Test - Hearthstone: Der Schwarzfels : Kartenabenteuer für Einzelkämpfer

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Nachdem im Dezember mit Goblins vs. Gnomes eine Vielzahl neuer Karten für Hearthstone: Heroes of WarCraft erschienen ist, folgte vor Kurzem ein weiteres Soloabenteuer. Wir haben uns den DLC Der Schwarzfels etwas genauer angesehen sowie zahlreiche Schlachten geschlagen und verraten euch, ob sich der Kauf lohnt.

Klar, ein Kartenspiel lebt von seinen Karten. Davon gab es im vergangenen Dezember für Hearthstone: Heroes of WarCraft mehr als 120 neue Exemplare – also eigentlich mehr als genug. Doch was ist mit denjenigen Spielern, die gerne Soloabenteuer bestreiten, wie es bei Der Fluch von Naxxramas möglich war? Genau die kommen jetzt abermals auf ihre Kosten, denn Blizzard Entertainment hat mit Der Schwarzfels ein weiteres DLC-Abenteuer veröffentlicht.

Von Elementaren und Drachen

Bei Der Schwarzfels handelt es sich um eine Download-Erweiterung für Hearthstone, die sich im Kern auf Kämpfe gegen KI-gesteuerte Bossgegner konzentriert. Diesmal entführt euch Blizzard Entertainment in – nun ja, der Name lässt es ja bereits erahnen – den Schwarzfels. Wer schon mal World of WarCraft gespielt hat, weiß ungefähr, was ihn dort erwartet. Denn die Entwickler haben sich die Dungeons aus WoW als Vorbild für die Bossgegner des DLC-Abenteuers genommen.

Wie Der Fluch von Naxxramas ist Der Schwarzfels in mehrere Flügel unterteilt – fünf Stück, um genau zu sein. Die werden beziehungsweise wurden im wöchentlichen Rhythmus geöffnet, sodass pro Woche stets nur ein neuer Flügel zur Verfügung stand. Zu den Kosten kommen wir gleich. In jedem dieser Teilbereiche warten drei bis vier Bossgegner darauf, von euch im Kampf besiegt zu werden. Auch diesmal haben die Entwickler diesbezüglich sehr viel Einfallsreichtum bewiesen.

Der Drache Chromaggus beispielsweise legt euch in jeder Runde eine Zauberkarte auf eure Hand, die negative Konsequenzen für euch hat. Entsprechend schnell solltet ihr die besagten Karten wieder loswerden, was aber euer Spieltempo empfindlich bremst. Oder etwa der Kampf gegen Majordormus Exekutus: Wer dessen Lebenspunkte zu schnell reduziert, sieht sich plötzlich einer Armee von Magmariesen gegenüber. Als wäre das nicht genug, taucht gegen Ende der Auseinandersetzung sogar noch der Feuerfürst Ragnaros persönlich auf. Bis auf ein paar Ausnahmen sind die Kämpfe jedoch nicht allzu schwer – abwechslungsreich, aber eben nicht sonderlich herausfordernd.

Neue Karten braucht das Land

Vor allem geübte Hearthstone-Spieler dürften die meisten Bosse im ersten Anlauf bezwingen, sodass die reine Spielzeit recht kurz ausfällt. Hinzu kommen einige klassenspezifische Herausforderungen, die aber ebenfalls kaum fordernd sind. Da aber jeder Flügel 700 In-Game-Gold – oder wahlweise echtes Geld – kostet, hätten wir uns etwas mehr Inhalt und Anspruch gewünscht.

Immerhin ist ein Großteil der neuen Karten sehr interessant. Insgesamt könnt ihr euch 31 neue Exemplare erspielen, wobei der thematische Schwerpunkt bei Drachen, Elementaren und Zwergen liegt. Bis auf wenige Ausnahmen sind die meisten dieser Karten sehr nützlich und erweitern den taktischen Tiefgang von Hearthstone. Schon nach kurzer Zeit haben kaum noch gespielte Klassen ein großes Comeback gefeiert – zum Beispiel der Krieger. Vor allem die neuen Synergien mit den Drachenkarten sind sehr reizvoll und laden zum Experimentieren ein. Eine absolut übermächtige Karte ist nach dem aktuellen Stand der Dinge nicht dabei, was wir ebenfalls lobenswert finden.

Fazit

André Linken - Portraitvon André Linken
Kein spannendes Abenteuer

Das DLC-Abenteuer Der Schwarzfels unterscheidet sich im Kern nicht sonderlich von Der Fluch von Naxxramas: Ihr betretet im wöchentlichen Rhythmus einen neuen Flügel, tretet gegen zahlreiche Bossgegner an und kassiert dafür neue Karten. Abermals haben es die Entwickler aber verpasst, ein spannendes Abenteuer zu bieten. Letztendlich ist es eine durch platte Monologe verbundene Abfolge von Kämpfen gegen die KI – und die sind für halbwegs geübte Spieler nicht mal sonderlich herausfordernd. Und relativ teuer. Allerdings mangelt es nicht an Abwechslung, da nahezu jeder Boss eine interessante Spielmechanik vorweisen kann. Außerdem sind die neuen Karten gut gelungen. Sie erweitern die taktischen Möglichkeiten bei der Zusammenstellung neuer Decks. Hearthstone-Fans, die mal etwas Abwechslung vom täglichen PvP-Geschehen haben wollen, sollten sich den DLC auf jeden Fall etwas genauer ansehen.

Überblick

Pro

  • 5 Flügel mit neuen Bossgegnern
  • 31 neue Karten
  • abwechslungsreiche Bosskämpfe
  • interessante neue Synergien
  • gute Balance der neuen Karten

Contra

  • für halbwegs geübte Spieler wenig herausfordernd
  • fragwürdiges Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Inszenierung etwas schwachbrüstig

Wertung

  • PC
    7.5
    /10

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