Test - F1 Grand Prix (PSP) : F1 Grand Prix (PSP)

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Rennspiel-Fans kommen zum Europa-Start der PSP wahrlich auf ihre Kosten - selbst ein waschechter Forme-Eins-Titel ist verfügbar. Ob ’F1 Grand Prix’ auf die Pole Position fährt oder eher auf die hinteren Ränge gehört, klären wir im Test.

Die Königsklasse des Motorsports, die Formel 1, hat sich bei den Fans zwar mit einem Desaster in Indianapolis nicht beliebt gemacht, dennoch zieht der Sport nach wie vor Millionen Rennsportjünger vor die Fernseher und auch vor die zahlreichen F1-Spiele auf den Heimkonsolen. Damit man nun auch unterwegs mit Schumi und Konsorten seine Runden drehen kann, wirft SCEE mit ’F1 Grand Prix’ einen entsprechenden PSP-Titel auf den Markt.

Handheld-Renner

Als erstes F1-Spiel auf der PSP macht sich der von Traveller’s Tales entwickelte Platzhirsch breit und bietet die aktuellen Saisondaten der Formel Eins WM 2005. So wird über alle bekannten Strecken gefahren und alle Fahrer sind mit dabei. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Karrieremodus, bei dem ihr in drei Schwierigkeitsstufen die Saison abspult. Jedoch müssen die beiden höheren Schwierigkeitsstufen erst einmal freigespielt werden. Ebenso sind die Einzelrennen anfangs gesperrt. Damit muss man zwangsläufig die WM auf der niedrigsten Stufe durchspielen und sich hier der guten KI erwehren, die aber erst in den höheren Stufen Probleme bereitet. Des Weiteren stehen die Modi ’Zeitfahren’, ’Schnelles Rennen’ und ’Szenario’ zur Verfügung. Bei Letzterem gilt es, bestimmte Aufgaben zu meistern, wie etwa eine bestimmte Anzahl an Fahrzeugen in kurzer Zeit zu überholen oder innerhalb eines Zeitfensters an die Box zu fahren und anschließend wieder schnell rauszukommen. Im Übrigen können auch bis zu 8 Spieler per WLAN gegeneinander antreten.

Auto-Flipper

Im Spiel selbst fällt sofort die teils recht merkwürdige Fahrphysik auf, die besonders in den engen Straßen von Monaco für teils skurrile Überraschungen sorgt. Kommt ihr hier einmal gegen die Streckenbegrenzung, federt der Wagen sofort zurück, um anschließend in die gegenüberliegend Wand zu klatschen. Damit bewegt sich der Wagen hin und her wie eine Flipperkugel. Ohnehin ist die Physik sehr simpel gehalten und ganz für ein Spielchen zwischendurch ausgelegt. Nach ein paar Runden weiß man aber, wie der Wagen reagiert, und kann schon eigene Bestzeiten in den Asphalt stanzen. Wer Hilfe braucht, kann zudem auf einen Brems-Assistenten zurückgreifen. Damit können sich auch absolute Anfänger schnell über erste Erfolge und gute Platzierungen freuen.

Schneller als ein Ferrari

Bei der Grafik fährt die PSP schweres Geschütz auf und rast bei den PSP-Racern vorne mit. Trotz vieler Wagen auf den schick texturierten Strecken fällt die Framerate nicht in den Keller und ist damit wohl schneller als das aktuelle Fahrzeug der Scuderia. Ebenso ist der Sound passend und sorgt für das typische und für die PSP ernorm laute Drehzahlgekreische der F1-Wagen. In Bus und Bahn sollte man jedoch seinen Kopfhörer nutzen, um nicht die Wut einiger Langschläfer auf sich zu ziehen.

Fazit

von R Kwiecin
’F1 Grand Prix’ ist derzeit der einzige F1-Racer auf der PSP - wer sich im F1-Cockpit wohl fühlt, kann durchaus zugreifen. Leider ist der Umfang sehr gering und die Fahrphysik extrem simpel. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler die WLAN-Anbindung nutzen, um den Racer in Zukunft mit aktuellen Saisondaten ausstatten zu können.

Überblick

Pro

  • schicke und flüssige Grafik
  • guter Sound
  • 8 Spieler WLAN-Unterstützung

Contra

  • ausgesprochen lange Ladezeiten
  • geringer Umfang
  • schwache Fahrphysik

Wertung

  • PSP
    72
    %

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