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Preview - Max Payne 3 : Samba brasileiro!

  • PC
  • PS3
  • X360
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An verschiedenen Stellen hilft sie uns, indem sie sich durch Fensterspalte drückt und Türen von innen öffnet, damit wir weiterkommen. An anderen geht sie uns mit ihren schrillen Schreckschreien bei Auftauchen neuer Angreifer gehörig auf den Keks. Gut zu wissen, dass sie keine ständige Begleiterin ist. In kurzen Zwischensequenzen, die sich diesmal mehr im Stil der Serie ″24″ präsentieren statt in Comic-Kunst, erfahren wir Details zur Hintergrundgeschichte. Die Dame heißt Giovanna und ist die Freundin von Passo, einem ehemaligen Polizeikollegen von Max, dem wir zuvor bereits in Max' Wohnung begegnet sind. Wie Passo gehört auch Max nicht mehr dem NYPD an. Stattdessen arbeitet Max jetzt als Sicherheitskraft und wird im Laufe der Handlung noch richtig Bockmist bauen: Die Frau seines Arbeitgebers wird entführt – während sie eigentlich von Max beschützt werden sollte.

Schwitzend am Boden

Trotz des ungewohnten Schauplatzes bleibt spielerisch alles beim Alten mit Shoot-Dodges und allem bereits beschriebenen Drum und Dran. Unter der strahlenden brasilianischen Sonne werfen wir einen genaueren Blick auf die Animationen und sind beeindruckt: Unser Held bewegt sich beim Sprung immer so, dass er möglichst schmerzfrei aufkommt. Ballert er am Boden mit gestreckten Armen weiter, verlagert er sein Gewicht beim Zielen und Herumrollen erstaunlich realistisch und stützt sich beispielsweise so auf den Ellenbogen ab, wie wir es auch im echten Leben machen würden. Im Licht fallen uns weitere Details auf: Max schwitzt. Und wie den Schweiß sieht man die Verletzungen durch seine Kleidung.

Ebenso detailverliebt zeigt sich die Interaktion mit der Umgebung – sowohl im Großen als auch im Kleinen: Hier bringen wir Zapfsäulen an einer Bustankstelle gezielt zur Explosion, dort lassen wir eine Hebebühne auf Gegner herabsausen und an anderer Stelle werden Papierstapel in Büroräumen aufgewirbelt, sobald Max darüberhechtet oder darauf geschossen wirkt. Immer wieder tauchen Gegner auf und einen davon lassen wir effektvoll durch eine Scheibe krachen. Laut Rockstar spielt sich diese Szene nicht immer gleich ab, da wir die Gegner nicht nur durch besondere Effektivität demoralisieren können, sondern sie sich auch allgemein von Spiel zu Spiel unterschiedlich verhalten. So könnte der Angreifer zum Beispiel gerade nicht nahe genug an der Scheibe stehen, um die erwähnte Szene auszulösen. Andere Sequenzen laufen hingegen strikt nach Plan ab und lösen zum Teil automatisch die Bullet-Time aus.

Busfahrsimulator 2012

Die Sau-Paulo-Vorführung endet mit einer Railshooter-Sequenz, in der wir aus einem fahrenden Bus feuern, während Giovanna fährt – und prompt gegen eine Wand kracht. Wie es weitergeht, erfahren wir an dieser Stelle nicht mehr. Dafür quetschen wir aus dem Publisher noch die Informationen heraus, dass das Spiel im März 2012 sowohl für PS3 und X360 erscheinen wird als auch für den PC. Zudem wir es einen Mehrspielermodus geben. Wie genau der aussieht, wurde noch nicht verraten. Ebenso schweigsam gab sich Rockstar bei der Frage, ob Mona Sax wieder auftauchen könnte. Achtung, Spoiler zu Max Payne 2: Wie Fans der Serie wissen, überlebte die Dame im letzten Teil – vorausgesetzt, man schaffte es im höchsten Schwierigkeitsgrad bis zum Finale.

Fazit

Michael Zeis - Portraitvon Michael Zeis
Die Max-Payne-Serie wurde schon oft kopiert, aber qualitativ nie erreicht. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen. Und dementsprechend mutig die krassen Veränderungen sowohl was den Schauplatz als auch Max selbst angeht. Der erste Eindruck ist trotz weniger kleiner Bugs in der noch frühen gezeigten Version mit schwebenden Leichen, Kantenflimmern und Clipping-Fehlern positiv – für eine Preview-Wertung reichte die Vorführung allerdings noch nicht. Was uns weniger gefiel, waren die gestrichenen Comic-Zwischensequenzen. Der ″24″-Stil in Spielegrafik kommt dem zwar nahe, verbreitet aber nicht dieselbe Stimmung und besitzt bei weitem weniger Charakter. Von Letzterem hat unser Held nach wie vor reichlich. Der Fokus liegt glücklicherweise immer noch auf Max' charakterlicher Entwicklung und wird weiterhin durch innere Monologe und erklärende, spielbare Rückblenden ausgebaut.

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