Test - Medal of Honor: Vanguard : Nichts Neues an der Front

  • PS2
  • Wii
Von Kommentieren

Und wieder lockt der Zweite Weltkrieg: Auch in ’Medal of Honor: Vanguard’ stürzen sich die Shooter-Fans in berühmte Gefechte des großen Krieges. Ob sich Wii- und PS2-Besitzer bedenkenlos freiwillig zum Dienst am Controller melden können oder doch besser desertieren sollten, klärt das folgende Review.

Unzählige Videospiele rund um den Zweiten Weltkrieg sind mittlerweile erschienen – die Menge an solchen Shootern und deren anhaltender Erfolg ist schon bemerkenswert. Im Grunde löste die einstige Dreamworks-Videospielproduktion ’Medal of Honor’ diesen Boom auf der PSone aus, seitdem wechselte die Reihe zu EA und es sind auf verschiedensten Plattformen diverse neue Episoden erschienen. Nachdem ’Medal of Honor’ anfänglich jeweils ein sicherer Hit war, ging es mit der Serie in den vergangenen Jahren qualitativ aber abwärts und sie wurde schon längst von der sehr ähnlichen ’Call of Duty’-Reihe überflügelt. Dies hindert EA aber nicht daran, weitere Fortsetzungen zu produzieren. Während Next-Gen-Jünger nun auf ’Medal of Honor: Airborne’ warten, dürfen sich PS2- und Wii-Besitzer bereits mit ’Medal of Honor: Vanguard’, dem neuesten Teil der Reihe, vergnügen. Abseits der Steuerung sind die PS2- und die Wii-Fassung sowohl inhaltlich als auch technisch identisch.

Freier Fall in vier Operationen

Der Erste zu sein, ist nicht immer von Vorteil: Das muss auch Korporal Frank Keegan erkennen, der sich der 82. Luftlandedivision angeschlossen hat. Er und seine Kameraden haben die Aufgabe, als Erste im feindlichen Gebiet mittels Fallschirm zu landen und zu versuchen, die Lage für die nachrückenden Einheiten zu klären. Entsprechend springt ihr in der ersten Mission sprichwörtlich mitten rein in die Action, indem ihr erst einmal einen kurzen Fallschirmflug steuert. Dies ist dann auch schon das interessanteste neue Feature in ’Medal of Honor: Vanguard’. Ihr seht unter euch das erste Gelände der Mission, wo ihr mehr oder weniger frei landen könnt – wer clever ist, landet natürlich nicht direkt dort, wo er ohne Deckung in der Nähe der feindlichen Kanonen zu Boden kommt. Diese Szene spielt sich vor allem auf Nintendos Wii recht interessant, da ihr Nunchuk und Wiimote quasi wie die Steuerleinen eines Fallschirms senkrecht haltet und mit entsprechenden Bewegungen die Richtung des Flugs beeinflusst. Auf der PS2 müsst ihr euch logischerweise mit der Joypad-Steuerung begnügen. Schade allerdings, dass die Fallschirmsequenz nicht öfters im Spiel vorkommt. Es deutet aber bereits ein weiteres Feature des Spiels an. Die Schauplätze sind von der Gestaltung her ein Mix aus ’Medal of Honor: European Assault und früheren Episoden: Will heißen, schlauchförmig designte, stark vorgegebene Wege wechseln sich mit Orten ab, in denen ihr euch freier bewegen und beispielsweise Feinden in die Flanke fallen könnt.

Der Rest ist (bekannte) Geschichte: Euch erwartet die typische First-Person-Shooter-Kost, wie man sie von den zahlreichen Vorgängern her kennt. Ihr steuert also Keegan aus der Ego-Sicht durch die Levels, nehmt die auftauchenden Gegner aufs Korn, zielt bei Bedarf mit Zoom über Kimme und Korn, geht in Deckung, zielt vorsichtig mit Scharfschützengewehr & Co oder mäht mit einer MP die anstürmenden Feinde nieder. Ziemlich großzügig zeigen sich die Soldaten außerdem mit Granaten, von denen ihr meist reichlich dabei habt, die aber nur eine recht begrenzte Wirkung haben. Munition und Waffen hebt ihr vom Boden auf. Etwas Taktik kommt ins Spiel, da ihr nur eine begrenzte Zahl an Wummen bei euch haben dürft und so entscheiden müsst, was ihr jeweils mitnehmen wollt.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel