Preview - Horizon: Zero Dawn : Ausgestoßen und auf der Jagd

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Horizon: Zero Dawn, das Spiel der ehemaligen Killzone-Entwickler Guerrilla Games, schleicht langsam der Veröffentlichung entgegen. Letztes Jahr sahen wir bereits erste Spielszenen auf der gamescom und auch dieses Jahr ist Horizon: Zero Dawn wieder vertreten. Konnten wir letztes Mal nur einer Präsentation beiwohnen, ließen uns die Jungs und Mädels von Guerrilla Games nach dem E3-Hands-on nun auch auf der gamescom an den Controller - und zwar für eine ganze Stunde.

Das Far-Cry-Flair

In einem recht begrenzten Gebiet, das für die Demo zur Verfügung gestellt wurde, hatten wir die Möglichkeit, mehrere kleine Aufgaben zu erledigen - oder sie einfach zu ignorieren. Wir ignorieren sie vorerst und schnappen uns mit einer der vier Waffen einen Robo-Bullen, um die Welt ein wenig zu erkunden. Leider stoßen wir sehr schnell auf die Begrenzung. Trotzdem ist die Umgebung wunderschön: dichte Gräser, fantastische Lichteffekte und vollgepackt mit liebevollen Details. Auch wenn Horizon: Zero Dawn deutlich besser aussieht als Far Cry 3 oder Far Cry 4, kommen bei den vor uns liegenden Landschaften Erinnerungen an Ubisofts Open-World-Shooter hoch. Möglicherweise liegt es auch an den Waffen. Überwiegend wird Pfeil und Bogen genutzt, zum Beispiel zur Jagd.

Jedes Robotertier hat eine oder mehrere Schwachstellen. Aloys technisch hoch entwickelte Ausrüstung erkennt diese Schwachstellen, wodurch sie deutliche Vorteile im Kampf hat: seien es seltsame Kanister mit grüner Flüssigkeit auf dem Rücken oder schlechter gepanzerte Gliedmaßen eines krabbenähnlichen Roboters. Mit unterschiedlichen Pfeilen oder Bomben, die durch eine Schleuder in Richtung der Gegner katapultiert werden können, lassen sich stärkere Feinde schwächen. Sind sie schwach genug, kann Aloy sie hacken und somit kontrollieren. So haben wir unseren Bullen gezähmt, nachdem er mit Seilen von uns an den Boden getackert wurde. Dadurch könnt ihr auch angriffsstarke Robos überzeugen, für euch zu kämpfen.

Aloy macht sich die Hände schmutzig

In der Präsentation vor der spielbaren Demo zeigten uns die Entwickler das Quest- und Dialogsystem. Quests findet ihr natürlich in Städten oder Dörfern, in denen die NPCs leben. In Dialogen lassen sich unterschiedliche Fragen auswählen, die eventuell Quests beeinflussen, solltet ihr falsche Fragen stellen oder einige auslassen. Ergibt Sinn - bestätigt ist dies allerdings nicht.

Aloy wird im Spiel zwar „Ausgestoßene“ genannt, sie wird aber von viele Einheimischen sehr geachtet, da sie sich jeder Gefahr stellt und die korrupten Maschinen jagt, denen niemand zu nahe kommen möchte. Warum die metallenen Wesen da sind und nicht die organischen, soll vorerst ein Geheimnis bleiben. Eine Erklärung dafür, warum sich 1000 Jahre nach der uns bekannten Zivilisation die Menschheit zurückentwickelt hat, soll es aber geben.

Horizon: Zero Dawn - E3 2016 Gameplay Demo
Das erst unlängst auf 2017 verschobene Horizon: Zero Dawn wurde anhand einer über acht Minuten langen Demo präsentiert.

Nach nun einer Stunde Spielzeit haben wir jeden der vier unterschiedlichen Robos gejagt, aufgespießt oder gezähmt, ihnen Fallen gestellt, sie in Brand gesetzt oder einfach im Kreis geritten. Spielerisch riss die Demo keine Bäume aus, genauso wenig wie es zum Beispiel ein Far Cry tut. Trotzdem war der Spaß da. Aloy ist wunderbar fix und wendig. Das kommt durch die Steuerung wunderbar rüber und sollte auch für jeden, der das Gameplay beobachtet, sichtbar sein.

Mit ihr herumzuhüpfen, zu rollen oder durch die Welt zu rutschen, trug stark zum positiven Gesamteindruck der Kampfmechaniken bei. Auch die Waffen waren sinnvoll und wir nutzten sie meistens alle in jedem Kampf. Eine sehr gute Voraussetzung für ein actionlastiges Open-World-Rollenspiel.

Fazit

Marek Orzechowski - Portraitvon Marek Orzechowski
Knackige Kämpfe in kontrastreicher Welt

Als Fan von Spielen mit offener Welt gefällt mir Horizon: Zero Dawn sehr gut. Die Kämpfe sind herausfordernd und bieten Platz für clevere Taktiken, die Welt schreit nur danach, erkundet zu werden, und rudimentäre Rollenspieleemente verfeinern das Gesamtpaket. Aloy ist überdies ein interessanter Charakter mit mysteriöser Geschichte.

Es schadet auch nicht, dass die Entwickler stark darüber nachgedacht haben, welche Waffen und Fähigkeiten Aloy nutzen soll. Nichts fühlte sich in dem kurzen Abschnitt nutzlos oder übermächtig an. Der Mix aus dem Arsenal, das ich in fast jedem Kampf vollständig nutzte, und Aloys Beweglichkeit waren wichtige Punkte, die zum erhöhten Spaßfaktor beitrugen. Es sieht gut aus, Guerrilla Games, lasst euch nicht vom Weg abbringen!

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