Preview - Devil May Cry 5 : Ein Tanz mit zwei Teufeln

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Fazit

Sascha Göddenhoff - Portraitvon Sascha Göddenhoff
Teuflisches Vergnügen mit Detailschwächen

So unterschiedlich wie sich die beiden Charaktere spielen, so zweigeteilt fällt mein bisheriger Eindruck von Devil May Cry 5 aus. Die von der gamescom bekannte Passage mit Nero rockte mehr als zuvor, weil ich beim zweiten Probezock Zeit hatte, mit den Möglichkeiten der Devil Breaker herumzuspielen. Dadurch ließ sich mehr aus Nero herauskitzeln und mitunter sehr stylish kämpfen. Dante legt in dieser Hinsicht sogar noch zu. Die verschiedenen Kampfstile und Waffen liefern ernorme Möglichkeiten, mit den Monstern den Boden aufzuwischen. Die halbe Stunde Spielzeit reichte bei weitem nicht aus, um alle Optionen auszuschöpfen – das zu schaffen, dürfte im fertigen Spiel einen großen Reiz ausmachen.

Weniger gut war der Eindruck vom Drumherum: Das gespielte Level hatte optisch kaum Schauwerte und abseits der Kämpfe keine nennenswerten spielerischen Einfälle zu bieten. Ebenfalls fragwürdig finde ich die Elemente Mehrspieler-Modus und Mikrotransaktionen. Obwohl laut Entwicklern die Solo-Erfahrung an erster Stelle steht, scheint es im Jahr 2018 nicht mehr ohne Multiplayer-Einbindung zu gehen. Hoffentlich wird das ein komplett optionaler Faktor, denn Devil May Cry ist und bleibt für mich eine Solo-Erfahrung. Genauso werde ich keinen Cent ausgeben, um irgendwelche Orbs oder sonstiges zu kaufen. Solange dieser Verzicht keinen Einfluss auf das Spielgeschehen hat, indem er mich etwa zum Grind zwingt, sollte das Ganze allerdings keinerlei Probleme verursachen.

Glücklicherweise steht an oberster Stelle nach wie vor die Action – das beweisen beide Demos. Nero wie Dante können unter geübter Hand hinlangen wie wenige andere Spielfiguren. Die Fights bei DMC 5 verlaufen dann wie ein tödlicher Tanz, bei dem verschiedene Bewegungen miteinander verschmelzen und ebenso eindrucks- wie wirkungsvoll sind. Lediglich einige Kameraperspektiven sollte Capcom überdenken sowie etwas mehr spielerische Abwechslung jenseits der Kämpfe bieten. Wenn das gelingt, dürfte einem gelungenen Comeback der Serie nichts im Wege stehen.

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