Preview - Mafia III : Auf Tuchfühlung mit der Mafia

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Der erste Teil der Mafia-Reihe ist für viele heute noch ein Klassiker. Der zweite Teil konnte die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen. Für den dritten Streich stampfte 2K ein komplett neues Entwicklerstudio aus dem Boden. Hangar 13 versucht die Stärken der Reihe mit frischen Impulsen zu vereinen. Wir konnten bereits ein paar Stunden mit Mafia III verbringen und schildern euch unsere Eindrücke.

Was die Präsentation betrifft, fährt Mafia III dicke Geschütze auf. In der filmreifen Präsentation kommen wichtige virtuelle Zeitzeugen zu Wort, die den gewalttätigen Aufstieg des Protagonisten Lincoln Clay Revue passieren lassen. Der groß gewachsene Kraftprotz durchlebt kurz nach seiner Rückkehr nach New Bordeaux die Hölle auf Erden, was gerade in Anbetracht der Tatsache, dass Lincoln aus dem Vietnamkrieg zurückgekehrt ist, doppelt bitter erscheint.

Auf Rache getrimmt

Hangar 13 bewies ein glückliches Händchen bei der Wahl des Schauplatzes: Das an New Orleans angelehnte New Bordeaux erstrahlt im Look der späten 60er-Jahre. Der Rock-’n’-Roll-lastige Soundtrack groovt aus den Boxen der riesigen Cadillacs, während sich auf den Straßen der wilde Charme der damaligen Ära mit unverblümtem Rassismus im Sparring befindet. Die afroamerikanischen Mitbürger werden auf offener Straße unterdrückt und schikaniert.

Lincoln Clay interessiert sich dafür allerdings nur bedingt. Vielmehr ist er damit beschäftigt, die komplette Stadt einzunehmen. Abseits der eigentlichen Hauptmission geschieht das auf eine lockere Art und Weise: Ihr sucht euch ein Viertel aus und mischt es auf. Um dem Obermotz in die Suppe zu spucken, knöpft ihr der dort herrschenden Bande das Geld ab. Dafür stehen euch vielerlei verschiedene Missionen auf der Karte offen. Mal müsst ihr eine Person verhören oder töten, mal wichtige Güter ausfindig machen und verbrennen oder Gefangene befreien. Wie ihr dabei vorgeht, bleibt euch überlassen. Ihr könnt entweder alles zu Kleinholz schlagen oder subtiler agieren.

OMG! One Minute Game-Preview - Mafia III
Alles zu Mafia III in einer Minute, frisch vom Event aus New Orleans.

Lincoln trommelt im Laufe der Zeit weitere Verbündete zusammen, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen – zumindest solange sie ein genügend großes Stück des Kuchens abbekommen. Habt ihr einen Stadtteil übernommen, könnt ihr die Kontrolle an einen eurer Kumpane abgeben. Die revanchieren sich im Gegenzug: Serienliebling Vito stellt beispielsweise seinen Schlägertrupp zur Verfügung, während ihr mit Cassandras Verbindungen bei einem mobilen Waffenhändler einkaufen könnt.

Die KI drückt ein Auge zu

So oder so fällt auf, dass die KI gerne ein Auge zudrückt, besonders wenn ihr schleichend zu Werke geht. Lincoln muss sich schon ziemlich tollpatschig anstellen, damit er von seinen Feinden entdeckt wird. Selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad könnt ihr euch auf verbotenem Territorium schnell vorwärtsbewegen, wenn ihr herausgefunden habt, wie unaufmerksam die Wachen sind. Erst wenn ihr entdeckt werdet, kann es brenzlig werden, was auch daran liegt, dass ihr nie viel Munition im Inventar horten dürft. Eine angenehme Abwechslung, die euch dazu zwingt, mit den Patronen sparsamer umzugehen oder auch mal Waffen von getöteten Gegnern aufzusammeln.

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