Test - Medion Erazer X87029 MD34457 : Kompakter Komplett-PC im Test

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Medion will mit der Erazer-Gaming-Reihe mittlerweile eine breite Palette an Gaming-PCs, Notebooks und Zubehör abdecken und dabei weiterhin auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis achten. Der Erazer X87029 ist ein recht kompakter Spiele-PC im µATX-Gehäuse mit GeForce GTX 1660 Ti Grafikkarte und sollte damit zum Preis von 1.299,95 Euro so ziemlich alle Spiele in 1080p und 1440p stemmen können. Wir haben uns die Daddelmaschine genauer angeschaut.

Der vergleichsweise preiswerte Medion Erazer X87029 gehört auf jeden Fall zu den kompakteren Gaming-PCs dank seines µATX-Gehäuse. Gerade mal 170 x 285 x 420 mm klaut euch der Rechenknecht unter oder auf eurem Schreibtisch weg. Die durchaus auf Gaming ausgelegt Optik des Gehäuses ist wie üblich ein wenig Geschmackssache. Immerhin fehlt es nicht an einer Beleuchtung an der Frontseite, die mittels zweier dezent verborgener Schalter hinsichtlich Farben und Effekten um- oder eben ausgeschaltet werden kann. Ansonsten bleibt alles in schlichtem Schwarz nebst Medion-blauen Zierelementen.

Hinsichtlich der Anschlüsse ist der X87029 nicht eben megaüppig, aber ausreichend und modern bestückt. An der Front entdeckt ihr schnell die üblichen zwei USB-3.0-Slots nebst Audiobuchsen fürs Headset. Die Rückseite bietet 1 x USB 3.1 Gen 2 Typ C, 2 x USB 3.1 Gen 2 Typ A, 2x USB 2.0, 1x RJ-45 sowie HDMI, DVI-D und DisplayPort für eure(n) Monitor(en). Nicht sichtbar sind natürlich WLAN und BlueTooth 5.0 vorhanden, um die Konnektivität abzurunden.

Medion hat nebenher nicht auf einige Extras verzichtet, die dem einen oder anderen Zocker sicher gut in den Kram passen. So verfügt der Rechner tatsächlich noch über einen DVD-/CD-Brenner, was mittlerweile beinah eine Seltenheit ist. Praktisch ist der Hot-Swap-Slot an der Front, wo ihr problemlos eine 3,5-Zoll-Festplatte ins Gehäuse rammen könnt – ganz vorsichtig natürlich. Auch ein abnehmbarer Headsethalter gehört zum Lieferumfang, ebenso wie Maus und Tastatur. Die beiden Eingabegeräte erfüllen ihren Zweck, bewegen sich aber auf einfachstem Qualitätsniveau. Im Oberteil des Gehäuses ist übrigens auch ein Tragegriff verbaut.

Kommen wir zum sauber, aber simpel verbauten Innenleben. Hingucker dürft ihr dort nicht erwarten, alles sieht sehr zweckmäßig aus und verzichtet auf optische Spielereien. Beim starken Herz des Rechners hat sich Medion nicht lumpen lassen und einen aktuellen Intel Core i7-9700 (3,00 GHz, bis zu 4,70 GHz mit Intel Turbo-BoostTechnology 2.0, 8 Kerne, 8 Threads & 12 MB Intel Smart Cache) eingebaut, der auf einem OEM-Mainboard mit B360-Chipsatz thront. Der fördert eine gute Leistung zutage, die auch für anspruchsvollere Anwendungen völlig ausreicht.

Gekühlt wird der Brocken durch einen simplen AVC-Luftkühler. Das klappt ordentlich, die CPU werkelt unter Spielelast bei voll und ganz verträglichen 87 bis 93 Grad. Einziger Haken: wirklich leise ist der PC nicht. In Kombination mit dem Lüfter der Grafikkarte pustet das nicht gedämmte Gehäuse dann doch mal an die 56 dB aus dem seitlichen Lüftungsgitter und auch an der Front kommen noch 52 dB zustande. Unterm Tisch stört das nicht weiter, wer seinen Rechner neben dem Monitor auf dem Tisch platziert, könnte allerdings durchaus etwas genervt werden.

Als Grafikkarte wird eine NVIDIA GeForce GTX 1660 Ti mit 6 GB VRAM und ohne Übertaktungen genutzt, augenscheinlich ein Modell von ZOTAC. Das sollte locker fürs Zocken unter Full-HD-Auflösungen reichen und auch die meisten Titel unter 1440p stemmen, aber dazu gleich mehr. Ansonsten sind die üblichen 16 GB DDR4-2400 (aufrüstbar auf 32 GB) an Bord. Bei den Festplatten war Medion großzügig und hat dem X87029 sowohl eine 512 GB große M.2 PCIe-SSD von Phison spendiert als auch eine 2 TB SATA-HDD von Seagate. Üppige Aufrüstmöglichkeiten gibt es aber aufgrund des kleinen Gehäuses und des simplen Mainboards nicht, das sollte von vornherein klar sein.

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