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Test - Jak X : Jak X

  • PS2
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Nervende Rennen

Leider sind aber nicht alle diese Spielmodi gelungen: Während vor allem die Deathmatches dank packender Action, zahlreicher Waffen und einer hohen Geschwindigkeit begeistern können, enttäuschen die gewöhnlichen Streckenrennen auf ganzer Linie. Grund dafür sind die Steuerung sowie die künstliche Intelligenz der Computerfahrer. Die Fahrzeuge in 'Jak X' lassen sich nämlich leider alles andere als einfach über die Strecken lenken, sondern reagieren beim Fahren von Kurven mitunter empfindlicher als so manch ein Formel-1-Wagen, dem die Flügel fehlen. So schlittert ihr häufig mehr, als gezielt zu fahren, werdet von kleinsten Unebenheiten durch die Luft geschleudert und landet nicht selten mit der Nase an einer Wand, wo ihr so ohne Weiteres erst mal nicht mehr wegkommt – den Spielfluss hemmt das enorm. Dazu kommt ein viel zu holpriges und undurchdachtes Streckendesign: Wenn man bei einem Arcade-Racer regelmäßig zur Orientierung auf die Karte gucken muss, läuft etwas falsch. Die künstliche Intelligenz schließlich nervt schlichtweg mit dem typischen Gummibandverhalten: Fahrt ihr perfekt, bleiben euch die Gegner trotzdem dicht auf den Fersen, fahrt ihr langsam, setzen sie sich dennoch kaum ab.

Negativer Höhepunkt der Rennen ist, dass es im Grunde völlig sinnlos ist, an die Spitze zu fahren, da ihr dort vor Angriffen der Kontrahenten beinahe ungeschützt seid und innerhalb weniger Sekunden zum Opfer von Raketen werdet. Viel sinnvoller ist es, die ganze Zeit den Gegnern hinterherzufahren und dann kurz vor dem Ziel an die Spitze zu rasen. Sehr unmotivierend! Auch das Respawn-System nach einem Abschuss ist verkorkst: Das Spiel wirft euch an den seltsamsten Stellen auf die Strecke zurück. Zudem seid ihr entgegen dem üblichen Standard zunächst nicht ein paar Sekunden vor Angriffen geschützt, sodass ihr im schlimmsten Fall direkt einen weiteren Unfall hinnehmen müsst.

Zum Glück gleichen die besagten Deathmatches sowie alle übrigen Rennvarianten die genannten Fehler beinahe aus. Ärgerlich ist es aber dennoch, trefft ihr die Streckenrennen im Story-Modus doch am häufigsten an und müsst sie sogar perfekt als Sieger bestehen, um einen Cup zu bewältigen. Als weiteren Ausgleich gibt es erfreulicherweise aber einen außerordentlich gut gelungenen Multiplayer-Part, in dem ihr euch entweder per Splitscreen mit einem Freund oder online mit bis zu fünf weiteren Teilnehmern um Siege schlagen könnt. Wer spannende Mehrspielerpartien sucht, ist mit 'Jak X' daher bestens bedient.

Spaß mit Daxter

Was wäre ein 'Jak'-Abenteuer schon ohne coole Sprüche von Daxter, weshalb Entwickler Naughty Dog insgesamt rund eine Stunde Zwischensequenzen in das Spiel integriert hat, die ihr vor oder nach besonderen Rennen zu Gesicht bekommt. Technisch und auch in Sachen Humor bewegen sich diese Sequenzen auf oberstem Niveau. Gleiches gilt für die Grafik von 'Jak X' im Allgemeinen: Hübsche, detailreiche Strecken, beeindruckende Effekte und insbesondere ein überzeugendes Geschwindigkeitsgefühl zeichnen das Spiel aus.

Auch die komplett deutsche Sprachausgabe weiß zu gefallen und rettet den Witz des englischen Originals gut ins Deutsche herüber. Soundtrack sowie Effekte halten sich dagegen unauffällig im Hintergrund – sie nerven zwar nicht, aber wenn man zurückdenkt, fragt man sich nur: War da eigentlich was?

Fazit

von Fabian Walden
Es ist nicht alles Gold, was 'Jak' heißt, dachte ich nach den ersten paar Runden. Doch dann kamen Todesrennen, Schlachten um Artefakte, Turbo-Hatz, Monsterjagd und, und, und – die Abwechslung ist klasse. Klar, man hat alles schon einmal woanders genauso gesehen, doch die actionreichen Partien passen einfach perfekt zu Jak und Daxter. Schade ist nur, dass man zwischendurch dann doch immer wieder die nervenden Streckenrennen absolvieren muss und Fahrzeugphysik sowie Steuerung für einen Arcade-Racer viel zu sensibel und unausgereift sind. Multiplayer-Fans können dennoch unbesorgt zugreifen, während Einzelspieler 'Jak X' vor dem Kauf anspielen sollten.

Überblick

Pro

  • viele Spielvarianten
  • sehr actionreich
  • coole Multiplayer-Modi
  • effektvolle Grafik
  • humorvolle Zwischensequenzen

Contra

  • schwaches Streckendesign
  • Gummiband-KI
  • problematische Steuerung und Physik
  • Fahrzeuge zu empfindlich

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