Preview - Die Siedler 6 (Arbeitstitel) : Die Siedler 6 (Arbeitstitel)

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“Wir werden das beste Siedler aller Zeiten vorstellen“, so die markigen Worte der Ubisoft-PR vor der Präsentation der neuesten Blue-Byte-Entwicklung. Lange Zeit bereits ein offenes Geheimnis, ist es nun Fakt: Die bekannteste deutsche Spieleschmiede wagt sich erneut ans Wuselthema und präsentiert mit 'Die Siedler 6' einen weiteren Teil der beliebten Aufbaustrategie-Serie.

Eineinhalb Jahre sind die Düsseldorfer Entwickler nun bereits "auf der Suche nach dem Siedler-Gen", nun, da sie es gefunden haben, war es an der Zeit, die Öffentlichkeit einzuweihen. 'Siedler 6' soll die besten Eigenschaften aller bisherigen 'Siedler'-Teile in sich vereinen und noch einen obendrauf setzen. So finden sich die Wege aus 'Siedler 2' wieder, wenn auch optional und nicht zwingend vorgeschrieben, der Grafikstil und wohl auch der Militärteil sowie die Heldengeschichten orientieren sich am letzten Teil und aus Teil drei erkennen wir als alte Siedler-Hasen schnell ebenfalls einige Reminiszenzen in Form der bekannten Grenzsteine, der Gebietserweiterung durch Türme oder auch des endlich wieder vorbildlich implementierten Feedbacks aus der Siedlung selbst.

Die Essenz des Siedelns

Doch bevor wir zu sehr ins Detail abschweifen, wollen wir euch die Grundmerkmale eines 'Siedler'-Spiels näher bringen. 'Die Siedler 6' ist ein Strategiespiel, das den Fokus eindeutig auf den Aufbau-Part und die Siedlung an sich legt. Das bedeutet für euch, es gibt wieder mannigfaltige Wirtschaftskreisläufe zu beobachten und zu kontrollieren, ihr macht mit beim Projekt "Schöner Wohnen" und verhelft euren Siedlern zu Glück und Wohlstand.

Im Gegensatz zum fünften Teil sind die Kreisläufe wesentlich transparenter, tiefgreifender, und es findet auch der Warentransport auf offener Straße statt. Die Teleportationsmaschinen aus dem fünften Teil wurden verkauft und jede Ware muss wieder von A nach B transportiert werden, um dort weiterverarbeitet zu werden. Dabei nehmen alle Siedler den Umweg über das zentrale Warenlager in Kauf, um dort ihre Produkte, u. a. Schlachtwild vom Jäger, Weizen vom Bauern, Honig vom Imker und natürlich Erz und Kohle, zwischenzulagern, bis die verarbeitenden Betriebe Bedarf haben und sich die jeweiligen Arbeiter ihre benötigten Waren abholen.

Dann funktioniert alles wie üblich, das Fleisch wird zu Nahrung verarbeitet, die Schmelze macht aus dem Erz brauchbares Eisen, der Weizen wird zu Mehl und schließlich zu Brot beim Bäcker, Bäckereiprodukte und Honig werden zu Naschereien weiterverarbeitet usw.

Zufriedene Bürger und Heldengeschichten

All diese Produkte dienen letztendlich einem Zweck: Die Bedürfnisse eurer Siedler zu befriedigen, denn nur zufriedene Bürger zahlen ihre Steuern klaglos und nur wenn der Steuerbrunnen sprudelt, gibt es genug Geld für Armee und Ausbauten. Neben den fleischlichen Gelüsten – diesmal gibt es von Anfang an Frauen, die Suche nach ihnen in 'Die Siedler 2: Die nächste Generation' war also anscheinend erfolgreich – müssen natürlich auch die geistigen Bedürfnisse eurer Siedler befriedigt werden und sie wollen entsprechend unterhalten werden. Hier kommen die Sondergebäude zum Einsatz, seien es Theater oder Kirchen oder sonstige Socialising-Einrichtungen. Wenn es schnell gehen muss und vielleicht gerade keine Rohstoffe für entsprechende Einrichtungen vorhanden sind, kommen eure Helden und Heldinnen ins Spiel.

Im Gegensatz zu den stupiden Fähigkeiten, die diese oftmals nur besitzen, wird in 'Siedler 6' auf Kreativität Wert gelegt. So unterhält einer eurer Helden zum Beispiel das gemeine Volk mit wohlklingendem Minnegesang und wir sind überzeugt, die anderen Helden haben ebenfalls einige witzige Sondereigenschaften. Was diesmal völlig fehlt, sind Magie und Zauber aller Art. Die Entwickler wollen zwar keine reale Abbildung des Mittelalters schaffen, trotz Fantasy-Settings, aber dennoch wirklichkeitsgetreu bleiben. Da 'Die Siedler 6' durchweg im positiven Ambiente angesiedelt ist, dürften wir auch keinen zu dieser Zeit üblichen Hexenverbrennungen beiwohnen können.

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