Test - Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 : Reden holt Silber, Schweigen sogar Gold

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Greift zu, wenn...

ihr die Minispiele aus Super Mario Party von vorn bis hinten durchgekaut habt.

Spart es euch, wenn...

ihr niemandem habt, mit dem ihr die Minispiele gemeinsam spielen könnt.

Fazit

von Mathias Windhager
Am stärksten, wo es neu ist

Eigentlich liegt der „Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen“-Reihe eine interessante Prämisse zugrunde. Die einstigen Konkurrenten Nintendo und Sega treten in den freundschaftlichen Wettstreit, während sie in abwechslungsreichen Sportarten ausfechten, wer nun der Bessere ist. Leider können sich die Minispiele auch in der 2020er-Ausgabe nicht aus ihrer Banalität lösen. Die zahlreichen Disziplinen lassen sich im Wesentlichen auf sehr wenige unterschiedliche, noch dazu sehr simple Kategorien runterbrechen, in denen es meistens lediglich darum geht, in der einen oder anderen Weise in die Tasten zu hämmern.

Als positive Beispiele stechen aus der Masse an Beliebigkeiten etwa Sport-Klettern, Surfen oder auch Karate hervor, vielleicht auch noch Reiten. Was haben diese Minispiele gemeinsam? Sie zählen zu den neueren Disziplinen der Reihe. Eigentlich schade, denn auch die älteren Sportarten bergen das Potenzial zu mehr, hätte man sie nur einer entsprechenden Überarbeitung unterzogen. Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 gelang es zu keiner Zeit, mich zu motivieren. Zu kurz sind die Minispiele, zu bedeutungslos deren Ausgang.

Mein Highlight ist der Retro-Modus Tokyo 1964, der die 16-bit-Grafik der Sonic-Spiele mit der 8-bit-Grafik aus Super Mario wundervoll verschmelzen lässt. Ein toller Analog-TV-Effekt sorgt sogar dafür, dass man sich wahrlich wie vor der Röhre in den 90ern fühlt. Dem kann ich die Einfachheit der Sportarten sogar verzeihen, da es zum übrigen Stil passt. Tokyo 2020 ist aber kein Spiel aus den späten 80ern. Heutzutage kann man selbst von einer Minispielsammlung etwas mehr Tiefgang erwarten.

Überblick

Pro

  • Retro-Modus ein absoluter Hingucker
  • viele olympische Disziplinen
  • Bewegungs- & Tastensteuerung bei den meisten Spielen
  • olympisches Flair gut eingefangen

Contra

  • banaler und zäher Story-Modus
  • keine motivierenden Elemente
  • spielerisch sehr dünn
  • wenige Modi
  • Bewegungssteuerung ungenau

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