Preview - Gears of War 4 : Multiplayer-Modus angespielt

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Die Gears-of-War-Serie begeistert schon seit ihren Anfängen viele Zocker. Epic Games machte das Genre des Deckungsshooters mit seiner Reihe quasi im Alleingang populär. Doch mit Gears of War Judgement, das von People Can Fly entwickelt wurde, kam der erste Unmut auf. Bei Gears of War 4 ist abermals ein neues Entwicklerstudio am Werk, dennoch soll es mehr zurück zu den Wurzeln gehen. Wir wurden nach London eingeladen, wo wir den Multiplayer-Modus anzockten, um uns selbst davon überzeugen zu können.

Gears of War 4 wird für Singleplayer-Freunde natürlich eine Kampagne bieten. Die ist dieses Mal mehrere Jahre nach den Ereignissen der Vorgänger angesiedelt. Die Locust sind besiegt, also alles Friede, Freue, Eierkuchen? Natürlich nicht. Doch statt mit Marcus Fenix und Co. zieht ihr mit dessen Sohn los.

Der Protagonistenwechsel kommt bis jetzt aber nicht bei allen gut an. Warum man diesen Schritt gewagt hat, ist recht einleuchtend: Man will mit frischen Helden starten, mit denen sich besser neue Abenteuer schreiben lassen. Schließlich wird mit Teil 4 auch ein neues Kapitel eingeläutet, da die Locust – zumindest soweit wir das verstanden haben – der Vergangenheit angehören und eine neue Bedrohung auf die Akteure lauert.

Abseits der Charaktere wird es noch weitere Neuerungen geben, wie die Waffe Dropshot oder neue Nahkampfmanöver, die man auch im Multiplayer-Modus sehen wird. So wird es möglich sein, aus dem Sprint über einen Deckung zu springen und, falls sich genau dort ein Gegner befindet, ihn wegzukicken und mit einem Messer zu erledigen. Aber Vorsicht, diese Art von Attacke kann auch gekontert werden.

Neue Mehrspielermodi

Ein neuer Modus, den wir anspielen konnten, ist „Dodgeball“ – oder wie man in Deutschland sagt: Völkerball. Zwei Teams à fünf Personen treten hier gegeneinander an. Wird ein Spieler ausgeschaltet, ist er aus dem Spiel raus – zumindest so lange, bis ein Team-Mitglied es schafft, einen feindlichen Spieler zu erledigen. Dann könnt ihr wieder in die Partie einsteigen. Das kann natürlich für spannende Momente sorgen, etwa wenn ein Spieler allein unterwegs ist, einer Übermacht gegenübersteht und nach und nach seine Kollegen wieder ins Spiel holt.

Das wird nicht der einzige neue Modus bleiben. Der Modus „Escalation“ soll vor allem eSportler ansprechen. Was genau hier das Ziel ist und wie er sich spielt, wurde aber noch nicht verraten. Nur so viel: In Zukunft wird eSports im Gears-Universum eine größere Rolle spielen, weshalb die Entwickler extra an einem Zuschauermodus gearbeitet haben, der das Geschehen überträgt, diverse Informationen anzeigt und verschiedene Kameraperspektiven bietet.

Jeden Monat neue Maps

Gears of War 4 wird mit zehn Multiplayer-Karten erscheinen. Nach dem Launch werden monatlich neue Karten veröffentlicht, die man kostenlos auf öffentlichen Servern spielen kann. Sie werden aber nicht permanent spielbar sein, sondern alle paar Wochen in die Playlists rein- und rausrotieren. Wenn ihr Karten, die gerade nicht in der Rotation sind, in privaten Matches spielen wollt, müsst ihr sie kaufen. Oder besser gesagt: Nur eine Person aus eurem Freundeskreis muss sie sich kaufen. Jeder, der das Spiel besitzt, kann dennoch mitspielen – nur eben nicht selbst ein Spiel mit dieser Karte starten.

Gears of War 4 - Tomorrow Trailer
25 Jahre nach Gears of War 3 muss JD Fenix das Erbe seines Vaters antreten und einer Serie seltsamer Vermisstenfälle nachgehen.

Wer Lust hat, einfach mal mit seinen Freunden gegen die KI zu spielen, wird sich darüber freuen, dass die Entwickler einen kooperativen Versus-Modus eingebaut haben. Fünf menschliche Spieler gegen fünf Bots? Absolut kein Problem mit Gears of War 4. Die Bots haben sogar unterschiedliche Persönlichkeiten und Stärken. Wie gut die KI agieren soll, dürft ihr festlegen. Leider konnten wir diesen Teil des Spiels noch nicht ausprobieren.

Mikrotransaktionen

Wie es die Mode so will, wird es auch bei Gears of War 4 Mikrotransaktionen geben. Im Spiel verdient ihr stetig Credits. Damit könnt ihr dann Kisten kaufen, die Karten enthalten. Das ist ähnlich wie bei den Kartenpacks von Plants vs. Zombies Garden Warfare. Keine dieser Karten soll die Machtverhältnisse im Spiel aber verschieben. Hier gehe es hauptsächlich um Individualisierungen. Um schneller an die Karten zu kommen, wird es möglich sein, Credits gegen Echtgeld zu kaufen.

Im Singleplayer-Modus wird auch das Wetter eine Rolle spielen und eventuell für schwierigere Bedingungen sorgen. Im Multiplayer-Modus wird man auf dieses Feature aus einem simplen Grund verzichten: Man möchte in packende Matches keinen Zufallsfaktor hineinbringen, der das Spielgeschehen zu sehr beeinflusst.

Fazit

Felix Rick - Portraitvon Felix Rick
Teil 4 fühlt sich bis jetzt viel mehr wie Teil 3 an als Judgement

Nach zwei Stunden mit dem Multiplayer-Modus von Gears of War 4 auf drei unterschiedlichen Karten und in zwei Spielmodi kann ich sagen: Gears of War bleibt sich treu. Nachdem sich Gears of War Judgement steuerungstechnisch und spielerisch etwas mehr in Richtung First-Person-Shooter entwickelt hat, fühlt sich Teil 4 bis jetzt viel mehr wie Teil 3 an. Team-Arbeit, Flankieren und raue Gewalt über kurze Distanzen stehen im Mittelpunkt.

Zwar sind die neuen Nahkampfattacken mit dem Messer ein ganz nettes Gimmick, ich bezweifle aber, dass sie gerade im Multiplayer-Modus spielerisch großartig relevant sein werden, weil man sie kontern kann. In den zwei Stunden Spielzeit gelang es mir zumindest nur einmal, einen dieser Angriffe auszuführen. Teil 4 scheint ein typisches Gears zu werden mit seinen dicken Wummen, schwerfälligen Figuren und der teilweise immer noch etwas hakeligen Deckungsmechanik. Fans wird das nicht großartig stören, ganz im Gegenteil – Gears bleibt eben Gears.

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