Test - Immortal Cities: Kinder des Nils : Immortal Cities: Kinder des Nils

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Noch vor einigen Jahren gehörten die so genannten Aufbauspiele zu den beliebtesten Genres überhaupt. In jüngster Vergangenheit konnte man die Neuveröffentlichungen allerdings an einer Hand abzählen. Die Jungs von Tilted Mill haben sich entschlossen, diesen Zustand mit einem neuen Titel der 'Immortal Cities' zu ändern. 'Kinder des Nils' verknüpft bewährte Elemente mit einigen frischen Ideen und will so neue Fans hinzugewinnen.

Wer wollte nicht schon immer mal in die Rolle eines allmächtigen Pharaos schlüpfen, der von seinen Untertanen vergöttert wird und über ein riesiges Imperium im altertümlichen Ägypten herrscht. Genau diese Möglichkeit bekommt ihr in 'Immortal Cities: Kinder des Nils' – und noch viel mehr. Allerdings müsst ihr euch das hohe Ansehen erst mal verdienen und auch eine altertümliche Metropole entsteht nicht einfach so über Nacht. Vor dem Lohn kommt also zunächst einmal die harte Arbeit.

Aller Anfang ist schwer

Zu Beginn habt ihr die Wahl, ob ihr euch von einem mehrstufigen Tutorial in die Feinheiten des Spiels und dessen Bedienung einführen lasst oder sofort loslegt. Auch geübten Genre-Fans empfehlen wir jedoch zumindest einen kurzen Blick in die Trainingsmissionen zu werfen, denn eines sei an dieser Stelle bereits gesagt: 'Kinder des Nils' ist unglaublich komplex. Wer sich ohne ein Grundfundament an Wissen an den Aufgaben des Städtebauers versucht, erkennt spätestens nach einigen Stunden Spielzeit, dass er gnadenlos gegen die Wand gefahren ist. Das ist eigentlich schon der erste Kritikpunkt, den sich Tilted Mill gefallen lassen muss. Trotz der guten, aber gleichzeitig etwas langwierigen Tutorials fällt es gerade Einsteigern sehr schwer, mit dem komplexen Spielkonstrukt klarzukommen. Etwas weniger wäre am Ende vielleicht doch mehr gewesen. Andererseits macht aber gerade diese Spieltiefe einen besonderen Reiz aus – ein zweischneidiges Schwert der besonderen Art.

Doch bleiben wir zunächst noch bei den Anfängen. Der Weg hin zur florierenden Großstadt samt einem hohen Ansehen bei der Bevölkerung ist lang und sehr steinig. Ihr selbst schlüpft eigentlich gar nicht in die Rolle eines einzelnen Pharaos, sondern übernehmt eher die Geschicke einer gesamten Dynastie. Segnet der Herrscher das Zeitliche, ist das Spiel also nicht vorbei, denn dessen Nachkommen übernehmen das Zepter. Dazu später noch etwas mehr. Das Hauptaugenmerk wandert erst mal auf den Aufbau einer funktionierenden Siedlung, die ihr im späteren Verlauf zu einer imposanten Stadt ausbauen werdet. Nach der Errichtung einiger Bauernhäuser, um eine erste Grundversorgung sicher zu stellen, ergibt sich gleich das erste Problem: Die Anzahl der verfügbaren Farmer ist anfangs sehr beschränkt und kann nur durch den Bau neuer Adelsbehausungen aufgestockt werden.

Gesagt getan, die ersten Edelmänner beziehen ihr schickes Domizil und beaufsichtigen die Erntearbeiten. Oha, jetzt verlangen die Wohlhabenden nach einfachen Waren und Luxusgütern, die jedoch nur von speziellen Handwerkern erstellt werden. Also wieder an den Zeichentisch des Städteplaners und die entsprechenden Läden aus dem Boden gestampft. Alleine an diesen noch recht kleinen Verzahnungen erkennt man die Komplexität des Spiels, die mit zunehmender Größe der Stadt noch weiter ansteigt. Weitere Aufmerksamkeit gilt dem Straßennetz, das für möglichst kurze Lauf- und Handelswege sorgen sollte. Behaltet auch immer die Überschwemmungsgebiete des Flusses im Auge. Liegen die Häuser zu nahe am Wasser, spült sie die nächste Flut einfach weg. Bleibt diese dagegen lange Zeit aus, gefährdet das die Landwirtschaft - Wohl und Übel liegen dicht beieinander.

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