Preview - Dead or Alive 5 : Voll auf die Zwölf!

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Eine gefühlte Ewigkeit ist es her, dass wir von der akkurat umgesetzten Brustphysik von Dead or Alive 4 verzückt wurden und uns trotzdem zu Brei gehauen haben. Nun wollen wir doch mal sehen, ob Team Ninja im fünften Teil der Reihe den knüppeldicken Prügeleien einen neuen Anstrich verpassen kann.

Zunehmend gewinnen die 2-D-Prügler wieder die Oberhand im Beat-'em-up-Genre, doch mit Dead or Alive 5 hält Team Ninja die Fahne für Kloppereien im dreidimensionalen Raum hoch. Und das nicht ohne Grund, schließlich gehört die Serie (von den Volleyball-Spin-offs abgesehen) zu den besten und beliebtesten Vertretern des Genres. Der fünfte Teil der Reihe macht da auf den ersten Blick keine Ausnahme. Wie in den bisher erschienenen Ablegern überfordert die grundlegende Mechanik mit ihren Angriffs-, Greif- und Wurfaktionen nicht. Auch wenn der neue Ableger nicht vollkommen vor Button-Mashing gefeit ist, werden Profis stets über Anfänger triumphieren.

Das liegt zum einen daran, dass auch Dead or Alive 5 wieder vom bekannten Dreiecksystem Gebrauch macht. Das heißt, dass zum Beispiel ein Griff einem Angriff überlegen ist, einem Wurf hingegen unterliegt. So könnt ihr euren Gegner geschickt auskontern und verteilt durch die richtige Wahl der Attacke noch zusätzlichen Schaden. Eine Neuerung im fünften Teil werden die individuellen Power-Angriffe der Kämpfer sein, wie man es bereits aus Street Fighter 4 gewohnt ist. Diese lassen sich mit R1/RB ausführen und befördern die Widersacher in eure gewählte Richtung.

Mittels Richtungstasten ist die Spielfigur so in der Lage, den Kontrahenten zum Beispiel von einer Klippe zu werfen und ihm dabei maximalen Schaden zuzufügen. Ansonsten spielen auch die berühmt-berüchtigten Gefahrenzonen wieder eine wichtige Rolle im Kampfgeschehen. Dadurch ergibt sich eine ganz bestimmte Dynamik innerhalb der Kämpfe und jede Auseinandersetzung spielt sich ein wenig anders.

Dead or Alive 5 - E3 2012 Trailer
Auch die Dead-or-Alive-Reihe wird einmal mehr fortgesetzt; der neueste Teil wird auf der E3 in Los Angeles präsentiert.

Aber was wäre ein neues Kampfspiel ohne eine erweiterte Kämpferriege? Diesbezüglich gibt es eine kleine Überraschung. Ähnlich wie Soul Calibur wird auch Dead or Alive 5 nicht von Gastauftritten verschont bleiben. So stößt Akira Yuki aus der Virtua-Fighter-Serie zur bunten Auswahl an Charakteren hinzu, aber auch völlig neue Kämpfer werden in den Ring steigen. Bekannt sind bisher Zack, der funky DJ mit rotem Afro, und Lei Fang, Meisterin des chinesischen Schattenboxens.

Fazit

Christian Kurowski - Portraitvon Christian Kurowski
Prügelspiele sind momentan beliebt wie selten zuvor. Während Capcom und Namco fleißig ihre Schläger aufeinander loslassen, möchte nun Team Ninja etwas vom Kuchen abhaben. Ob ihm das mit Dead or Alive 5 gelingt, bleibt nach der Präsentation auf der E3 fraglich. Das Kampfsystem ist zwar anspruchsvoll und die Arenen sind interaktiv, aber es fehlt einfach noch der letzte Schliff. Die Lernkurve scheint ebenfalls ziemlich steil zu sein: Einige Kämpfer, besonders die bis jetzt bestätigten Teilnehmer von Virtua Fighter, Akira und Sarah, sind anspruchsvoll und schwer zu handhaben. Auch die Präsentation ist im Moment noch unspektakulär. Die neuen Power-Blows erinnern ein wenig an die Super-Angriffe aus Street Fighter IV, die Tag-Team-Auseinandersetzungen an Tekken Tag Tournament. Da ist es zumindest löblich, dass sich der fünfte Teil von Dead or Alive nicht allzu ernst nimmt. Eine Kampfarena ist zum Beispiel in einem Zirkuszelt und auch die Angriffe sind bisweilen ziemlich humoristisch. Der wahre Hingucker sind aber wie bei den Vorgängern die Kämpferinnen, die neben den Fäusten wieder zwei weitere schlagende Argumente besitzen. Manche Dinge ändern sich halt nie.

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