Test - James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau : James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau

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James Bond feiert auch in diesem Jahr seine Rückkehr auf die Konsolen. Angelehnt an den Film 'Liebesgrüße aus Moskau' erwartet euch diesmal nicht der moderne Brosnan-Bond, sondern Sean Connerys Version des Agenten im gleichnamigen Third-Person-Actionspiel von EA.

Angelehnt an den gleichnamigen Film 'Liebesgrüße aus Moskau' erwartet euch diesmal nicht der moderne Brosnan-Bond, sondern Sean Connerys Version des Agenten. Nach den recht durchwachsenen Vorgängern will EA diesmal nun alles richtig machen. Schon der Einstieg soll zeigen, wie der Hase läuft. Nach einem kurzen Intro dürft ihr sogleich eine Präsidententochter mit reichlich Schießereien und einem Jetpack aus der Misere retten – ein guter Auftakt. Danach folgen mit einem Garten-Labyrinth und den Trainingsräumen von Q erst mal zwei mehr oder weniger als Tutorial gedachte Levels, bevor die eigentliche Story richtig ins Rollen und ihr nach Istanbul kommt. Die insgesamt 18 Levels, davon vier Bonus-Level, bieten im Grunde ansprechende Abwechslung, sind aber durch die Bank sehr linear. Mal seid ihr per pedes in Gebäuden unterwegs, mal am Steuer eines Aston Martin mit Simpel-Steuerung, mal Rail-Shooter-ähnlich am Geschütz eines Motorboots in den Kanälen unter Istanbul. Für Orientierung sorgt dabei ein Mini-Radar mit Map und Symbolen für wichtige Objekte, Gegner und Personen. Neben der Einzelspieler-Story in drei Schwierigkeitsgraden gibt es noch einen mageren Multiplayer-Modus mit einer Hand voll Spiel-Modi, in denen bis zu vier Spieler (PS2 mit Multitap) im Splitscreen gegeneinander antreten können. Ein Online-Modus fehlt in allen Versionen.

Waffen- und Gadgets für 007

Eure zahlreichen Gegner erledigt ihr mit einem ordentlichen Waffen-Arsenal, welches von der obligatorischen Pistole über MP und Sturmgewehr bis hin zur Bazooka alles Wichtige umfasst. Munition hierfür gibt es in den Levels selbst und von erlegten Gegnern, ebenso wie Rüstungsschutz und die eine oder andere Waffe. Die Gegner gehen mit durchschnittlicher Intelligenz zur Sache – mal kommen sie aufgereiht wie die Perlen auf der Schnur, mal nutzen sie Deckung oder stürmen auf euch zu. Natürlich stehen euch auch wieder die berühmt-berüchtigten Tools und Gadgets zur Verfügung, die allerdings meist nur an vorbestimmten Stellen per Knopfdruck zum Einsatz kommen und außerhalb dessen kaum sinnvolle Verwendung finden. So kraxelt ihr per Wurfseil Wände hoch, schickt einen Mini-Hubschrauber durch Lüftungsschächte und sprengt damit Türen oder zückt die Armbanduhr mit eingebautem Laser. Auch schleichen und eure Gegner im Nahkampf malträtieren ist möglich, dies kommt aber ebenfalls nur selten zum Einsatz, denn ihr seid mit bloßer Waffengewalt zumeist deutlich schneller am Ziel.

Upgrades für 007 und Equipment

Des Weiteren könnt ihr ab und an Behälter durchsuchen oder Geheimdokumente einsammeln und per Minispiel Aktenkoffer knacken, was euch wiederum Forschungspunkte verschafft, mit denen ihr eure Waffen und Tools mit zahlreichen Upgrades ausstatten könnt. So könnt ihr für Waffen Munitionskapazität, Feuerkraft oder Feuertempo verbessern, den Schutz eurer Rüstung aufpolieren oder Tools länger einsetzbar machen. Überhaupt bietet das Item- und Inventarsystem eine Reihe Möglichkeiten und gehört damit eindeutig zu den besseren Spiel-Elementen: von der alternativ einsetzbaren Munition für eure Schusswaffen bis hin zu verschiedenen Outfits für 007 oder freischaltbaren Extras wie Trailer, Film-Charaktere oder Konzeptzeichnungen.

Solide Präsentation mit Schwächen

Im Hinblick auf die Präsentation zeigt sich ein eher wechselhaftes Bild. Gut gelungen ist die Darstellung der Charaktere, allen voran James Bond himself, wobei die Animationen leider wieder abfallen. Die Grafik der Levels reicht von sehenswert bis langweilig, speziell im Hinblick auf die eher schwachen Texturen. Die grafischen Unterschiede zwischen den drei Versionen sind nicht der Rede wert. Die deutsche Sprachausgabe bietet solide Arbeit ohne Begeisterungspotential, während die englische Sprachausgabe mit der Originalstimme von Sean Connery glänzt, dessen sonores Organ mittlerweile allerdings etwas zu alt klingt für den berühmtesten aller Agenten. Gut gelungen ist die Einbindung des filmnahen Soundtracks.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
So richtig begeistern können mich 007s Liebesgrüße nicht, dazu ist das Gameplay trotz des guten Upgrade-Systems zu linear und eingeschränkt. Auch visuell kommt das Spiel nur selten über den Durchschnitt hinaus. Bond-Fans und Gelegenheitsspieler erwartet ein solides, aber etwas uninspiriert wirkendes Action-Spiel.

Überblick

Pro

  • gute Umsetzung der Film-Charaktere
  • gelungenes Upgrade-System
  • viele freischaltbare Extras
  • Sean Connery spricht die englische Version
  • viele Gadgets und Moves ...

Contra

  • ... die kaum wirklich notwendig sind
  • niedriger Schwierigkeitsgrad
  • einige Längen im Gameplay
  • schwacher Multiplayer-Modus
  • sehr linear
  • eingeschränkte Möglichkeiten

Wertung

  • PS2
    72
    %
  • Xbox
    72
    %
  • GCN
    72
    %

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