Preview - End of Nations : Strategie mit unendlich vielen Gegnern

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In End of Nations, dem ersten echten Strategie-MMO und neuen Spiel der Entwickler von Star Wars: Empire at War, können Tausende Spieler weltweit in Koalitionen miteinander oder gegeneinander antreten.

30 Jahre in der Zukunft: Die Wirtschaft ist endgültig kollabiert, die Regierungen sind gestürzt und die Menschen kämpfen um die verbliebenen Energieressourcen. Wir treten aufseiten der Freedom Fighters ins Spiel und damit auch in den Krieg ein.

In der Präsentation von Michael Legg von Petroglyph sehen wir dann zuerst unsere Basis. Das ist ein weitläufiges, eingezäumtes Gebiet mit einigen Bunkern und Hallen mitten im Urwald. Natürlich können wir noch weitere Gebäude, wie Fabriken für Einheiten, errichten. Unter der Idylle mit grünen Bäumen und einem Wasserfall liegt unser Arsenal. Da sind alle Einheiten abgestellt. Die Fahrzeuge lassen sich übrigens auch umlackieren und somit personalisieren, was bei eventuellen Online-Megaschlachten auch durchaus Sinn hat. Weil wir in eine Schlacht aber nur 20 Einheiten führen dürfen, können wir unsere Panzer oder andere Vehikel mit gesammelten Punkten aufleveln.

Der grüne Tisch

Danach besuchen wir den War-Room. Auf verschiedenen Anzeigetafeln sehen wir dort, was gerade in der Welt los ist, diverse Statistiken und auch die Auswahl für die unzähligen Missionen. Nebenbei gibt's noch Updates im Facebook-Stil, wir können von hier aus mit Freunden chatten und natürlich können wir auch gucken, welches Spiel gerade läuft. Im Spiel kann man entweder mit einer Freundeskoalition, gegen seine Freunde oder allein gegen den Rest der Welt antreten.

End of Nations - gamescom 2010 Trailer
Strategie-Fans sollen mit End of Nations auf ihre Kosten kommen; wir haben einen frischen Trailer von der gamescom.

Und weil sich ein Spiel am besten damit erklären lässt, wenn man es spielt, steigt Chris Legg von Trion Worlds auch gleich in eine Schlacht ein. Die Gegner dafür sind die 25 Spieler draußen in Halle 9 der gamescom in Köln. In dem Capture-the-flag-Gemetzel geht es darum, eine Fahne zu erobern und auch die Stellung dort zu halten. Also rollt Chris mit seinen Panzern aufs Feld hinaus und hat schon die ersten gegnerischen Einheiten vor sich. Das sieht alles wie in Command & Conquer aus, die Grafik des Spiels setzt auch keinen Meilenstein. Aber die Möglichkeit, eben mit Tausenden Leuten online zu spielen - oder wie jetzt gerade gegen die 25 Spieler -, macht das Spiel schon sehr interessant.

Die Entwickler-gegen-Spieler-Schlacht

Die ersten gegnerischen Vehikel schießt Chris noch mit seinen Panzern ab, der Weg zur Fahne ist schon frei. Allerdings dringen jetzt von links und rechts weitere Einheiten in das Zielgebiet vor und Chris hat alle Mühe, sie abzuschütteln. Um siegreich davonzukommen, schickt er auch gleich drei Luftschläge über die Karte - was sich natürlich verheerend auf die Schlagkraft der anstürmenden Truppen auswirkt. Allerdings setzt keiner seiner Kombattanten einen Luftschlag ein, was uns rätseln lässt, ob die gamescom-Spieler überhaupt über einen verfügen.

Trotz des Kriegsgetümmels ist der MMO-typische Interface-Brocken unten auf dem Bildschirm nicht zu übersehen. Links stehen hier wie gewohnt die verfügbaren Skills, rechts die Einheiten. Da aber nicht mehr allzu viele Einheitenfelder vorhanden sind und noch dazu einige bereits gefährlich blinken, zieht der Entwickler gegen die Spieler den Kürzeren und verliert die Schlacht. Vielleicht hätte Trion World fürs Vorspielen doch einen richtigen Strategie-Crack engagieren sollen.

Fazit

Hans Schneeweiss - Portraitvon Hans Schneeweiss
End of Nations, das erste Strategie-MMO für PC, sieht Command & Conquer zwar zum Verwechseln ähnlich, eröffnet mit Tausenden von möglichen Spielern aber eine ganz andere Strategiedimension. Dass wir nur 20 Einheiten aufs Schlachtfeld schicken können, wird zwar Panzerbauern nicht unbedingt gefallen, die Stärke der Waffen lässt sich aber ohnehin aufwerten. Und wenn wir dadurch gezwungen werden, erst ein bisschen nachzudenken und dann erst zu schießen, kann das sicher auch nicht schaden. Einzig die Grafik ist nicht besonders berauschend.

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