht. Aggressiv, intelligenter und organisiert beginnen diese, die Siedlungen der Überlebenden zu attackieren. Das Überleben der Menschen unter der Stadt steht auf dem Spiel. Artyom, ein junger Bewohner einer der Stationen, bekommt die Aufgabe, die anderen Siedlungen aufzusuchen und die Überlebenden zu warnen.

Metro 2033 - Debüt Trailer
THQ Entertainment hat den neuen Shooter Metro 2033 nicht nur angekündigt, sondern sogleich auch einen ersten Videoclip zum Spiel veröffentlicht, den wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.

Das Leben im Untergrund

Nach einem aktionsreichen Einstieg erleben wir unsere erste Metrostation. Wo sich früher Passagiere drängelten, um in vollgestopfte Züge zu steigen, leben nun Menschen in improvisierten Baracken, züchten in den Tunneln Schweine und Pilze als Nahrung und versuchen, irgendwie über die Runden zu kommen. Diese Zufluchtsorte werden von 4A Games sehr stimmungsvoll und lebendig in Szene gesetzt. Einwohner gehen allerorts ihrem Tagewerk nach oder reden miteinander, spielen, trinken. Es juckt einen förmlich in den Fingern, mit ihnen zu reden und ihre kleine Welt kennenzulernen.

Doch Enttäuschung: Bisher scheint das seitens der Entwickler nicht vorgesehen zu sein, lediglich mit Händlern und Auftraggebern sind kurze Gespräche möglich. Das ist schade, denn auch wenn es sich bei Metro 2033 im Gegensatz zu ähnlich gelagerten Geschichten wie in Fallout 3 oder S.T.A.L.K.E.R. um einen linearen, handlungsgetriebenen Shooter handelt, würde man sich doch diese Interaktion wünschen, um tiefer in die einfallsreich gestaltete Spielwelt einzutauchen. Auch wenn es hauptsächlich um Action geht, können solche Elemente einem Spiel sehr gut tun und die erzählerische Tiefe verbessern.

Alone in the Dark

Artyoms Ausflüge in die Unterwelt von Moskau beschränken sich natürlich nicht auf die Stationen, sondern er darf sich ausgiebig in Metrotunneln, Bunkern und sogar an der Oberfläche herumtreiben. Letztere ist zwar nicht bewohnbar, aber oft bleibt kein anderer Weg, als mit Atemschutzmaske und mächtig Daumendrücken dort Zugänge zu anderen Gebieten zu finden, denn natürlich hat nicht jeder Tunnel die Katastrophe überstanden. Wie schon erwähnt ist Linearität angesagt, deshalb bieten die Umgebungen wenig Raum für freies Handeln.

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