Special - Fallout 4: Survival-Modus : Das Ödland wir zum Todland

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Erste Chance vertan

Als Bethesda offenbarte, dass auch Fallout 4 einen Hardcore-Modus, hier „Survival-Modus“ genannt, haben werde, war die Freude groß. Der Spaß am Scheitern hatte in der Zwischenzeit durch Spiele wie Dark Souls eine Renaissance erlebt. Viele Spieler waren auf der Suche nach neuem Nervenkitzel abseits der Watte, in die Videospiele einen in der Regel packen. Wie der Survival-Modus letztendlich im Spiel dargeboten wird, ist leider sehr ernüchternd. Im Grunde handelt es sich nur um einen noch höheren Schwierigkeitsgrad. Das heißt: Gegner verursachen mehr Schaden, während man selbst per VATS kein Scheunentor mehr trifft.

Der einzige andere nennenswerte Unterschied: Spielt man im Survival-Modus, trifft man häufiger auf legendäre Gegner, die dementsprechend hochwertiges Loot liegen lassen. Findige Spieler entdeckten freilich schnell einige Exploits, um ohne großes Risiko in kurzer Zeit an die mächtigsten Waffen des Spiels zu kommen. Immerhin merkte man auch bei Bethesda, dass der Survival-Modus in der jetzigen Form eine Enttäuschung ist, und versprach Nachbesserungen. Die ließen lange auf sich warten, können aber nun im neuesten Beta-Update auf Steam ausprobiert werden.

Was bringt die Zukunft?

Einige Dinge können sich bis zum endgültigen Release noch ändern, aber die überarbeitete Fassung des Überlebensmodus geht wieder eindeutig in die Richtung des Hardcore-Modus von New Vegas. Laut Bethesda wolle man die Spieler dazu bringen, gewissenhafter mit ihrer Ausrüstung umzugehen und die Welt gründlicher zu erkunden. Daher wird es in Zukunft keine Schnellreisefunktion mehr geben, Speichern ist zudem nur noch in Betten möglich. Neben Todeskrallen, Raidern und Supermutanten gehören demnächst auch Viren zu euren größten Feinden. An allen Ecken lauern Krankheiten, gegen die ihr die jeweils passende Medizin einwerfen müsst. Stimpacks haben als Allheilmittel ausgedient.

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Im Kampf steht euch nun ein Adrenalin-Skill zur Verfügung, der mit jedem getöteten Widersacher euren Schaden erhöht. Klingt hilfreich, verführt aber auch zu Leichtsinn, zumal Gegner auf eurem Kompass nicht mehr angezeigt werden. Es sei denn, ihr habt sie vorher mit einem Fernrohr markiert. Die geplanten Änderungen klingen nach genau dem Survival-Modus, den Fallout 4 schon von Anfang an verdient gehabt hätte. Hoffen wir, dass bald alle Spieler in den Genuss des wahren Ödlands kommen.

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