News - Sims-Streamer belästigt Minderjährige : EA reagiert, allerdings erst viel zu spät

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Dem Sims-Streamer DylanSimz wird sexuelle Belästigung Minderjähriger vorgeworfen. Besonders pikant: Er kooperierte mit EA, doch der Publisher sah weg.

Bis vor wenigen Tagen war der Sims-Content-Creator DylanSimz noch ein erfolgreicher Influencer für die Lebenssimulation. Inzwischen hat er seinen Job an den Nagel gehängt, allerdings keineswegs freiwillig. Lange wurde ihm online missbräuchliches Verhalten sexueller Natur gegenüber Minderjährigen vorgeworfen. Insbesondere ist der Fall von Brisanz, da DylanSimz Teil von EAs Game-Changer-Programm ist. Der Publisher sah trotz Beschwerden allerdings lange weg und ließ den Streamer weiter sein Ding machen.

DylanSimz ist bereits seit dem 5. März 2019 nicht mehr als Sims-Influencer aktiv. In der Community des Spiels war er eine bekannte Größe. Angeblich nutzte er diesen Einfluss aber, um auf sexuelle Weise in Kontakt mit Minderjährigen zu kommen. Einige der Opfer meldet sich eigenen Angaben zufolge schon vor Monaten bei EA, um auf das Verhalten des Streamers aufmerksam zu machen, der mit dem Unternehmen kooperiert. Die Antworten seien ernüchternd gewesen. Man könne nichts tun, wenn es sich nur um private Unterhaltungen handle. Zumindest habe das der Maxis-Entwickler SimsGuruSteve vor Wochen geantwortet, als sich ein Opfer ihm anvertraute.

Wie Kotaku berichtet, habe DylanSimz wiederholt Minderjährige über Text- und Video-Chats dazu aufgefordert, sexuell in Kontakt mit ihm zu treten. Viele Betroffene sollen sich aufgrund seiner Partnerschaft mit EA und seines Status' nicht getraut haben, die Vorkommnisse zu melden. Abweisungen sollen aber nicht die Ausnahme in den Fällen gewesen sein, in denen sie es doch taten. Erst eine andere Sims-Influencerin (Pastel Sims) erzielte die nötige Aufmerksamkeit, um die Dinge ins Rollen zu bringen. Dabei gab es erste Beschwerden bereits im Dezember.

"Das ist auf so viele Arten erschreckend, aber was noch viel alarmierender war ist der Fakt, dass die Opfer zwei Sims-Gurus [Entwickler] kontaktiert haben, um ihnen zu erzählen, was passiert ist und den Mann zu melden, da er EA-Game-Changer ist. Was haben sie gemacht? Gar nichts!", prangert Pastel Sims in einem Video an. Erst jetzt entschuldigt sich EA für das Geschehene in einem offenen Brief.

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