Preview - Diablo III: Reaper of Souls : Umbauarbeiten

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Es war nur eine Frage der Zeit, dass Blizzard eine erste Erweiterung zur dritten Ausgabe des Hack-'n'-Slay-Klassikers aus der Hose holt, nachdem das Hauptspiel mittels einiger Patches endlich auf einem vernünftigen Stand ist und die Konsolenversion ordentlich eingeschlagen hat. Reaper of Souls erweitert das Spiel um einen weiteren Akt, bietet aber ganz nebenher ein dickes Paket an Umbauten. Wir konnten anhand der derzeit laufenden, eingeschränkten Betafassung bereits einige Eindrücke sammeln.

Einer der wichtigsten Bestandteile von Reaper of Souls ist natürlich der neue fünfte Akt. Nachdem ihr dem gehörnten Herrn mit der höllischen Gesichtsröte vermutlich schon etliche Male die Kauleiste poliert habt, geht es nun nicht mehr in den Abspann, sondern in die Provinz Westmarch. Dort hat sich der neue Bösewicht Malthael mit seinen untoten Horden eingenistet und beschäftigt sich fleißig mit der Seelenernte. Außerdem hat der Fiesling den Schwarzen Seelenstein geraubt und will damit der ultimativen Schlacht zwischen Himmel und Hölle ein Ende bereiten.

Angekommen in Westmarch befreit ihr zunächst die Stadt und habt fortan eine Enklave als Stützpunkt. Der fünfte Akt ist vom Umfang her etwa gleich groß wie die bisherigen Kapitel und bietet sowohl lineare Abschnitte als auch offenere Umgebungen, garniert mit zufälligen Nebenschauplätzen, in denen Events und Aufgaben warten. Natürlich gehören zahlreiche neue Gegner sowie neue Bosse zum Aufgebot der Erweiterung. Spielerisch bleibt im fünften Akt ansonsten aber alles beim Altbewährten, sieht man mal davon ab, dass das Maximallevel eurer Helden von 60 auf 70 angehoben wird.

Ein neuer Kämpfer

Eine weitere Neuerung ist die sechste Charakterklasse. Der Crusader beziehungsweise sein weibliches Pendant steht zum Einsatz bereit. Der Crusader ist stark gepanzert, hat ordentliche Verteidigungskräfte und kann mit Heilung und Flächeneffekten seine Gruppe im Mehrspieler unterstützen. Ansonsten setzt er vor allem auf wuchtige Flächeneffekte und kann damit ganze Monsterhorden problemlos niedermachen, während er gegen Einzelziele etwas mehr Arbeit vor sich hat. Er stürzt sich zudem mit Einhandwaffe, vorzugsweise Morgenstern, und speziellem Schild in die Schlacht, wobei er mit einer passiven Fertigkeit auch Zweihandwaffe und Schild nutzen kann. Der Crusader ähnelt von der Spielweise her am ehesten einem Paladin.

Änderungen im Handwerk

Neben der neuen Klasse und dem neuen Akt gibt es zahlreiche Überarbeitungen. Einige Bosskämpfe wurden ebenso wie einzelne Fähigkeiten der Klassen etwas verändert, vor allem aber sind die Elementareffekte um einiges fieser als im Hauptspiel und verlangen viel Aufmerksamkeit. Auch treten blaue Elitegegner nun in größeren Gruppen von bis zu fünf Feinden auf, bisher waren es meist drei. Im Handwerk entdeckt man ein paar kleinere Änderungen. So gehören graue und weiße Gegenstände nicht mehr auf den Schrottplatz, sondern dienen nach Zerlegung als Komponenten für die Herstellung. Dafür lassen Gegner nun weit weniger dieser Gegenstandsklassen bei ihrem Ableben fallen. Das Beutesystem wurde ohnehin angepasst und deckt sich nun in etwa mit dem der Konsolenversion. Die Chance, nützliche Gegenstände zu finden, wurde also deutlich verbessert.

Diablo III: Reaper of Souls - BlizzCon 2013 Features Trailer (dt.)
Ein zweiter Trailer zu Reaper of Souls stellt euch die neuen Features des Add-ons vor.

Ein neuer Handwerker bietet neue Möglichkeiten zur Veränderung von Gegenständen. Ihr könnt nun das Aussehen von Gegenständen an das anderer anpassen. Außerdem ist es möglich, einzelne Attribute gegen einen saftigen Aufpreis durch andere zu ersetzen und somit zuvor eher nutzlosen Gegenständen die von euch gewünschten Werte zu verpassen. Das neue Buch von Cain bietet hingegen fleißigen Sammlern die Möglichkeit, Gegenstände nicht mehr nur einzeln zu identifizieren, sondern gleich alles, was sich in ihrem Inventar befindet, aufzudecken.

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