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Test - Fantastic 4 : Fantastic 4

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Wie könnte es auch anders sein: Kaum kommt eine neue Comicverfilmung in die hiesigen Kinos, steht auch schon eine passende Software-Umsetzung bereit. So auch bei den ‘Fantastic Four‘, die in einem Actionspiel zeigen, was sie auf dem Kasten haben.

Wie könnte es auch anders sein: Kaum kommt eine neue Comicverfilmung in die hiesigen Kinos, steht auch schon eine passende Software-Umsetzung bereit. So auch bei den ‘Fantastic Four‘, die in einem Actionspiel zeigen, was sie auf dem Kasten haben. Allerdings ist das nicht allzu viel, wie wir feststellen mussten.

Nah an der Vorlage

Die Hintergrundgeschichte dürfte mittlerweile jedem bekannt sein, der entweder die Comics gelesen hat oder in den letzten Tagen im Kino war. Ein Team aus Astronauten und Wissenschaftlern fliegt ins All, um dort einen kosmischen Nebel genauer zu untersuchen. Allerdings geht dabei so ziemlich alles schief, was schief gehen kann, und die Crewmitglieder entgehen nur knapp dem Tod. Aufgrund der Strahlung verändern sich jedoch ihre Gene und ab sofort verfügt jeder von ihnen über besondere Kräfte. Sue Storm kann sich beispielsweise unsichtbar machen und beherrscht die Telekinese. Ihr Bruder war schon immer ein Heißsporn und verwandelt sich bei Bedarf in eine menschliche Fackel. So ausgestattet und zunächst völlig verwirrt starten die vier Freunde in ein Actionspiel, das sie durch über zehn Missionen führt. Anfangs lernt ihr die einzelnen Charaktere samt ihren Fähigkeiten kennen und folgt dann dem groben Verlauf des Films.

Verkorkste Prügelei

Auf der Tagesordnung: massig böse Jungs und Roboter verkloppen und dabei die übersinnlichen Kräfte einsetzen. Zeitweise dürft ihr sogar zwischen mehreren Mitgliedern des Teams hin- und herschalten, um kleine Schalterrätsel zu absolvieren und kooperative Kampfaktionen durchzuführen. Klingt spannend, ist es aber nicht wirklich. Anfangs macht die Klopperei noch halbwegs Spaß, was vor allem an den unterschiedlichen Fähigkeiten der Superhelden liegt. Der größte Malus ist die lieblos konvertierte Konsolensteuerung, die auf dem PC nur mit einem Gamepad vernünftig funktioniert. Wer keines hat, verkommt zum Fingerakrobaten wider Willen und hat schnell mit Frust zu kämpfen. Auch die störrische Kameraperspektive trägt ihren Teil dazu bei und sorgt nicht gerade selten dafür, dass ihr sowohl die Übersicht als auch den Gegner aus den Augen verliert. Hinzu kommt ein ödes Leveldesign sowie die nicht ganz nachvollziehbare KI eurer Kumpanen, die mal superschlau agieren und im nächsten Moment dumm wie eine Scheibe Lebewurstbrot sind. Wer einen Freund zur Hand hat, darf sich auch zu zweit durch das Abenteuer schlagen, was etwas spaßiger ist als der reine Solo-Modus.

Effekthascherei

Spielerisch sieht es also eher düster aus, doch wie steht es mit der Optik? Hier kann das Spiel durchaus punkten. Die effektvoll inszenierten Prügelorgien machen ebenso wie die Animationen einen gefälligen Eindruck und auch die Bossgegner sehen teilweise recht beeindruckend aus. Allerdings sind die immer wieder eingestreuten Cutscenes nicht immer sehenswert. Besonders aufgesetzt und grausig klingt die deutsche Sprachausgabe, die so etwas wie Atmosphäre erst gar nicht aufkommen lässt. Immerhin untermalt die Musik das Geschehen recht ordentlich.

Fazit

André Linken - Portraitvon André Linken
Ne, das war nix! ‘Fantastic Four' ist eine der klassischen Lizenzgurken, die nur beinharten Fans der Film- und Comicvorlage gefallen dürfte. Zu viele Macken ersticken den aufkommenden Prügelspaß im Keim. Hände weg!

Überblick

Pro

  • effektvolle Prügelorgie
  • zu zweit recht spaßig
  • coole Special Moves

Contra

  • auf Dauer sehr eintönig
  • verkorkste Steuerung
  • miese Kameraführung
  • schlechte Sprachausgabe

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