Test - Dead Island : Schlimmer als Malle!

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Herumwankende, faulende Gestalten. Beißender Gestank. Unmenschliches Grunzen und Stöhnen. Eigentlich wollten Xian Mei, Sam B., Logan und Purna genau das vermeiden und haben deshalb dieses Jahr mal keinen Pauschalurlaub am Ballermann gebucht. Doch wie so oft kommt alles anders.

Was nützen das nobelste Hotel, die schönste Anlage direkt am Strand und die tollsten Freizeitmöglichkeiten, wenn die anderen Touristen als Zombies rumschlurfen, die nur eines wollen: euer Gehirn! So macht ihr euch als eine von vier Personen, die gegen die Bisse der Untoten scheinbar resistent sind, auf den Weg über die einst so beschauliche Traumurlaubsinsel Banoi.

Der Harte oder die Zarte?

Wie bei jedem Rollenspiel ist die Wahl eures Spielcharakters die erste wichtige Entscheidung, die es zu treffen gilt. Im Falle von Dead Island bedeutet das: Mit Rapper Sam B. erhaltet ihr das grobschlächtige Muskelpaket, das besonders gut mit stumpfen Waffen hantieren kann. Sein Gesundheitswert liegt über dem Durchschnitt, aufgrund seiner Körpermasse lässt seine Ausdauer bei Sprints allerdings zu wünschen übrig. Anders bei der quirligen Xian. Für die passionierte Sportlerin ist Ausdauer kein Fremdwort, die Expertin für Stichwaffen kann allerdings nicht so viel einstecken. Purna als Feuerwaffenexpertin und Logan, der Ex-Footballstar mit einem Faible für alles, was geworfen wird, komplettieren das Quartett der Überlebenden.

Nachdem ihr euch euren Favoriten herausgepickt habt, bahnt ihr euch erst mal ein Weg aus eurem Hotelzimmer ins Freie. Überall liegen Koffer herum, der Feueralarm schrillt und auf den endlosen, dunklen Fluren des Luxushotels suchen die ersten Untoten nach Frischfleisch. Was ist hier bloß passiert? Wie kam es zu der Katastrophe? Wieso ist euer Spielcharakter immun gegen die Bisse der Bestien? Nun, das ganze Mysterium um die blutrünstigen Menschenfresser aufzuklären, ist eure zweitwichtigste Aufgabe. Die wichtigste: Überleben! Und dazu solltet ihr alles einsacken, was euer Inventar tragen kann. Angefangen bei Geld aus Koffern und Taschen über Nägel, Draht oder Dosenfraß bis hin zu Getränken, Schlüsseln und Verbandszeug wird alles eingesteckt, was nicht niet- und nagelfest ist.

Dead Island - Video Review
Schlimmer als Malle: Wir zeigen euch, ob sich der Ausflug aufs zombieverseuchte Banoi trotzdem lohnt.

Schicksalsgemeinschaften

Seid ihr dem Inferno des Hotels entkommen, trefft ihr schon bald auf über die ganze Insel verstreute kleinere Gruppen von Überlebenden. Die haben sich meist irgendwo in einem Gebäude verschanzt und wehren Angriffe der Zombies ab. Ihr trefft sie in Strandhütten, Stadtvillen, Polizeistationen, Scheunen, Kfz-Werkstätten, Kirchen und Bunkern. Alle sind verzweifelt, häufig ist euer Besuch die letzte Rettung. Entsprechend spendabel zeigen sich die letzten (wirklich) lebenden Banoi-Bewohner.

Mal sollt ihr Insulin zu einem Verwandten in der Nähe des Hotels bringen, mal einen Schlüssel ausfindig machen oder Benzin von der nächstgelegenen Tanke für das Betreiben von Generatoren besorgen. Auch das Plakatieren von Wänden in der Stadt steht auf der To-do-Liste, ebenso wie die Suche nach Angehörigen oder das Aufspüren von Lebensmitteln. Es gibt auch Überlebende, die sich einfach in der schönsten Hütte am Strand eine schöne Zeit machen wollen, bis die Untoten über sie herfallen. Für die müsst ihr dann Champagner ranschaffen.

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