Test - Daymare 1998 : Das inoffizielle neue Resident Evil?

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Greift zu, wenn...

… ihr auf eine Nostalgiereise in die Survival-Horror-Welt von 1998 gehen wollt.

Spart es euch, wenn...

… euch Old-School-Survival-Horror-Spiele nicht interessieren.

Fazit

Sascha Sharma - Portraitvon Sascha Sharma
Ein kleiner Nostalgietrip

Schon die Jahreszahl im Namen deutet es unmissverständlich an: Daymare 1998 ist durch und durch eine Hommage an die Klassiker des Survival-Horror-Genres aus den späten 90er Jahren, namentlich natürlich Resident Evil 2 und 3. Das ist de facto auch nicht schlecht.

Der Spielspaß stellte sich jedoch nur über Umwege ein. Zu zäh und unberechenbaren fallen die Kämpfe gegen die Zombies aus. Die Rücksetzpunkte sind einfach nur fies und frustrierend. Die Atmosphäre braucht deutlich länger als in anderen Genrevertretern, bis sie mitreißt, ebenso die schwach und holprig inszenierte Geschichte. Zudem fehlt es dem Spiel an Eigenständigkeit. Die Schauplätze sind reichlich ausgelutscht, die Dialoge und Charaktere zu klischeebehaftet. Nur wer sich mit diesen Macken arrangiert, wird mit Daymare 1998 seinen Spaß haben.

Im Filmjargon gesprochen handelte es sich bei Daymare 1998 um einen reinrassigen B-Movie. Für das große Horror-Kino reicht es dem Spiel ganz eindeutig nicht. Für einen kurzen Nostalgietrip für Survival-Horor-Fans der ersten Stunde taugt Daymare 1998 allerdings allemal.

>> Vielleicht besser hier mal reinschauen: 10 kommende Horror-Spiele, die ihr auf dem Schirm haben solltet

Überblick

Pro

  • nostalgischer Survival Horror
  • mehrere Erzählstränge
  • kurzweilige Hacking-Minigames
  • überall versteckte Querverweise zu Resident Evil

Contra

  • Zombiekämpfe immer noch zu zäh
  • schwache Atmosphäre
  • flache Erzählweise
  • unfaire Rücksetzpunkte
  • fummelige Steuerung des Nachladens
  • teils sehr happige Rätsel
  • mangelhafte Lippensynchronität

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