Special - Jahresrückblick 2013 : Kuro blickt zurück

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    Von wegen Stadt der Engel!

    Dann war die Zeit auch schon wieder reif, um nach Los Angeles zu reisen. Schließlich stand der Gameswelt-Crew eine aufregende E3 bevor. Und so cool die Messe war, mein Höhepunkt waren die allmorgendlichen Besuche im 54twenty, 5420 Hollywood Blvd. Solltet ihr mal in der Nähe sein, geht unbedingt hin und probiert das BLT-Sandwich. Der Knaller, sag ich euch. Es gab allerdings auch Negativerfahrungen. Da wäre zum Beispiel diese gruselige Dame, die mich in der Metro ansprach. Ich war gerade auf dem Weg zum Microsoft-Event und hatte meinen Zug verpasst. Sie fragte mich, ob ich wüsste, wo ich hinmüsste, was ich anfangs für einen ziemlich freundlichen Zug (HAHA!) hielt.

    Als sie mir dann allerdings bis nach Downtown folgte, mir ihre Nummer andrehte und meinte, dass sie doch eine gesellige Partnerin sei und mich liebend gerne mal in München besuchen komme, wurde mir komisch zumute. Ein Glück, dass sie sich, kurz bevor ich auf dem Event ankam, verabschiedete, da die Umgebung "nicht gerade ein sicherer Ort ist". Besonders abends. Sie sollte recht behalten. Noch nie traf ich in so kurzer Zeit so viele gruselige und gefährliche Gestalten. Wie ich das überlebte? Keine Ahnung. Sicherlich rettete mich mein Bart.

    Lebenstraum? Check!

    New York! Ich raste aus! Nein, ernsthaft: Ich bin komplett ausgerastet. Seit ich 18 bin, wollte ich schon immer mal zum Big Apple. Mir bot sich im Juli die Möglichkeit und ich schlug zu. Die WWE und (damals noch) THQ luden zum virtuellen Wrestlen. Und als ich hörte, dass wir den Ultimate Warrior interviewen dürfen, war ich vollkommen aus dem Häuschen. Ein Umstand, der sich ändern sollte. In den drei Tagen in der Hauptstadt der Welt ratterten Tim Lenzen und ich alles ab. Wir landeten abends gegen 22 Uhr und fuhren dann noch zum Rockefeller Center. Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es zur Anspielsitzung. Dann war es so weit: mein Interview mit dem Ultimate Warrior.

    Ich wurde eingangs schon gewarnt, dass er manchmal eine Schraube locker hat. Nach meinen ersten Fragen merkte ich, was sie damit meinten. Irgendwas passte ihm an mir nicht. Als er dann in Extase darüber philosophierte, was ein Wrestler braucht, um erfolgreich zu sein, steckte er mich mit seiner Leidenschaft an. Doch er unterbrach seine Rede, schaute mich grimmig an und bellte: "Warum lachst du so komisch?!"

    Ich verlor relativ flott meine komplette Fassung. Das Interview war im Eimer, meine Laune am Tiefpunkt. Alle anderen nahmen es mit Humor. Etwas, das ich mittlerweile auch kann. Anschließend eroberten Tim und ich weiter New York mitsamt Times Square und Brooklyn. Später wurden wir abgeholt und schauten uns WWE Raw im Barclay Center an. Episch. Wir saßen in einer edlen Lounge, aßen selbst gemachte Hotdogs und schmackhafte Muffins.

    Die Show war natürlich ebenfalls richtig fett. Es war der Abend, an dem Daniel Bryan von John Cena zu einem Titelkampf für Summer Slam herausgefordert wurde. Sämtliche Fans in der Halle rasteten komplett aus. Am Abreisetag besuchten Tim und ich den Central Park und verbrachten die letzten Stunden bei Shake Shacks. Dort gab es nicht nur phänomenale Hamburger, sondern auch die besten Milchshakes.

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