Test - Looney Tunes: ACME Arsenal : Schwache Vorstellung von Bugs & Co.

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Bugs Bunny, der Tasmanische Teufel, Daffy Duck und einige andere Gesellen der 'Looney Tunes'-Cartoons entern die Xbox 360. In ’ACME Arsenal’ wird viel gehüpft und noch mehr gekämpft – doch überzeugen auch Humor und Spielspaß? Leider nein. Weshalb das so ist, erfahrt ihr im folgenden Review.

Looneys auf Zeitreise

Selbst in Zeiten von Mangas und Render-Trickfilmen albern sie sich nach wie vor in die Herzen zahlloser Cartoon-Fans: Die Rede ist natürlich von den 'Looney Tunes'. Die vielen Zeichentrick-Charaktere von Warner Bros., wie etwa Bugs Bunny, Daffy Duck oder Speedy Gonzales, haben längst Kultcharakter, schließlich gibt es diese Cartoons bereits seit 1930. So überrascht es dann auch nicht, dass immer mal wieder Versuche unternommen wurden, eine der zugkräftigen Lizenzen für ein Videospiel zu nutzen. Leider ging das qualitativ meist in die Hose, löbliche Ausnahmen mit Seltenheitswert waren etwa die ’Tiny Tunes’-Spiele auf Mega Drive, SNES und Game Boy sowie die PSone-Knobelei ’Sheep, Dog ’n’ Wolf’.

Das neue Spiel, diesmal von Warner Home Video selbst, konzentriert sich nicht auf eine Cartoon-Figur, sondern schickt gleich eine ganze Truppe Helden vor. Ihr steuert je nach Level unter anderem Bugs Bunny, Taz, Marvin den Marsianer, Foghorn Leghorn und Gossamer. Wozu? Nun Bugs und Marvin flüchten auf die Burg eines verrückten Wissenschaftlers und erfahren so, dass dieser einen teuflischen Plan schmiedet: Der Bösewicht schickt seine Roboter durch die Zeit, um die Vorfahren der beliebten Cartoon-Helden auszuschalten und so die Existenz der heutigen Figuren zu zerstören. Die Looneys machen sich natürlich daran, ebenfalls durch die Zeit zu reisen und die Feinde aufzuhalten.

Action vom Fließband

Die Story klingt nicht gerade originell, und das gilt leider auch für das restliche Spiel. Schade, dass die Entwickler nicht die Gelegenheit genutzt haben, eine witzige Handlung im Stil der Cartoons umzusetzen. Stattdessen wird euch ein Action-Spiel geboten, wie es schon unzählige davon gab – und das meist in besserer Qualität. Ihr steuert euren Helden aus der Third-Person-Ansicht durch die 3D-Stages und müsst in bester Jump’n’Run-Manier von Plattform zu Plattform hüpfen, den Weg finden, Items einsammeln und simple Schalterrätsel lösen. Darüber hinaus habt ihr aber fast noch mehr damit zu tun, eure Kampfkünste unter Beweis zu stellen. Ihr prügelt im Nahkampf auf Roboter, Killermaschinen und sonstige Feinde ein, indem ihr simple Kombos einsetzt bzw. einfach wild auf die Buttons hämmert. Außerdem könnt ihr Waffen einsammeln, die in der Umgebung herumliegen. So greift ihr etwa zur bekannten ACME-Boxhandschuhkanone oder zur Schrotflinte. Insgesamt fünfzehn solcher Wummen sind im Spiel enthalten und lassen sich aufrüsten. Des Weiteren dürft ihr auf Knopfdruck zu einer anderen Spielfigur wechseln, was spielerisch aber keine echte Auswirkung hat.

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