Test - Deliver Us The Moon : Die Erde ist tot, es lebe der Mond!

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Greift zu, wenn...

… ihr eine spannende Geschichte im atmosphärischen Weltraumgewand sucht. 

Spart es euch, wenn...

… ihr ein Horrorspiel mit Aliens erwartet.

Fazit

von Mathias Windhager
Warum in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah

Deliver Us The Moon hat definitiv Eindruck bei mir hinterlassen. Gerade weil das Thema Klimawandel und die Gefährdung einer lebenswerten Zukunft die Handlung des Spiels so greifbar machen. Zwar dient die Klimakatastrophe dem kurzweiligen Sci-Fi-Thriller nur als Aufhänger, die ganze Geschichte baut aber darauf auf, dass wir es, lapidar gesagt, „verkackt haben“. Insofern würde ich dem Spiel vorsichtig einen gewissen Tiefgang attestieren.

Der Konflikt zwischen Zurückbleiben und in die Ferne Schweifen, skizziert an einigen Individuen, fiel überraschend emotional und nachvollziehbar aus und ließ mich nachdenklich zurück. Doch hätte ich mich sicherlich noch stärker mit den Charakteren und ihren tragischen Schicksalen verbunden gefühlt, wären sie nicht vollständig gesichtslos gewesen.

Auch wenn die Geschichte von Deliver Us The Moon abgeschlossen ist, wedelte sie immer wieder mit der Andeutung vor meiner Nase herum, dass da noch mehr ist. Als jemand, der offenen Fragen am Ende nur wenig abgewinnen kann, hat mich dieser Umstand recht unbefriedigt zurückgelassen. Entweder halten sich die Entwickler die Möglichkeit offen, die Story fortzusetzen, oder sie wollen ihrem Werk etwas Mystisches anhaften lassen, das dem Spieler nicht alle Antworten vorkaut.

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Überblick

Pro

  • spannende Geschichte im Zeitgeist
  • abwechslungsreicher, überzeugender Schauplatz
  • atmosphärischer Grafikstil

Contra

  • Handlung wirkt unvollständig
  • gelegentliche Trial-and-Error-Passagen
  • Charakterwirrwarr

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