Test - Fat Princess : Fetter Mehrspieler-Spass!

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Capture the Fat meets Capture the Flag: Mit Kuchen vollgestopfte Prinzessinnen müssen von einer kuntenbunten Kriegerschar in ein gut befestigtes Schloss gewuchtet werden. Dabei geht es überaus witzig, schräg und blutig zur Sache. Ein Pflicht-Download für Mehrspieler-Fans?

Lang esse die Königin!

Es war einmal ein Königreich, in dem lebten einst zwei Prinzessinen glücklich in ihren Schlössern. Nach einem Techtelmechtel mit einer magischen Torte bemerkte die eine Holde, dass sie noch viel glücklicher ist, wenn sie kalorienreiche Süssspeissen in sich hineinstopft. Flugs wurde das Aufessen von tonnenweise Kuchen und Torten die Lieblingsbeschäftigung der beiden Damen. Doch von so viel Fett und Zucker wird man agressiv, und daher bricht ein Krieg zwischen den beiden Kaloriensammlerinnen aus. Schwups, schon sind beide Ladies im Kerker der Gegenparty. Wie es sich für fette Leute und den Hochadel im allgemeinen gehört, wird der Konflikt natürlich auf dem Buckel des Hofstaats ausgetragen.

So oder ähnlich fällt die Hintergrundgeschichte von Fat Princess aus. So ungewöhnlich die Story, so altbekannt ist eigentlich die Spielmechanik. Im Grunde handelt es sich bei dem zuckerig-schrägen Download-Titel auf PS3 um ein Multiplayer-Actionspiel nach typischem Strickmuster. Das Herz des Geschehens ist dann auch ein Capture the Flag-Modus. Allerdings klaut ihr keine Flagge in der gegnerischen Basis, sondern eure Prinzessin. Diese müsst ihr in das eigene Schloss zurückwuchten - schmort dabei die Kuchen-schlemmende Schönheit der Gegenpartei zugleich im Kerker, ist der Sieg euer.

Fünf Staatsdiener

Damit die kuchenlastige Siegesfeier beginnen kann, liegt allerdings ein weiter und ziemlich blutiger Weg vor euch.Denn trotz der niedlichen Cartoon-Optik kommt Fat Princess nicht ohne übertriebene Blut- und Gore-Effekte aus. Das Gemetzel-Feature können Zartbesaitete aber in den Optionen deaktivieren. Ansonsten gibt sich das Spielmenü karg. Abseits einer etwas langen Anleitung findet ihr bloss einen Einzelspieler- und einen Mehrspieler-Modus. Neben dem Haupt-Spielmodus gibt es noch die weniger unterhaltsamen Deathmatch- und Eroberungs-Varianten. Über den Fussball-Modus als Bonus-Spielchen hüllen wir besser den Mantel des Schweigens.

Der Solo-Part sollte à la Unreal Tournament höchstens als erstes Training verstanden werden. Der Fokus des PS3-Titels liegt klar auf dem Mehrspieler-Part. Bis zu 32 Spieler beharken sich auf den insgesamt neun Karten. Diese unterscheiden sich in klassischer Manier auch im Design. Piratenschiff, Römeranlage, Lava-Level und natürlich klassische Mittelalter-Schlösser sorgen für etwas Abwechslung. Leider ist die spielerische Map-Qualität stark schwankend. Apropos schwankend: Damit die Prinzessinen nicht so rasch abtransportiert werden können, füttert ihr sie mit Kuchen. So werden sie immer runder und schwerer.

Das Salz im Kuchen sind aber die Charakterklassen. Ihr startet stets als Arbeiter und könnt in dieser Rolle Rohstoffe sammeln und eure Basis absichern. Baut etwa Katapulte, Brücken, Verteidigungsanlagen, Sprungbretter und Leitern oder verstärkt die angegriffenen Tore eurer Festung. In jeder Basis befinden sich Hut-Maschinen. Zieht ihr einen Hut auf, wechselt ihr sofort in die jeweilige Klasse. Eine echte Kampfsau ist der Krieger, aber auch Schwarzmagier und Bogenschütze sind für die Offensive gut aufgehoben. Die heilenden Magier sind zur Unterstützung prima geeignet.

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