Special - Far Cry Primal : Der wahre Überlebenskampf

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Mit dem neuen Update zu Far Cry Primal fügt Ubisoft dem Action-Titel eine neue Komponente hinzu: Der Survivor-Modus soll dem neuen Teil der Far-Cry-Reihe einen stärkeren Fokus auf den Kampf ums Überleben geben. Wir haben uns in die Wildnis gestürzt und uns den neuen Spielmodus mal angeschaut. Inwiefern wird die Spielerfahrung erweitert? Ist Far Cry Primal jetzt eine knallharte Überlebenssimulation?

Auch wenn die Far-Cry-Formel nur minimal abgeändert wurde: Ubisoft ist ein spannendes Abenteuer gelungen, das euch in die unverbrauchte Steinzeit wirft. Zwar spielt ihr mit Takkar das erste Mal einen richtigen Jäger, doch der Überlebensaspekt wurde bislang relativ kleingeschrieben. Die offene Spielwelt ist so feindlich und gefährlich wie noch nie, allerdings bietet euch der Titel viele Komfortfunktionen, die euch quasi vergessen lassen, dass ihr euch in einem Szenario befindet, in dem der Mensch eigntlich um das nackte Überleben kämpft.

Das kostenfreie Survivor-Update ändert diesen Aspekt. Vor dem Spielstart werdet ihr gefragt, ob ihr die zusätzliche Herausforderung aktivieren wollt. Ein netter Kniff: Der Surivivor-Modus rammt den Schwierigkeitsgrad nicht in die Höhe. Ihr könnt also Far Cry Primal mit den neuen Features spielen, ohne dass jeder Gegner, egal ob Mensch oder Wolf, zum unüberwindbaren Endboss mutiert.

Was ändert sich?

Entscheidet ihr euch, ein neues Spiel in der Survivor-Version zu starten, dann solltet ihr einige Dinge beachten. Am wichtigsten ist vielleicht, dass eure Lebensenergie sich nicht mehr automatisch regeneriert. Eure Ausdauer wurde ebenfalls komplett überarbeitet. Sie leert sich permanent und füllt sich nur dann auf, wenn ihr euch ausruht. Habt ihr keine Ausdauer mehr, dann werdet ihr müde und langsamer.

Far Cry Primal - 101 Overview Trailer
In diesem fünfminütigen neuen Trailer verschafft euch Ubisoft noch einmal einen grundlegenden Überblick über das kommende Far Cry Primal.

Es gibt weniger Ressourcen in der Spielwelt, Pfeile herzustellen dauert jetzt eine Weile und eure tierischen Begleiter können nach dem Tod nicht mehr wiederbelebt werden. Das gilt auch für die legendären Raubtiere, die ihr zähmen könnt. Segnen diese das Zeitliche, sind sie für immer weg. Auch am Tag-und-Nachtwechsel schraubte Ubisoft. So dauert die Nacht nun wesentlich länger und ist noch düsterer. Ihr solltet es euch zweimal überlegen, nach Anbruch der Dunkelheit Oros zu erkunden.

Außerdem müsst ihr auf die Schnellreise verzichten. Aber da gibt es noch mehr: Permadeath. Wobei Ubisoft hier etwas Gnade walten lässt. In der ersten Variante bekommt ihr immer dann eine weitere Chance, wenn ihr mindestens drei Prozent des Abenteuers absolviert habt. Variante zwei ist deutlich härter. Da ist nach einem Fehlschlag Schluss.

Wie spielt es sich?

Der Titel wird etwas atmosphärischer, da ihr gezwungen seid, stärker auf eure Umgebung zu achten. Trotzdem ist Far Cry Primal im Survivor-Modus immer noch weit davon entfernt, sich auf einer Ebene mit zum Beispiel The Long Dark zu befinden. Dafür ist eure Ausdauerleiste ziemlich lang und wird nur langsam reduziert. Zudem werden andere Faktoren wie Hunger oder Krankheiten ebenfalls außer Acht gelassen.

Die Permadeath-Funktion eignet sich nur für den harten Kern. Nicht nur müsst ihr mit jedem Neustart das langwierige Tutorial absolvieren, in Oros werdet ihr ferner öfters mal vor unfaire Situationen gestellt. Während es vorher keine große Rolle spielte, wenn ein Adler aus dem Nichts auftauchte und euren Lebensbalken mit einem Angriff deutlich reduzierte, kann so eine hinterhältige Attacke nun den Tod bedeuten. Trotzdem: Wer eine neue Herausforderung sucht, sollte den Survivor-Modus unbedingt ausprobieren. Ubisoft wird mit dieser kostenlosen Erweiterung dem Steinzeitszenario gerecht.

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