Preview - Mass Effect 2 : Dunkler, härter und noch geiler?

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Rollenspiel- und Science-Fiction-Fans sitzen bereits seit Monaten auf glühenden Kohlen, denn Ende Januar erscheint endlich der zweite Teil der Trilogie rund um Commander Shepard. Schon der erste Teil riss Fans zu Begeisterungsstürmen hin, auch wenn spielerisch und technisch nicht alles Gold war, was glänzte - Stichwort Nebenmissionen. Bioware legt nun nach und hat die schwierige Aufgabe vor sich, den Erstling zu überbieten. Wir konnten in Köln die erste Stunde des Spiels anzocken und mit Lead-Artist Adrien Cho plaudern.

Zwei Jahre nach den Ereignissen aus Mass Effect ist wieder Ruhe eingekehrt im Universum. Commander Shepard befindet sich an Bord seines Schiffes, der Normandy, auf der Jagd nach etwaigen Überresten der Geth-Rasse, die im ersten Teil für so viel Ärger gesorgt hat. Doch es kommt zu einem Zwischenfall. Die Normandy wird von einem unbekannten Schiff attackiert. Nach kurzem, aber heftigem Kampf muss die Crew das Schiff verlassen. Die Normandy wird zerstört, Shepards Verbleib ist zunächst ungewiss.

Shepard wird von der zwielichtigen Organisation Cerberus schwer verletzt eingesammelt und wieder zusammengeflickt. Offenbar nicht ohne Grund. Er erfährt vom geheimnisvollen Hintermann von Cerberus, dass im Universum eine neue Bedrohung aufgetaucht ist. Menschen werden entführt, ganze Kolonien verschwinden im Nichts. Man munkelt, dass die ominösen „Kollektoren" hinter der Sache stecken. Shepard wird von der hübschen, aber undurchsichtigen Cerberus-Agentin Miranda begleitet und soll ein Söldnerteam zusammenstellen, das der neuen Bedrohung auf den Grund geht.

Eine echte Selbstmordmission, denn jemand, der mal eben ganze Kolonien entführt und möglicherweise ohne Probleme die Normandy zu Weltraumschrott verarbeitet hat, dürfte sich als harter Gegner entpuppen. Schon quasi von der ersten Sekunde an wird deutlich, dass Mass Effect 2 um einiges rauer und düsterer ist als sein Vorgänger. Shepard wirkt härter, die Charaktere suspekter, die Dialoge roher. Ein wohltuender Unterschied zum doch eher „sauberen" ersten Teil, was zudem etwas die Sorge besänftigt, dass wir das gleiche Spiel nur mit etwas anderer Geschichte vorgesetzt bekommen.

Mass Effect 2 - Cinematic Preview Trailer
BioWares Mass Effect 2 rückt immer näher, immerhin soll das Spiel Ende Januar 2010 veröffentlicht werden; ein frischer Trailer gewährt euch

Neuer Shepard - alter Shepard

Euren Heilungsaufenthalt bei Cerberus nutzt das Spiel, um euch zur Charaktererstellung zu überreden. Oder zum Import, denn wer Spielstände vom ersten Teil auf der heimischen Platte hat, kann den dortigen Charakter nebst den getroffenen Entscheidungen importieren und weiter verwenden. Wer das nicht kann oder will, der darf wahlweise einen vorgefertigten Shepard durch das Spiel steuern oder sich einen komplett neuen Charakter mit reichlich Optionen zusammenbasteln. Sechs Klassen werden dabei angeboten: Soldat, Infiltrator, Frontkämpfer, Wächter, Experte und Techniker, jeweils mit unterschiedlichen Ausrichtungen hinsichtlich Waffenfähigkeiten und Kräften.

Rein spielerisch knüpft Mass Effect 2 am Vorgänger an. Wieder ist es eine Mischung aus Third-Person-Shooter und Rollenspiel, wobei der Baller-Aspekt etwas ausgeprägter ist als zuvor. Und wieder steuert ihr ein Team, bestehend aus Shepard und maximal zwei Begleitern. Eure Teamgefährten wählt ihr aus einer Reihe von Charakteren, die der Commander im Verlauf der Geschichte kennenlernt und zu seiner Crew berufen kann. Und wieder gibt es neben der Action jede Menge Raum für intensive Dialogsequenzen, bei denen ihr Unmengen von Entscheidungen zu treffen habt, die zu unterschiedlichen Spielenden führen.

Das Dialogsystem wurde quasi unverändert übernommen. In Sequenzen mit fast schon filmreifer Kameraführung könnt ihr ohne Unterbrechung verschiedene Antworten auswählen, sodass die Dialoge quasi nahtlos ablaufen. Je nach eurer Ausrichtung zwischen „Vorbild" und „Abtrünniger" sowie euren Fähigkeiten und gegebenenfalls der Beziehung zum jeweiligen Charakter erscheinen zusätzliche Optionen und lassen viel Raum für Entscheidungen. Auffällig dabei ist die hervorragende Lokalisierung mit wirklich erstklassigen Sprechern bis hin zu den Nebenrollen. Das sorgt für viel Atmosphäre und macht die Charaktere sehr glaubwürdig.

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