Test - Kingdom Under Fire: Circle of Doom : Neuorientierung der Fantasy-Serie.

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Einen gelungenen Mix aus Action und Echtzeitstrategie präsentierte ’Kingdom under Fire’ auf der Xbox. Auf der aktuellen Microsoft-Konsole mutiert die Fantasy-Saga aber zum Action-Rollenspiel. Keine gute Idee, wie sich bei ’Circle of Doom’ herausstellt. Ihr wollt mehr wissen? Dann lest einfach das folgende Review.

Eine Geschichte voller Licht und Schatten

Lange, lange vor unserer Zeit, als der Ring, sie zu knechten, noch nicht geschmiedet war, es noch keine armen ’World of Warcraft’-Goldfarmer-Sklaven gab, als sich die Leute mit altertümlichen Spielen wie ’Halo’ oder ’Luigi’s Mansion’ vergnügten, es noch keine Next-Gen-Systeme gab und längst nicht jeder Games-Nerd über eine Autobahn-gleiche Internetverbindung verfügte, ja in einer Zeit, in der die Jugendlichen noch keine solchen Gewaltexzesse wie heute zelebrierten und stattdessen auf einer seltsamen schwarzen riesigen Kiste namens Xbox spielten – kurz: Etwa im Jahre 2001 hob das koreanische Entwicklerteam Blueside eine neue Spieleserie namens ’Kingdom Under Fire’ aus der Taufe, die mit ihrem Strategiespiel-Erstling zunächst der PC-Gemeinde vorbehalten blieb.

Wirklich bekannt im ganzen Lande wurde die Franchise aber mit den beiden Xbox-Episoden. Diese übernahmen das dumpfe Hack’n’Slay-Actiongameplay der ’Dynasty Warriors’-Reihe und kombinierten es mit einem cleveren Echtzeitstrategie-System. Anstatt die bewährte Formel auf der Xbox 360 fortzuführen, ließen sich die Blueside-Ritter von der dunklen Seite verführen und warfen die Echtzeitstrategie aus dem Spielkonzept. Und anstatt wenigstens das ’Dynasty Warriors’-Konzept zu verfeinern und einmal mehr opulente Schlachtengemälde zu inszenieren, versuchte man noch mehr in Richtung ’Diablo’ oder ’Baldur’s Gate: Dark Alliance’ zu schreiten. Und die Geschichte nahm kein gutes Ende, wie ihr am Ende dieses Reviews erfahren werdet.

Kein gutes Ende nahm auch die Zusammenarbeit zwischen der dunklen und hellen Seite in der Story von ’Circle of Doom’. Das Fantasy-Reich wurde je nach Zeitalter abwechselnd von einem Lichtgott und einem Schattengott beherrscht. Doch das helle Kerlchen störte sich irgendwann daran, dass sein dunkler Geschäftspartner in seiner Amtsperiode stets die schöne Welt in einen düsteren Ort verwandelte und weigerte sich auf einmal, den Thron zu räumen. Es kommt, wie es kommen muss: Das Land wird in Kriegswirren gestürzt, während die Anhänger der dunklen und der hellen Seite sich beharken und unzählige Monster die Regionen bevölkern.

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