Special - Fallout 4: Survival-Modus : Das Ödland wir zum Todland

  • PC
  • PS4
  • One
Von Kommentieren

Kaum hat man in einem Fallout-Spiel die Tiefen des Vaults verlassen, beginnt der Kampf ums Überleben. Nicht nur die mutierte Flora und Fauna wollen euch an die Wäsche, auch die karge Landschaft wird schnell zum Feind. Die meisten Wasser- und Nahrungsvorräte sind verseucht, sämtliche Fahrzeuge haben längst ihren Geist aufgegeben und saubere Bettwäsche ist seltener als in einer Studenten-WG. So weit, so schlecht. Ein paar masochistischen Fans ging das aber nicht weit genug.

Fallout 1 und 2 waren hart. Die Rollenspielklassiker für den PC verziehen kaum einen Fehler und gaben so gut wie keine Hilfestellungen. In Teil 1 saß euch zudem ein Zeitlimit im Nacken. Wer seine Ressourcen nicht optimal nutzte und in den Gefechten taktisch klug agierte, lag schnell im Staub. Der Quick Load wurde zum besten Freund. Als 2008 Fallout 3 runderneuert und unter neuer Schirmherrschaft erschien, war so mancher Serienveteran alles andere als begeistert. Nicht unbedingt wegen der neuen Perspektive oder der zahlreichen Spielmechaniken, die Bethesda von der Elder-Scrolls-Reihe übernahm. Nein, ihnen war die postnukleare Welt schlicht zu harmlos geworden.

Die Stunde der Modder

Komfortable Speichermöglichkeiten allerorten, Questmarkierungen, die stets verlässlich zum nächsten Ziel führten, und weitere Annehmlichkeiten führten dazu, dass bei Fallout 3 alles ein bisschen entspannter ablief. Auf dem PC rief dies schnell die ersten Bastler auf den Plan. Sogenannte Realismus-Mods sorgten für ein dramatischeres Spielerlebnis und einen höheren Schwierigkeitsgrad. So führte zum Beispiel eine der Mods dazu, dass ihr regelmäßig essen, trinken und schlafen musstet. Verletzungen heilten langsamer, Munition hatte ihr eigenes Gewicht. Andere Mods erhöhten den Schaden der Waffen, sodass jeder Treffer zum sofortigen Tod führen konnte. Natürlich ließen sich die Mods auch kombinieren.

Während PC-Spieler, die nach einer neuen Herausforderung suchten, damit versorgt waren, mussten sich Konsoleros noch etwas länger gedulden. Fallout: New Vegas erschien von Haus aus mit einem speziellen „Hardcore-Modus“, bei dem sich die Entwickler sichtlich von den erfolgreichsten Mods inspirieren lassen hatten. Hilfsmittel wie Stimpacks und das strahlungsreduzierende RadAway wirkten nicht mehr sofort, sondern entfalteten ihre Wirkung über eine längere Spieldauer, verletzte Gliedmaßen ließen sich nicht an Ort und Stelle wegoperieren und tote Begleiter waren tatsächlich tot. Auch das stete Befriedigen der Grundbedürfnisse wie Nahrung und Schlaf wurde aus den Fan-Kreationen übernommen.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel